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Die besten Spiele-Apps für das iPad

13.08.2012 | 11:39 Uhr |

Ob Puzzle wie Amazing Alex, Autorennspiele oder Klassiker wie Mühle und Reversi - wir stellen Ihnen die besten Spiele für das iPad vor.

North & South
 
Südstaaten gegen den Norden, Konföderierte gegen Union, Yankees… Sie wissen schon: US-Bürgerkrieg. Dabei ist North & South kein blutiges Gemetzel und kein Kriegsspiel. Es geht hier um nett inszenierte Strategie, ganz ähnlich wie "Risiko" und andere Brettspiele. Hier muss man Staaten besetzen und so schließlich den Bürgerkrieg für sich entscheiden. Das Original von North & South ist über 20 Jahre alt und dennoch vielen noch im Gedächtnis. Lustige Animationen und Illustrationen haben damals zur Beliebtheit beigetragen.
Die moderne App-Version des Spiels kann einiges vom Charme des Urahns retten. Die Umsetzung ist jedoch nicht eins zu eins. Dennoch sind Spielprinzip, die allgemeine Optik und die wesentlichen Spielelemente direkt übernommen.

 
Im Kern läuft es so ab: Anfangs besetzt jede Partei eine bestimmte Anzahl Staaten. Der Weg zum Sieg führt nur über Landgewinn. Nur mit möglichst vielen eroberten Staaten kann man die strategisch wichtigen Punkte besetzen, die für Truppennachschub wichtig sind. Dazu gibt es einige Spezialfelder, die unsere Armee beispielsweise mexikanischen Angriffen aussetzen. Bei der Eroberung von Staaten gibt es drei Varianten: unbesetzte und unbesiedelte Staaten fallen uns kampflos in die Hände. Ist dies jedoch ein Handelsort, muss man das Land erst mit einem Moorhuhn-artigen Minispiel erobern.


Richtig haarig wird es jedoch dann, wenn sich feindliche Truppen auf diesem Spielfeld, beziehungsweise Staat befinden. Dann geht es in die Schlacht. Hier dirigieren wir Kavallerie, Kanonen und Infanterie, um alle Gegner auszuschalten. Wer gut mit den Kanonen umgehen kann oder das richtige Timing für die Salven der Fußtruppen hat, verschafft sich so einen Vorteil und kann so selbst gegen eine Übermacht gewinnen.
North & South ist immer noch ein prima Strategiespiel mit viel Charme. Leider sind die Runden etwas kurz, dafür stimmt die iOS-Umsetzung. Für Spielnostalgiker und Fans einfacher Strategiespiele eine echte Empfehlung. Strategieprofis werden sich hier jedoch womöglich langweilen.

Amazing Alex HD
Ein neues Spiel von den Machern von Angry Birds! Halt, leider kommt Amazing Alex nicht an den Spielspaß des weltbekannten Klassikers heran. Nett ist es trotzdem. "Amazing Alex" ist jedoch keine Abwandlung der Schleudervögel, sondern stattdessen ein klassisches Spiel aus der Kategorie "Kettenreaktionsmaschinen". Hier müssen Sie beispielsweise einen Ball in einen Korb bekommen oder Luftballons platzen lassen. Dazu platziert der Spieler die verfügbaren Hilfsmittel im Level: Das können simple Regalbretter, aber auch mechanische Boxfäuste oder Flipperfedern sein.

Das ist alles nicht neu und das ist auch ein wenig das Problem bei Amazing Alex: Man nimmt ein bekanntes Prinzip, peppt es mit einem Protagonisten und netter Kinderoptik auf und es bleibt dennoch ein Kettenreaktionsspiel wie andere auch. Selbst wenn hier einige nette Ideen und mehrere Lösungsmöglichkeiten pro Level gefallen. Zudem: Wenn ein iOS-Spiel während des Tests einige Tage unangetastet auf dem iPad verbleibt, dann ist das kein gutes Zeichen. Wenn wir an einem Level scheitern, dann ist unsere Reaktion eher "Ok, dann halt nicht", statt "Jetzt erst recht.“ Von Angry Birds stammt hier eigentlich nur das Levelsystem mit je maximal drei Sternen. Diese erreicht man hier jedoch nicht mit Punkten, sondern muss sie tatsächlich mit einem Ball einsammeln. Amazing Alex ist keineswegs schlecht. Es macht durchaus Spaß, verschiedene Varianten zu probieren und schließlich eventuell eine Möglichkeit zu finden, die ganz anders gedacht war. Zudem kann man seine Lösung mit anderen teilen und selbst auf die Suche nach Lösungen anderer gehen. Daneben kann man selbst Level erstellen und neue Level herunterladen, alles prima. Insgesamt fehlt uns schlicht die Motivation, Amazing Alex so fanatisch zu zocken wie das bei wirklich großartigen iOS-Spielen der Fall ist. Rovio hat vieles richtig gemacht und doch begeistert es uns leider nur selten.

Crash Birds Islands
 
Nur per Katapultstart kann der unbeholfene Albatros Fred in dem Spiel Crash Bird Islands starten. In dem 3D-Spiel steuert man seinen Flugkünstler über Hindernisse, sammelt Münzen und Sterne. Abwechslungsreiche Flugmanöver darf man allerdings kaum erwarten, anfangs hat man schon genug Mühe, Fred auf Kurs zu halten. Dank Jetpack ist ein Beschleunigen und mittels Helm Schutz vor Abstürzen garantiert. Die Grafik kann nicht mit Top-Konsolentiteln mithalten, ist aber solide gemacht.

Die etwas schneller fliegenden Vögel Suzy und Jack kann man gegen eine Gebühr freischalten, ebenso höhere Level. Trotzdem vermissen wir auf Dauer etwas Abwechslung. Das Spielprinzip doch recht simpel. 45 Level werden geboten, mindestens ein iPad 2 oder iPhone 3GS sind vorausgesetzt. Wer sich fragt, was die Windkraftwerke am Ende jedes Levels bedeuten sollen: Der Vorläufer Crash Bird wurde noch von dem Windkraftwerk-Hersteller Deutsche Windtechnik gesponsert.
 

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