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Der optische Feinschliff

30.11.2004 | 12:25 Uhr |

Es muss nicht immer Photoshop sein. Für die Nachbearbeitung digitaler Fotos gibt es gute Alternativen.

TROTZ ALLER AUTOMATISIERUNG - auch bei Aufnahmen mit aktuellen Digitalkameras zeigen sich am Bildschirm oft Mängel wie Unschärfen, rote Augen und Fehlbelichtungen auf den Fotos. Um das zu korrigieren, leistet schon das als Bestandteil von Mac-OS X mitgelieferte iPhoto Beeindruckendes. Wer mehr will, sieht sich vor allem auf dem Consumer- und Shareware- Markt um. Dort finden sich Programme mit weiteren Fähigkeiten, zum Beispiel mit ausgefeilten Konvertierungsoptionen, Filtern und Lichteffekten, Präsentationsmodulen, Hilfen zur Erstellung von Webseiten, Bildbrowsern und Datenbanken oder der Möglichkeit, Kataloge und Layouts zu erstellen. Das Flaggschiff unter den günstigeren Bildbearbeitungsprogrammen für Heimanwender im Mac-Bereich ist Photoshop Elements 2 (PSE 2), das unsere Kriterien bestens erfüllt. Mit dem zirka 90 Euro teuren Programm ist Adobe eine kleinere Ausgabe seiner Profi-Software Photoshop gelungen, die fast alles bietet, was man ohne Blick auf die Druckvorstufe benötigt. Daher ist PSE 2 unsere Referenz für den nicht professionellen Bereich. Doch Adobe ist nicht alles. Es gibt auch preisgünstigere Alternativen, die sich nicht zu verstecken brauchen.

Her mit den Bildern - der Import

iPhoto lädt Bilder von einer Digitalkamera oder einem per USB-Schnittstelle angedockten Kartenlesegerät automatisch und löscht bei Bedarf die Speicherkarte zum Neugebrauch. Graphic Converter und Photologist beherrschen den direkten Bildimport von einem externen Medium ebenfalls. Zudem lassen sich viele Kameras oder Lesegeräte wie ein Laufwerk im Finder anmelden und man kann die Fotos von dort in einen eigenen Ordner ziehen. So stehen sie zum Import in ein Bildbearbeitungsprogramm bereit.

TIPP Bilder von der Kamera liegen zumeist im Format JPEG vor. Grundsätzlich sollte man digitale Fotos nur im TIFF-Format weiterbearbeiten, um Qualitätsverluste zu vermeiden. Für die Ausgabe auf dem Monitor empfiehlt sich dann wieder das kompaktere JPEG-Format. Wer trotz der vielen kursierenden Bildformate auf der sicheren Seite sein will, sollte den Graphic Converter installieren, der in der Mac- OS-X-Version auch PDF-Dateien (Import und Export) und weitere 175 Dateiformate unterstützt. Mit dem Programm lassen sich Bilder in Stapelverarbeitung konvertieren sowie Fotos via Twain-Schnittstelle direkt von einem Scanner aus einlesen. Noch zur vorbereitenden Bildbearbeitung gehört das Ausrichten der Bilder. Wer möchte schon den Eiffelturm auf der Seite liegen sehen, obwohl er hochkant aufgenommen wurde. Dies zu korrigieren gestatten fast alle Programme über 90-Grad-Rotationen. In PSE 2, Graphic Converter und Photologist kann man auch beliebige andere Winkel eingeben. Ferner erlauben alle Programme bis auf Pixelnhance das Freistellen von Fotos.

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