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ES-Backup 3.3.1

03.02.2005 | 16:12 Uhr |

Professionelles Tool zur Datensicherung im Netzwerk mit komplexen Einstellmöglichkeiten

Merklich aus der Unix-Welt stammend präsentiert sich ES-Backup als Plattform übergreifende Backup-Lösung für unterschiedliche Unix-Derivate wie Solaris, Linux oder Mac-OS X. So installiert sich das ursprünglich für Bandlaufwerke entwickelte Tool auf der Root-Ebene als ES-Backup-Server, der Zugriff auf die Software erfolgt über das Administrations-Programm ES-Backup Admin. Um die Datensicherung im Netzwerk zu nutzen, ist zusätzlich die Installation eines ES-Backup Clients auf den anderen Rechnern erforderlich. Nach dem Start kann man über eine Icon-Werkzeugleiste, die entfernt an Next-Step erinnert, die wichtigsten Funktionen verwenden. Gewöhnungsbedürftig für Macianer ist die Bedienung. Möchte man etwa eine startfähige Partition auf ein externes Laufwerk sichern, dann geht dies mit dem Schalter „Synchronisation“, womit für gewöhnlich der Abgleich zwischen zwei Ordnern oder Laufwerken gemeint ist. Ungewöhnlich auch, dass das zu sichernde Mac-OS-X-Laufwerk statt mit dem Namen nur mit einem „:“ als Pfadverweis gekennzeichnet ist. Außerdem müssen Skripte dafür sorgen, dass man anschließend etwa von der Firewire-Disk booten kann. In deren Info-Fenster soll dafür zudem die Option „Eigentümer auf diesem Volumen ignorieren“ nicht markiert sein, der Einstellungsvorgang ist also recht komplex. Dafür bietet die Software feine Möglichkeiten, eine Datensicherung nach eigenen Bedürfnissen einzurichten, etwa in der Unterscheidung zwischen differenziellem und inkrementellem Backup. Das Sichern einer kompletten Partition verläuft in unserem Test äußerst rasch und ist bootfähig. Darüber hinaus lässt sich ein Laufwerk als einfache Datei sichern, die aber nur mit ES-Backup wieder nutzbar ist.

Fazit

Für ES-Backup braucht man viel Zeit zum Einarbeiten. Dafür wird man mit sehr guten Optionen zur Datensicherung auch in Unix-Netzwerken und einer hohen Geschwindigkeit belohnt. tha

Note: 1,8 gut.

Vorzüge: hohe Geschwindigkeit, zahlreiche differenzierte Einstellmöglichkeiten, Unterstützung für Unix-Netzwerke sowie Bandlaufwerke und Bandwechsler, Tutorial in Quicktime-Format, ausführliches gedrucktes deutsches Handbuch, Demo verfügbar

Nachteile: für Mac-User ungewohnte grafische Oberfläche, teils knifflige Bedienung, hoher Preis

Alternativen: Retrospect Backup 6, Tri-Backup 4.0.2, Data Backup X 2

Preis: € (D) 348, € (A) 360, CHF 477, Netzversion € (D) 870, € (A) 900, CHF 1192

Technische Angaben

Systemanforderungen: ab Power Mac G3, Powerbook oder iBook, mindestens 400 MHz Prozessortakt empfohlen, ab Mac-OS 10.2, Plug-in-Version benötigt kompatible VST Hostanwendung, mindestens 128 MB RAM, 20 MB freier Festplattenspeicher, Stand-alone-Anwendung benötigt Quicktime ab Version 6

Info: UG Soft

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