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TV-Empfänger PCTV Broadway 2T

29.06.2011 | 10:02 Uhr |

Über das lokale Netz und sogar über das Internet kann man mit dem Broadway 2T fernsehen. Software braucht man dazu nicht, es reicht ein Internetbrowser. Das klappt auch mit dem iPad oder dem iPhone.

Im Broadway 2T ist ein Webserver eingebaut, den man von jedem Webbrowser aus aufrufen kann, auch via iPhone oder iPad. Das DVB-T-Signal wandelt die Box in ein H.264-Stream um, so wird das verwendete Abspielgerät, beispielsweise ein iPad, nur mit geringen Rechenaufgaben belastet ist. Zum erstmaligen Einrichten des Broadway 2T muss man das Gerät per Ethernet mit dem WLAN-Router verbinden und im Webbrowser "distan.tv" eingeben.

Ein Assistent führt dann sehr komfortabel Schritt für Schritt durch die Einrichtung des Geräts und man kann entscheiden, ob man das Gerät per Ethernet oder per WLAN im heimischen Netz betreiben möchte. Auch den Sendersuchlauf und eine eigene Senderliste kann man anlegen. Die Benutzeroberfläche ist klar und übersichtlich gegliedert, so gelingt die Bedienung intuitiv. Allerdings fehlt der per Webbrowser aufrufbaren Oberfläche "DistanTV mobile" die Möglichkeit, Sendungen aufzunehmen sowie ein EPG-Fensehprogramm anzeigen zu lassen, das mit dem DVB-T-Signal mitgesendet wird. Diese Möglichen hat man bei dem Broadway 2T nur in Verbindung mit der mitgelieferten Software TV Center, die allerdings nur für Windows-Systeme erhältlich ist.

Im Betrieb

Der Empfang ist mit der mitgelieferten Antenne etwas schlechter als bei einem Elgato Eye TV. Allerdings kann man im Bereich des lokalen Netz das Broadway 2T frei positionieren und so auch eine Dachantenne oder aktive Zimmerantenne anschließen. Hier ist der Broadway 2T mit seinem WLAN variabler als mit dem Elgato Eyetv Netstream DTT , der keine eigene WLAN-Schnittstelle nutzt. Die Bildqualität ist nur etwas schlechter als bei Eye TV, aber vor allem beim Betrachten auf einem iPad ausreichend. Störend ist das lange Umschalten zwischen den Sendern, wir warten meist rund 15 Sekunden. Obwohl ein Dual-DVBT-Tuner eingebaut ist, kann man via Browser nur von einem Gerät auf die Fernsehbox zugreifen, also entweder von einem Mac, einem iPhone beziehungsweise iPod Touch oder von einem iPad. Zwei Geräte können nur dann den Broadway 2T gleichzeitig nutzen, wenn mindestens einer davon das Windows-Programm TV Center verwendet. Dafür lässt sich das Broadway 2T auch über das Internet ansprechen, allerdings sollte der Router in diesem Fall eine dynamische DNS verwenden und es müssen zwei Ports freigegeben werden, das alles setzt entsprechendes Wissen voraus.

Die Hardware

Das Gerät selber bietet auf der Vorderseite einen Ein/Ausschalter und einen USB-Anschluss, der wie die beiden hinteren USB-Anschlüsse für "zukünftige Anwendungen" reserviert ist, wie das Handbuch verrät. Auf der Rückseite bietet das Gerät neben dem Ethernet-Anschluss einen Schalter, mit dem sich das WLAN ausschalten lässt. Außerdem sind zwei analoge Videoeingänge S-Video und CVBS vorhanden, auch per Webbrowser lassen sich diese Quellen ansprechen.

Mitgeliefert ist auch ein Infrarot-Sender mit langem Kabel, doch eine Fernbedienung gibt es derzeit nicht. Besonders die Funktionen der USB-Schnittstellen dürfte ein kommendes Firmware-Update lösen. Mit aktiviertem WLAN verbraucht der Broadway 2T happige 8,7 Watt, entsprechend warm ist das Gerät auch im Betrieb. Im Test funktioniert der Ausschalter für den Standby-Modus nicht. Immerhin verliert das Gerät seine Einstellungen nicht, nachdem es vom Stromnetz getrennt wurde.

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