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Der Vollendung entgegen

16.01.2006 | 13:42 Uhr |

Die aktuelle Beta-Version von Xpress 7 macht schon einen recht vollständigen Eindruck – auch wenn einiges, wie der Importfilter für Bilder im Photoshop-Format, noch fehlt. Manches, wie der Umgang mit Job Jackets und Tickets erschließt sich nicht im Test, anderes, wie die neue Textdarstellung oder Verbesserungen beim Platzieren von Bildern macht Vorfreude auf die finale Version.

Quark hat sich wie manch anderer Hersteller für einen öffentlichen Betatest entschieden. Jeder, der sich auf der Webseite von Quark anmeldet, kann anschließend Xpress 7 aus dem Internet laden und bis Ende März ausprobieren.

Ein alter Bekannter

Wenn nicht das neue Logo wäre, würde man auf den allerersten Blick gar nicht merken, dass man Xpress 7 und nicht 6.5 vor sich hat. Erst bei näherem Blick auf Menüs und Paletten sowie auf die diversen Dialogfenster sind die Veränderungen und Neuerungen zu erkennen. Hand angelegt haben die Programmierer unter anderem an die Maßpalette und die normalen Paletten. Über sich an der Oberkante automatisch einblendende Icons lässt sich die Maßpalette auf verschiedene Inhalte umstellen, die im Wesentlichen die im Dialogfenster „Modifizieren“ sowie in den Fenstern „Zeichenattribute“ und „Absatzattribute“ verfügbare Optionen umfassen. Außerdem gibt es eine Abteilung für die Schlagschatten sowie eine mit den Funktionen zum Ausrichten und Verteilen von Objekten. Das bisherige Dialogfenster ist ersatzlos weggefallen, dafür kann man Objekte nun auch an den Seitenrändern ausrichten.

Mit Ausnahme von Maßpalette und Werkzeugen lassen sich alle Paletten aneinander andocken und dann gemeinsam verschieben, schließen oder per Doppelklick auf die Titelleiste reduzieren. Bei der Paletteninflation hat sich Quark zurückgehalten, es gibt nur eine neue für die Glyphen. Häufig benötigte Palettenzusammenstellungen speichert man als Set und ruft sie per Menü oder Tastenkürzel wieder auf. Bisher fehlt aber in Xpress eine Möglichkeit, Sets zu löschen oder die Kürzel zu verändern.

Erweiterte Typografie

Dank der Unterstützung von Open-Type-Schriften stehen jetzt mehr Typografieoptionen zur Verfügung. Den Zugriff auf den erweiterten Zeichenvorrat einer Open-Type-Schrift hat man über ein Aufklappmenü in der Maßpalette, das Fenster „Zeichenattribute“ sowie die neue Palette „Glyphen“. Open-Type-Einstellungen können auch einer Stilvorlage zugewiesen werden. Geändert hat Quark die Spracheinstellung, die nun zu den Zeichenattributen gehört und nicht mehr eine Absatzeinstellung ist, und es gibt Menübefehle für Sonderzeichen wie Striche und Leerräume.

Ein weiterer Vorteil von Open-Type-Fonts ist, dass man bei entsprechend ausgestatteten Zeichensätzen nicht mehr die Schrift wechseln muss, um Texte in einer anderen Sprache wie Tschechisch oder Türkisch zu setzen, die Buchstaben und Sonderzeichen außerhalb der üblichen lateinischen Zeichensatzbelegung verwendet.

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