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Elster-Software für den Mac

21.05.2015 | 13:10 Uhr |

Stichtag 31. Mai. Es ist höchste Zeit für die Abgabe der Steuererklärung. Dank ELSTER geht das auch ohne Papier.

Die Finanzverwaltung vertrat bisher die Auffassung, dass die Einkommensteuererklärung vom Steuerpflichtigen eigenhändig unterschrieben und abgegeben werden muss. Doch nun hat der Bundesfinanzhof in einem Urteil entschieden, dass eine Einkommensteuererklärung auch per Telefax wirksam beim Finanzamt eingereicht werden kann. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn Abgabefristen eingehalten werden müssen. Was sich im Zeitalter des Internets wie ein Märchen aus Tausendundeine Nacht anhört, hat dem betroffenen Steuerpflichtigen wahrscheinlich viel Geld in Form von Säumniszuschlägen erspart. Allerdings sollte man sein Glück nicht wirklich von der Anerkennung eines Telefaxes oder von einem höchstrichterlichen Urteil abhängig machen, denn die Finanzbehörden stellen mit Elster ein hauseigenes Bormittel für die elektronische und fristgerechte Übermittlung der Steuerdaten bereit.

Steuererklärung am Mac

Neben der Elster-Anwendung  testen wir acht weitere Lösungen, davon sechs Internetanwendungen, zwei Software-Anwendungen.

Internetanwendungen im Test :

– Lohnsteuer kompakt

– Smartsteuer

– Steuerfuchs

– Steuer Go

– Taxango

– WISO Internet Sparbuch

Mac-Anwendungen im Test:

– Steuer Spar Erklärung plus 2015

– WISO steuer:Mac 2015

So testet Macwelt:

Um die Rechengenauigkeit und die Benutzerführung der einzelnen Testkandidaten zu prüfen, haben wir die Steuerschuld für einen alleinstehenden Steuerpflichtigen mit nachstehenden Rahmendaten berechnet. Hierbei haben wir besonderes Augenmerk darauf gelegt, wie gut die Handhabung der einzelnen Anwendungen ist, den Steuerpflichtigen bei der Eingabe der Steuerdaten schnell zum richtigen Ergebnis zu führen.

Steuererklärung per Elster

Dazu kann man „Elster Formular“, das kostenlose Steuerprogramm der deutschen Finanzverwaltung, oder aber jedes andere Software-Produkt verwenden, in das die Elster-Schnittstelle integriert ist. Nach wie vor beharrt die Finanzverwaltung aber darauf, das Elster-Formular ausschließlich als Windows-Programm anzubieten. Mac-oder auch Linux-Anwender schauen in die Röhre oder müssen den Umweg über ein Emulationsprogramm gehen. So verwundert es nicht allzu sehr, dass findige Entwickler diese Marktlücke nun mit kostenpflichtigen Alternativen schließen. Alternativ kann man auf das Dienstleistungsportal Elster Online zur Abgabe verschiedener Steuererklärungen und Meldungen ausweichen. Diese kann man im Elster-Online-Portal mit jedem Internetbrowser unter beliebigen Betriebssystemen online erfassen und abgeben. Der Vorteil einer elektronischen Steuererklärung ist, dass das Einreichen von Belegen, soweit nicht auf Grund gesetzlicher Vorschriften vorgeschrieben, nur auf Anforderung durch das Finanzamt erforderlich ist. Weiterer Vorteil: Elektronisch eingereichte Steuererklärungen werden in der Regel von den Finanzbehörden auch schneller bearbeitet.

Produkt

Steuererklärung

Hersteller

Fedeco

Preis

€ 20, CHF 21

Abonnement

Per In-App-Kauf € 10, CHF 11

Vorzüge

Direkte Eingabe in die amtlichen Steuerformulare, ergänzende Ausfüllhilfen, Datenübernahme aus Vorjahr, Autorisierung mit Software-Zertifikat möglich

Nachteile

Relativ teuer, geringer Eingabekomfort, keine Steuertipps, keine Berechnung der Steuerschuld

Technische Angaben

Elster-Übermittlung

ja, auch mit Elster-Signatur

Steuerbescheid abholen

nein

Vorausgefüllte Steuererklärung

nein

Systemanforderungen

ab Mac-OS X 10.8

Ergebnis Musterfall

Steuerberechnung wird nicht unterstützt

Gesamtnote

2,4 - gut

Steuerbescheid kontrollieren

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Dieses alte Sprichwort sollte man tunlichst beherzigen, wenn man nach einiger Zeit den Steuerbescheid vom Finanzamt erhält. Denn das Finanzamt macht mehr Fehler, als es uns glauben machen will. Diese Fehler geschehen nicht böswillig, sondern sind vielmehr der angespannten Arbeitssituation der Finanzbeamten geschuldet.

