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Inspector Gadget auf dem iPhone

08.05.2009 | 13:45 Uhr |

Der getunte Kommissar aus den 80ern, schlägt sich in diesem Jump and Run vor allem mit technischen Unzulänglichkeiten herum

Der Zeichentrick-Cyborg ist seit über 20 Jahren ein beliebter Held auf der Leinwand. Aber kann ein Jump-and-run-Spiel ähnlich Innovationen und technische Raffinessen verkörpern wie es sein Protagonist zweifelsohne tut?

Der Spieler rennt und hüpft mit dem Inspektor, oder aber seinen Begleitern durch nur geringfügig abwechslungsreiche Level. Ziel ist primär den Ausgang der Welt zu finden. Dabei gibt es, wie in Spielen dieses Genre üblich, eine Menge Dinge einzusammeln, welche aber keinerlei Auswirkungen auf das Spielgeschehen haben. Der Plot erschöpft sich in gelegentlichen Textblöcken, die aber nicht wirklich ein Interesse an der Story aufkommen lassen.

Die Grafik kann weder überraschen, noch enttäuschen. Formgebend ist deutlich die Comicserie, die Oberfläche erfüllt die Erwartung welche an ein 2D Spiel dieses Genre gestellt werden. Ruckler oder Bildfehler unterlaufen diesem Programm nicht. Auch die eingängige Musik und sonstige stimmige Tonuntermalung, sowie die komplette deutsche Synchronisierung ist lobend hervorzuheben, die Schwachpunkte der Anwendung liegen anderswo.

Anstrengende Steuerung

Monsieur Gadget beherrscht in diesem Spiel, ganz anders als in der zugrundeliegenden Serie, nur wenige Bewegungsabläufe. Dies sind das Springen, Laufen und Kriechen, sowie das Zuschlagen mit einem Hammer. Trotz dessen sind alle drei wählbaren Steuerungsmodi so unglücklich als Buttons im Sichtfeld verteilt, das teils wichtige Stellen des Displays durch Finger verdeckt sind. Hinzu trifft der Spieler nicht immer die gewünschte Taste, was bei reaktionslastigen jump-and-run-Abläufen die Erfolgsquote schmälert.

Kein Speichern

Neigungs- und Beschleunigungssensoren kommen erst gar nicht zum Einsatz, obwohl dies zu einiger Vereinfachung der Steuerung geführt hätte. Der Schwierigkeitsgrad, besteht daher einerseits aus der Bedienung das Beste zu machen und der Geduld ständig bereits bestandene Spielabschnitte zu wiederholen. Dieses Spiel zwingt Sie nämlich dazu, nach dem Verpulvern aller vier Leben, komplett vom ersten Level an neu zu beginnen. Dies frustriert vor allem deshalb, da bereits bestandene Welten zwar direkt angewählt werden können, von dort ein weiterkommen aber nicht möglich ist.

Inspector Gadget, macht oberflächlich erst einmal nichts falsch. Die Optik und Akustik passen zum Thema, Kenner der Serie treffen die bekannten Figuren wieder, auch die Synchronisation ist gelungen. Der Spielspaß bleibt aber trotzdem auf der Strecke, da die Steuerung und fehlende Speichermöglichkeit die Gadgets, für die sie produziert wurden, nicht ausschöpfen.

Link: iPhone-Apps im Test

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