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Soccer Manager: Fußballtrainer mit dem iPhone

20.04.2009 | 16:27 Uhr |

In Deutschland gibt 82 Millionen Fußballtrainer - so ein gängiges Klischee. Mit Soccer Manager kann man diese Fachkompetenz jetzt auf dem iPhone einsetzen.

Soccer Manager
Vergrößern Soccer Manager

Mit Soccer Manager steht das altgediente Spielprinzip der Fußballsimulationen wieder auf. Hier geht es nicht um schweißtreibende Action auf dem Platz, sondern um das drumherum. Aufstellung, Training und Transfers - das sind die Zutaten für Soccer Manager. Hier wird der Spieler zum Mannschaftschef und muss sein Team in der Liga weit nach vorne bringen. Die Namen der Vereine und Spieler orientieren sich an den realen Vorbildern. Durch leichte Verfremdung der Namen umgeht man hier die Lizenzzahlungen.

Bekanntes Prinzip

Das Spielprinzip ist überschaubar, dennoch bietet Soccer Manager viele Möglichkeiten. Welche Spielformation, wer ist in der Startelf, offensiv oder defensive Ausrichtung? Als Teamchef legt man auch die Schwerpunkte des Mannschaftstrainings fest. Besonders wichtig ist hier die Personalpolitik. Nur mit einem festen Stamm an guten Spielern kann man erfolgreich werden.

Soccer Manager

Fußballmanager mit Frustpotenzial

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Preis: € 4

Note: 2,4 gut (alte Note: 2,7)

Vorzüge: Umfangreich

Nachteile: Nur Englisch, Frustgefahr, keine Anleitung

Alternativen: Keine bekannt

Im Verlauf der Saison wird dies immer wieder eine Herausforderung. Wenn sich ein Schlüsselspieler verletzt oder für mehrere Wochen gesperrt wird, kann dies für Probleme sorgen. Gute Spieler kosten hingegen viel Ablöse und Gehalt. Als Bankwärmer sind Stars viel zu teuer, zu viele davon kann sich ein Verein nicht leisten. So muss man Größe und Qualität des Kaders gut austarieren.

Im Alltag erhält man als Trainer regelmäßig Neuigkeiten per Mail. Darunter Informationen des Scouts und Vorstandes, sowie Transferangebote oder ähnliche Dinge des Vereinsalltags.

Die Teams erinnern an die Originale, die Namen sind lediglich lautmalerische Abwandlungen
Vergrößern Die Teams erinnern an die Originale, die Namen sind lediglich lautmalerische Abwandlungen

Die Spiele selbst laufen sehr karg ab. Eine echte simulierte Partie gibt es nicht. Stattdessen kann man sich Statistiken ansehen. Textkommentare dokumentieren wichtige Spielereignisse wie Freistöße oder Ecken. Der Trainer hat jederzeit die Möglichkeit das Spiel zu pausieren und Mannschaft oder Taktik umzustellen.

Wenig clever

Leider wirkt die Intelligenz der Simulation recht hölzern. Offenbar sind die Auswirkungen der Stärken und Schwächen sehr einfach gestrickt. Je besser die Mittelfeldspieler, desto öfter scheint es zu Torschüssen zu kommen. Je besser die Stürmer, desto öfter werden aus Chancen Tore. So hat man von der Bank aus nur wenig Einfluss auf das Spielgeschehen.

Zudem ist die Zahl der Verletzungen und Sperren in unserer ersten Test-Saison weit über dem normalen Maß. In beinahe jedem Spiel verlieren wir im Test einen, zwei oder sogar drei Spieler und so muss bald die Ersatzmannschaft auf den Platz. Schade, dass es keine Möglichkeit gibt, die Daten zu editieren, um seine Lieblingsmannschaft mit echten Namen zu spielen.

Soccer Manager ist ein netter Zeitvertreib und bietet einen ordentlichen Umfang. Durch viele Verletzungen, Foulsperren und anfangs ausbleibenden Erfolg gibt es jedoch auch eine Menge Frustpotenzial. Wünschenswert, dass ein Update einen Editor für die Namen bringen würde. Zudem sollte sich an den Ausfällen etwas ändern. Wenn nach wenigen Spieltagen die halbe Mannschaft fehlt, trägt das nicht zur Langzeitmotivation bei.

Update : Mit Version 1.0.1 (27.04.09) Erhält das Spiel einen Editor für Spieler- und Vereinsnamen. Zudem kann man jetzt mehrere E-Mails auf einmal löschen. Zudem soll das Verhalten bei Transfers verbessern sein.

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