1234887

Test Djay 4

02.12.2011 | 16:09 Uhr |

Diskjockes erhalten mit Djay einen günstigen und stabilen Mixer. Wir testen die neuen Funktionen von Djay.

Djay 4 schneidet bei allen Tests gut bis gut ab, vor allem bei der Bedienung und der Benutzeroberfläche. Die Benutzerelemente sind optimal angelegt und alle Funktionen schnell und einfach zugänglich. Der Plattenjongleur arbeitet zuverlässig und stabil. Die Wiedergabe ist im Test immer sauber und die Anwendung der Effekte erfolgt unter allen Bedingungen genau. Einzig die Anzeige der Plattencovers setzte einmal im Test unter der Verwendung der Automix-Funktion aus.

Version 4 von Djay lässt sich via Mac App Store herunterladen und installieren. Nach der Installation belegt Djay 23 MB auf der Festplatte im Programme Ordner. Aufgestartet präsentiert Djay zwei Plattenteller im oberen Bereich des Programmfensters und die Ansicht der iTunes Bibliothek direkt darunter.

Die Bedienung ist denkbar einfach, Sie ziehen von der iTunes Bibliothek den gewünschten Song auf einen der Plattenteller und schon kann es los gehen. Djay fängt automatisch mit der Wiedergabe an. Den nächsten Song können Sie jetzt auf den zweiten Plattenteller legen und für das Abspielen vorbereiten. Somit ist das DJ-Pult bereit, aber Djay kann natürlich noch mehr.

Mit dem Trackpad , oder einem externen Steuergerät, können Sie jetzt auf der laufenden Platte scratchen wie auf einem echten DJ-Turntable. Das Trackpad ermöglicht aber noch weitere Aktionen, wie der Wechseln zwischen den Turntables (Crossfade), Pitch-bend oder Suchen Vorwärts/Rückwärts. Auch die Nadel jedes Plattentellers kann, wie bei einem richtigen Plattenspieler, aufgenommen und an eine beliebige Position gesetzt werden. Zum genauen Setzen der Position in einem Stück hilft auch die Waveform-Anzeige über jedem Plattenteller. Dort erhalten Sie nicht nur eine optische Übersicht mit der aktuellen Abspielposition, sie können auch dort mit der Maus an eine bestimmte Stelle springen oder über die Waveforms scratchen.

Ebenfalls praktisch ist die Automix-Funktion unter der iTunes Bibliothek. Wählen Sie einfach eine Wiedergabeliste aus und klicken Sie Automix um sich automatisch einen Mix zusammenstellen zu lassen. Djay übernimmt dann die Übergänge und synchronisiert die Abspielgeschwindigkeit wo notwendig, dazu können Sie wählen welche Übergänge verwendet werden sollen und wie lange diese dauern sollen. Mit dieser Funktion können Sie einfach abendfüllende Sets zusammen stellen.

Neue Benutzeroberfläche mit Waveforms

Verglichen mit der Vorgänger-Version von Djay fallen einem beim ersten Starten die Änderungen im Layout auf. Die Turntables sind jetzt in der oberen Hälfte des Hauptfensters und die iTunes Bibliothek findet sich darunter, beim Vorgänger war die iTunes Bibliothek auf der rechten Seite angebracht. Dies gibt jetzt etwas mehr Raum für weitere Elemente auf dem Bedienfeld.

Direkt über den zwei Turntables ist neu die Waveform Anzeige des Songs sichtbar. Ein roter Marker kennzeichnet die aktuelle Abspielposition und es kann an eine beliebige Stelle im Stück gesprungen werden. Die Waveform Anzeige kann permanent eingezoomt werden mit dem Wellenförmigen Ikon neben der Aufnahme-Taste, dies ist vor allem hilfreich wenn man an eine Stelle springen oder in der Waveform scratchen will. Ansonsten zoomt die Waveform automatisch ein oder auch wieder aus wenn eine Schleife gesetzt wird.

Neu sind die drei EQs für High, Mid und Low in der Mitte angeordnet und es sind nicht mehr Regler sondern runde Drehknöpfe, was die Mausbedienung etwas erschwert. Von der Anordnung aber sicher besser da übersichtlicher, zuvor waren die EQs und die Lautstärke-Anzeige unter den Turntables, was es etwas umständlicher machte alles im Blickfeld zu behalten.

Auch der Crossfader ist jetzt direkt zwischen den Plattentellern angebracht, was stimmiger erscheint als darunter wie beim Vorgänger. Allgemein macht das Layout ein geschliffenen Eindruck, es erscheint fein ausgearbeitet mit Liebe zum Detail, was man nicht nur an den neu gestalteten Tonabnehmern sieht. Der überflüssige graue Fensterrand, welcher der Vorgänger noch hatte wurde eingespart und wie die meisten Lion Programme kann auch Djay in den Vollbildmodus gezoomt werden.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1234887