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Test Olympus Tough TG-810

01.08.2011 | 16:49 Uhr |

Die Tough-Kameras von Olympus sind robuste Naturen: Sie sind Wasserdicht bis 10 Meter und überstehen Stürze aus zwei Metern Höhe.

Die Kamera verwendet ein 5-faches innenliegendes Zoom-Objektiv mit einer Brennweite von 28 bis 140 Millimeter im Vergleich zum Kleinbild-Format. Schaltet man die Kamera aus, schiebt sich automatisch eine Metallplatte vor die Linse. Da das Objektiv sehr am Rand der Kamera angebracht ist, muss man beim Fotografieren aufpassen, das Motiv nicht mit der linken Hand zu versperren. Der Verschluss der Kamera bietet eine drehbare Arretierung, der einen Schieber sperrt. Hier muss man gut aufpassen, die Dreh-Arretierung zu schließen, da der Schieber recht leichtgängig ist und die Klappe so unbeabsichtigt aufspringen kann. Das mag weder der Akku noch die Speicherkarte und die Anschlüsse, die sich hinter der Klappe verbergen.

Für eine Outdoor-Kamera ideal geeignet ist das Display, das auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar ist. Hier versagen die meisten Kameradisplays. Weniger überzeugen kann der eingebaute GPS-Sender, der trotz Empfang den Standort unserer Testfotos um ein paar hundert Meter verkehrt anzeigt.

Die Bedienung erfolgt über ein recht klein geratenen Art Mini-Joystick (von Olympus "Tap Control" genannt). Wichtige Funktionen lassen sich mit kräftigen Tippen der Gehäuseränder aufrufen. Neben Fotos kann die Kamera auch HD-Videos bis 720p aufnehmen, allerdings ist die Videoqualität schlecht.

Bildqualität

Ein gemischtes Ergebnis liefert die Bildqualität der Olymps TG-810, die insgesamt ein befriedigendes Ergebnis liefert. Die größte Schwäche der Kamera ist ihre schlechte Eingangsdynamkik. Bis ISO 200 beträgt die Eingangsdynamik nur 8,2 Blendenstufen, vergleichbare Kameras bieten im Durchschnitt knapp unter neun Blendenstufen. Die Eingangsdynamik beschreibt, wie gut die Kamera zwischen den hellsten und dunkelsten Bildanteil unterscheiden kann. Gerade bei Außenaufnahmen bei Sonnenschein sind hier die Helligkeitsunterschiede enorm und somit die höchste Anforderung an und hier fällt diese Schwäche auf. Schattenbereiche saufen ab und helle Bereiche brennen aus. Auch die Ausgangsdynamik ist recht gering, sie gibt an, wie fein die Kamera Farbschattierungen wiedergeben kann. Die Messungen ergeben, dass die Kamera vor allem dunkle Bereiche nicht detailreich wiedergeben kann, unsere Praxisaufnahmen bestätigen dies. Die Stärken der Kamera sind dagegen ein niedriges Bildrauschen, selbst bei hohen Empfindlichkeitsstufen ist es auf niedrigem Niveau.

Das Objektiv bietet eine geringe Verzeichnung, dafür aber in mittlerer Brennweite einen kritischen Wert für die Randabdunklung, die 0,7 Blendenstufen beträgt. Die Auflösungsausbeute des Objektivs ist mit 58,7 Prozent über alle Brennweiten gesehen nicht gerade hoch, im Detail zeigt sie in kurzer Brennweite mit 64,5 Prozent die beste Auflösung.

Empfehlung

Für den harten Outdoor-Einsatz ist die Olympus Tough TG-810 gut gerüstet, denn sie ist robust und bietet wie nur wenige Kameras ein bei Sonnenschein gut ablesbares Display. Die Bildqualität könnte indes besser sein, zudem kann die Videoqualität nicht überzeugen.

Olympus Tough TG-810
Vergrößern Olympus Tough TG-810
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