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Defragmentierungstool

01.06.2005 | 15:58 Uhr |

Defragmentierungstool mit cooler Optik und messbarem Erfolg

iDefrag 1.0.5
Vergrößern iDefrag 1.0.5

Ob eine Defragmentierung der Festplatte unter dem Unix-Derivat Mac-OS X notwendig ist, darüber lässt sich streiten. Denn das Apple-Betriebssystem sorgt in gewissem Umfang selbst dafür. Sicher ist, dass der Effekt eines längeren Defragmentierungs-Prozesses auf einer normal genutzten und nicht zu alten Festplatte gering ist. Doch anders sieht es mit Disks aus, die schon länger im Gebrauch und mit Multimedia-Dateien voll gestopft sind - hier kann ein Defragmentierungstool durchaus etwas bewirken. Das optisch gut gemachte iDefrag möchte in diese Lücke stoßen. Dazu analysiert es zunächst den Defragmentierungs-Grad eines Laufwerks. Das Ergebnis zeigt es sowohl grafisch (Layout-Modus) als auch statistisch nach verschiedenen Kriterien und anhand der am stärksten fragmentierten Dateien an. Wer schnellen Erfolg sucht, kann direkt vom Startlaufwerk aus den „Quick Online-Modus“ testen, der bei uns bereits einen gewissen Erfolg auf einer mittelmäßig fragmentierten Festplatte bringt. Anschließend nehmen wir uns ein iBook mit einer intensiv genutzten und fragmentierten Festplatte vor. Hier sind zunächst einige Reparaturen vorzunehmen - grundsätzlich sollte man ein Tool wie iDefrag nur nach einem vorherigen Backup wie auch nur dann nutzen, wenn ein Analysetool wie Erste Hilfe oder Disk Warrior keine Probleme auf dem Laufwerk findet. Nach mehreren Defragmentierungs-Durchgängen von einer Boot-CD aus mit den unterschiedlichen iDefrag-Optionen notieren wir eine klare Verbesserung in der Startzeit des Betriebssystems, große Ordner lassen sich rascher kopieren und Programme starten schneller. Probleme nach der Defragmentierung mit iDefrag 1.0.5 stellen wir nicht fest.

Fazit

Auf intensiv genutzten und stark fragmentierten Festplatten bringt iDefrag einen messbaren Geschwindigkeitsvorteil. Laut Anbieter soll sich zudem die Sicherheit beim Speichern und anderen Festplattenvorgängen erhöhen. Für den Preis von 30 US-Dollar ist das Tool bei Performance-Problemen eine wertvolle Hilfe. Tha, Feedback: christian.moeller@macwelt.de

Note: 1,6 gut.

Vorzüge: hilft älteren und voll gepackten Festplatten wieder auf die Sprünge, gibt reichlich Auskunft über den internen Zustand eines Laufwerks, unterstützt HFS und HFS+, günstiger Preis

Nachteile: braucht bei voller Optimierung von Boot-CD sehr lange, Erklärungen in der Hilfe nur für Experten wirklich hilfreich

Alternative: Tech Tool Pro 4

Preis: US$ 30

Technische Angaben

Systemanforderungen: Mac-OS X 10.3

Info Coriolis Systems

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