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Test Livescribe Echo Smartpen

29.07.2011 | 11:30 Uhr |

Auf einen Block geschriebene Notizen speichert der Echo Smartpen gleichzeitig mit einer Audio-Aufnahme und kann sie beispielsweise als PDF weitergeben.

Wer regelmäßig Besprechungen, Vorträge oder Konferenzen protokolieren muss, wird im Echo Smartpen einen sehr nützlichen Begleiter finden. Der Smartpen bietet zu einem eine herkömmliche Kugelschreiber-Mine und so lässt sich der Stift wie gewohnt für handschriftliche Aufzeichnungen verwenden.

Das alleine ist freilich keine Besonderheit: Zusätzlich besitzt der Stift einen Sensor, der das Geschriebene oder Gezeichnete als digitales Dokument speichert. Dazu braucht der Stift ein speziell kodiertes Papier, das es von Livescribe zu kaufen gibt oder das man sich auf Postscript-fähigen Laserdruckern selber ausdrucken kann. Am unteren Rand des Papiers sind zudem verschiedene Steuerelemente angebracht, hier ist die wichtigste Funktion die Aufnahmesteuerung. Der Stift hat nämlich zusätzlich ein eingebautes Mikrofon, das simultan zu den Notizen eine Audioaufnahme ermöglicht.

Außer dem eingebauten Mikrofon bietet der Stift einen Miniklinken-Anschluss für ein externes Mikrofon. Wir testen das Spitzenmodell Pro Pack 8 GB, bei dem Livescribe Ohrhörer beigelegt hat, bei denen an den Lautsprechern zusätzlich Mikrofone angebracht sind. Diese Ohrhörer kann man auch für 30 Euro extra kaufen. Für ebenfalls 30 Euro extra bekommt man die Livescribe Portfolio Mappe, die dem Pro Pack beiliegt.

PDF mit Audio-Aufzeichnung

Hat man sein Protokoll nebst Audioaufnahme geschrieben, kann man es auf die Mac-Anwendung Livescribe Desktop importieren. Der Clou ist, dass sich diese Aufzeichnung seit kurzem als PDF mit Audio-Aufnahme speichern lässt, Livescribe nennt dies Pencast-PDF. Mit dem aktuellen Acrobat Reader lässt sich nun die Audioaufnahme starten und simultan wird die Stelle an dem Geschriebenen beziehungsweise gezeichneten angezeigt, das man zum Zeitpunkt der Aufnahme getätigt hat. Klickt man auf eine beliebige Stelle auf dem Text, springt die Audio-Aufzeichnung zu dem Zeitpunkt, an dem man den Text geschrieben hat.

Über Livescribe Desktop lässt sich die Aufzeichnung ohne Umweg an verschiedene Ziele senden. So lässt sich die Aufzeichnung beispielsweise als Pencast-PDF auf dem Mac speichern, per E-Mail versenden oder zu Evernote, Facebook , Google Docs sowie zum 500 MB großen und kostenlosen Online-Speicher von Livescribe schicken. Das alles klappt im Test gut, nur die E-Mail-Funktion unterstützt nicht Apples Adressbuch . Hier muss man ein eigenes Adressbuch anlegen.

Variationen

Vier Versionen des Echo Smartpen gibt es, angefangen vom 100 Euro teuren Echo 2 GB bis hin zu dem von uns getesteten Echo 8GB Pro Pack, das 250 Euro kostet. Pro Gigabyte soll laut Livescribe bis zu 100 Stunden Sprachaufzeichnung möglich sein.

Bis auf die Einstiegsversion können alle Modelle Aufzeichnungen direkt per E-Mail weitergeben oder auf Google Docs laden. Für 15 Euro extra kann man diese Funktionen beim 2-GB-Modell nachrüsten.

Apps

Livescribe bietet einen eigenen App-Store, der derzeit mit 72 Anwendungen gefüllt ist. Interessant sind hier beispielsweise die Übersetzungsprogramme, von denen eines als Demo auf dem Stift vorinstalliert ist: Schreibt man ein Wort, bei der Demo auf Englisch, liest der Übersetzer bei Doppelklick auf dieses Wort es in der gewählten Sprache vor, beispielsweise auf Spanisch.

Einige Apps sind kostenlos erhältlich, darunter eine Offline-Version vom deutschen Wikipedia. Die meisten Apps kosten deutlich unter zehn US-Dollar. Einige dieser Anwendungen lassen sich indes mit vergleichbaren Apps für das iPhone beziehungsweise iPad komfortabler bedienen.

Erste Schritte

Für die ersten Schritte und die Grundkonfiguration hilft zwar eine interaktive Einführung sehr komfortabel weiter. So klickt man hier einfach mit dem Stift auf im Heft beschriebene Stellen zum konfigurieren und für die ersten Schritte. Doch geht es ans Eingemachte, also Verständnisfragen zu dem Mac-Programm Livescribe Desktop oder dem Synchronisieren mit den Apps, muss man sich durch englischsprachige Hilfeseite suchen.

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