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E-Books lesen und erstellen

14.05.2009 | 10:01 Uhr |

Nicht nur Sony bringt mit neuen Lesegeräten Schwung in die E-Book-Szene, die Auswahl an Hardware-Playern wächst. Mit Adobe Digital Editions sowie einem neuen Exportbefehl in Indesign CS4 springt auch Adobe auf den E-Book-Zug auf

Das elektronische Buch gilt in der Medienlandschaft als Medium der Zukunft. Allen Boom-Meldungen zum Trotz macht der Umgang mit elektronischen Büchern und Texten momentan jedoch noch wenig Spaß . Lesegeräte, die haptischen Kriterien genügen, sind derzeit noch ebenso Zukunftsmusik wie ausgereifte, von Medienerstellungs-Profis akzeptierte Software für das Erstellen der Inhalte. Technisch gesehen gleicht der aktuelle Zustand eher einer Baustelle als einem komfortablen, eingespielten Workflow. Offen sind nicht zuletzt auch die Formatfragen - beispielsweise die, welches Format für E-Paper am besten geeignet ist und welches sich als Standard durchsetzen wird.

Sony bietet in Deutschland bislang nur das Lesegerät PRS 505, der Nachfolger PRS 700 ist über Ebay auch schon erhältlich.
Vergrößern Sony bietet in Deutschland bislang nur das Lesegerät PRS 505, der Nachfolger PRS 700 ist über Ebay auch schon erhältlich.
© Marlene Buschbeck-Idlachemi

Insbesondere mobile Computer sind als Lesegerät für E-Books prädestiniert. So überrascht es nicht, dass Adobe mittlerweile Anwendungen und Programmfunktionen entwickelt hat, die das elektronische Publizieren unterstützen. Die wichtigste ist derzeit die kostenlos downloadbare Lesesoftware Adobe Digital Editions . Das Programm erfüllt zwei Funktionen. Zum einen fungiert es als Lesegerätersatz - als Software-Reader für EPUB -Dokumente am Rechner, ähnlich wie der Adobe Reader für PDF-Dokumente. Letztere lassen sich mit Digital Editions ebenfalls verwalten und lesen. Interessant ist Adobes Leseapplikation allerdings auch für Layoutpraktiker: als Layoutkontrolle für Indesign-Dokumente, die ins Format .epub konvertiert wurden. Auch an das Publizieren hat Adobe gedacht: Seit Version CS4 enthält Indesign einen Exportbefehl, mit dem sich Indesign-Layouts ins Format .epub exportieren lassen. Wir gehen aber zunächst der Frage nach, wie praxistauglich Adobes neuer EPUB-Reader ist.

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