984119

DVB-T-Empfänger im Test

24.04.2008 | 13:28 Uhr |

Zwei DVB-T-Empfänger im USB-Stick-Format stellen sich unseren Test: Der Miglia TV Mini 2 sowie der Digitrade DVB-T USB Stick. Beiden gemein ist, dass sie für den Betrieb am Mac die Software The Tube von Equinux verwenden.

Miglia TV Mini 2
Vergrößern Miglia TV Mini 2

Puristisch kommt der Miglia TV Mini 2 daher, denn nebst dem USB-Stick findet man außer einer kleinen Stabantelle und Installations-CD samt sehr dürftiger Kurzanleitung in Englisch oder Französisch nichts weiter in der Verpackung. Mindestens ein USB-Verlängerungskabel hätten wir uns gewünscht.

Digitrade DVB-T USB Stick
Vergrößern Digitrade DVB-T USB Stick

Besser ist der Lieferumfang des DVB-T-Empfängers von Digittrade: Hier findet man neben einem USB-Verlängerungskabel auch eine Fernbedienung, die allerdings mit der mitgelieferten Mac-Software The Tube von Equinux nicht funktioniert.

Einfach Fernsehen

Die Installation der Hardware ist selbsterklärend: USB-Stick mit der mitgelieferten Antenne verbinden und an eine USB-Schnittstelle am Mac anschließen. Beide Antellen bieten einen magnetischen Fuß, Miglia liefert praktischer Weise noch einen Saugfuß mit, auf den man die Antene setzen kann.

Beide DVB-T-Empfänger bieten die gleiche Empfangsleistung, die wie bei anderen Empfängern mit einer Stabantenne lediglich in einem guten Empfangsgebiet auch gute Ergebnisse liefert. Am Randgebiet des Senderaums empfiehlt sich wie bei allen anderen DVB-T-Empfängern eine aktive Zimmerantenne.

Mac-Software

Vor nicht all zu langer Zeit gab es für Mac-Anwender keine Alternative zu DVB-T-Sticks mit der Software Eye TV von Elgato. Auch Miglia hatte in der Vergangenheit Eye TV verwendet, doch die Zusammenarbeit mit Elgato ist beendet. Nun verwender Miglia wie Digittrade die Software The Tube von Equinux. Eines Vorweg: Ohne Zugang zum Internet lässt sich The Tube nicht verwenden, denn zunächst muss man sich bei Equinux über das Internet registrieren. Auf der CD des Miglia TV Mini 2 findet sich sogar lediglich ein Download-Verweis des rund 100 MB großen Installationsprogramms. Dem DVB-T-Stick von Digittrade liegt The Tube in Version 1.5.3 bei, die aktuelle Version ist jedoch bereits 2.0.1. Ärgerlich: Mac-Benutzer müssen bei dem DVB-T-Empfänger von Digittrade zehn Euro mehr auf den Ladentisch legen als Windows-Benutzer. Digittrade bietet seinen DVB-T-Stick in zwei Versionen an: Einmal ohne einer Lizenz von The Tube, und für zehn Euro mehr mit einer Lizenz. Per E-Mail-Anfrage kann man zudem von Digittrade eine The-Tube-Lizenz für zehn Euro bestellen.

Im Test arbeiten beide DVB-T-Empfänger mit The Tube sowohl unter Mac-OS X 10.4.11 als auch 10.5. 1 fehlerfrei. Die Bilddarstellung ist bei beiden Testkandidaten gut. Auch die Apple-Remote-Fernbedienung, die neueren Macs beiliegt, lässt sich auf Wunsch mit The Tube verwenden: Man kann die Darstellungsgröße ändern, den vorigen und den nächsten Kanal zappen und Pause/Play verwenden. Auch die Lautstärke lässt sich mit der Apple-Fernbedienung verwenden. Beide DVB-T-Empfänger eignen sich nicht zum regelmäßigen Aufnahmen von Fernsehsendungen, zu unübersichtlich ist hier der EPG-Guide der Software The Tube. Dafür gefallen die Live-Funktionen von The Tube uns insbesondere in Verbindung mit Media Central hat man eine schöne Multimedia-Zentrale auf dem Mac, die man auch mit der den neueren Macs beigelegten Apple-Fernbedienung steuern kann. Doch für Media Central muss man für beide getesteten USB-Sticks zusätzlich knapp 30 Euro zahlen, wogegen diese Anwendung bei dem 40 Euro teuren hauseigenen USB-Stick von Equinux, dem Tubestick, bereits kostenlos dabei ist.

0 Kommentare zu diesem Artikel
984119