Von Stefan Rubner - 22.09.2009, 12:56

Desktop-NAS-Speicher

Speicher im Netz

USB ist out, LAN ist in. So ungefähr sehen die Hersteller von Netzwerk-Speicherlösungen die Zukunft. Was die Geräte im heimischen Mac-Netz leisten, klären wir im Test
Egal ob auf privat oder geschäftlich genutzten Rechnern: die Menge der dort abgelegten Daten steigt stetig. Backup tut also Not.
Falls es nur um einzelne Anwender geht, ist die Lösung einfach: Eine externe Festplatte mit USB- oder Firewire-Anschluss und Apples Time Machine erledigen den Job.
Was aber, wenn mehr als ein Rechner zu sichern ist? Oder wenn mehrere Anwender oder unterschiedliche Endgeräte Zugriff auf die MP3s, Videos und Fotos benötigen? Genau für diesen Fall haben die IT-Hersteller die so genannten NAS-Geräte erfunden. Network Attached Storage bedeutet, einen mehr oder minder großen Datenspeicher nicht direkt mit dem eigenen Rechner zu verbinden, sondern ihn als eigenständigen Netzteilnehmer in das vorhandene LAN oder drahtlose Netzwerk einzubinden. Auf diese Weise können sowohl alle Anwender als auch andere Geräte wie digitale Videoplayer oder Audiosysteme auf die Daten zugreifen.

Eigenbau oder von der Stange

Der erste große Unterschied findet sich schon bei der Ausstattung mit Festplatten. Das My Book World von WD kommt fertig vorkonfiguriert mit Festplatte. Bei den Ready-NAS-Geräten der Pro-Reihe in der Business-Variante hat der Anwender die Wahl zwischen einem und sechs Terabyte Kapazität, die ab Werk vorkonfiguriert kommen. Die Pro-Variante in der Pioneer-Version hingegen kommt wie auch die Produkte von Qnap gänzlich ohne Festplatten zum Anwender.
Der größte Pluspunkt der vorkonfektionierten Produkte ist, dass der Anwender eine gesichert funktionierende Kombination aus Festplatte und NAS-Chassis erhält, auf die der Hersteller eine entsprechende Garantie gewährt. Dagegen hat man bei den reinen Chassis-Lösungen die freie Wahl der Bestückung und kann sich die benötigte Speichergröße maßschneidern. Angst vor dem Selbsteinbau der Festplatten braucht indes niemand zu haben. Speziell die Modelle mit mehreren Einschüben erleichtern dem Anwender die Arbeit durch beigelegte Schrauben. Dank der Einschübe ist ein Verpolen von Anschlüssen unmöglich. Ähnliches gilt auch beim einzigen Single-Drive-System zur Selbstaufrüstung, dem Qnap TS-119 Pro. Einzige Hürde ist hier das hakelig zu öffnende Gehäuse, das nicht wie angegeben durch Schieben mit beiden Daumen sondern nur durch sanfte Gewalt zur Preisgabe der Laufwerkaufnahme zu bewegen ist.
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