Die vorausgefüllte Steuererklärung

Die vorausgefüllte Steuererklärung ist ein kostenloses Service-Angebot der Finanzämter, das die Erstellung der Einkommensteuererklärung erleichtern soll. Hierbei kann man bestimmte gespeicherte Daten beim Finanzamt elektronisch abrufen und die eigene Steuererklärung übernehmen

Zu den Daten, die das Finanzamt bereitstellt, gehören derzeit einige Grunddaten zur eigenen Person, die vom Arbeitgeber übermittelten Lohnsteuerbescheinigungen, Mitteilungen über den Bezug von Rentenleistungen, Beiträge zu Kranken-und Pflegeversicherungen sowie die Vorsorgeaufwendungen für Riester-oder Rürup-Verträge. Den bereitgestellten Daten sollte man allerdings nicht blind vertrauen, sondern diese vor der tatsächlichen Verwendung zwingend überprüfen und gegebenenfalls selbstständig korrigieren. Eine Korrektur durch das Finanzamt ist nicht möglich.

drei anbieter Nur der Online-Dienst WISO Internet Sparbuch sowie die beiden Mac-Anwendungen WISO steuer:Mac 2015 und Steuer-Spar-Erklärung plus 2015 unterstützen diesen Service des Finanzamts.

Die Finanzbehörden ermöglichen einen elektronischen Bescheiddatenabruf via Elster, wenn man bereits vor der Datenübermittlung seiner Steuererklärung das Einverständnis erteilt hat, dass die Steuerbescheiddaten elektronisch bereitgestellt werden dürfen. Dann kann man seine Steuerdaten abrufen, sobald der papierhafte Steuerbescheid zugegangen ist. Hat man sogar seine E-Mail-Adresse angegeben, erhält man bereits vorab eine Benachrichtigung zum Abruf der Bescheiddaten.Wichtigste Kontrollen: Ist die Steuerrückerstattung durch das Finanzamt geringer ausgefallen als erwartet? Hat das Finanzamt Posten beanstandet und geschah das gegebenenfalls sogar zu Recht? Diese und darüber hinausgehende Fragestellungen können die Bescheidprüfer der verschiedenen Anwendungen beantworten. Ein Bescheidprüfer vergleicht den Steuerbescheid mit der eingereichten Steuererklärung und weist auf Differenzen hin. Im Idealfall kann er kompetente Erklärungen und mögliche Gründe liefern. Passend dazu schlägt der Bescheidprüfer gleich ein Einspruchsschreiben anhand der Angaben im individuellen Steuerfall vor. Nicht immer muss es jedoch gleich ein formeller Widerspruch sein. Manchmal genügt ein Anruf, wenn es um einen simplen Zahlendreher geht oder im Steuerbescheid offensichtlich etwas übersehen wurde.

Bruttogehalt

€ 85 000,00

Einkommensteuer

€ 23 570,00

Solidaritätszuschlag

€ 1296,35

Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen Rentenversicherung

€ 6747,30

Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung

€ 6747,30

Steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung

€ 4045,92

Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung

€ 7533,00

Arbeitnehmerbeiträge zur sozialen Pflegeversicherung

€ 1117,80

Arbeitnehmerbeiträge zur Arbeitslosenversicherung

€ 1071,00

Werbungskosten

Arbeitsmittel

€ 135,00

Arbeitsweg

30 km an 220 Tagen

Verpflegungsmehraufwand

€ 360,00

Kontoführungspauschale

€ 16,00

Einkünfte aus selbstständiger Arbeit

Gemäß Einnahmen-/Überschussrechnung

€ 700,00

Einkünfte aus Kapitalvermögen

Kapitalerträge

€ 2500,00

In Anspruch genommener Sparerpauschbetrag

€ 0,00

Kapitalertragsteuer

€ 625,00

Solidaritätszuschlag

€ 34,37

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