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Epson Perfection V200 Photo und Mikrotek Scanmaker s450

26.09.2007 | 12:13 Uhr |

Galt es früher als teure Zusatzoption, so sind nun Durchlichteinheiten bereits in Einsteiger-Flachbettscannern für daheim integriert. Die aktuelle A4-Klasse bis 150 Euro reklamiert für sich zudem 4800 ppi Abtastauflösung, auch das ein Scannermerkmal, mit dem sich bislang teurere Modelle noch abgrenzen konnten..

Nicht fehlen dürfen auch Funktionstasten am Gerät, die auf Knopfdruck für direkte Ausgabe etwa in die Mail-Software, zur Texterkennung oder als Kopierfunktion auf den Drucker sorgen sollen. Dieser Ausstattungsreigen ist kein Wunder, denn reine Scanner müssen sich zunehmend gegen die wachsende Konkurrenz von Multifunktionsdruckern durchsetzen.

Duell der Scannerspezialisten

Macwelt testet zwei ganz neue Vertreter dieser Klasse, den Epson Perfection V200 Photo und den Microtek Scanmaker s450. Neben Aufsicht bis A4 eigenen sie sich für das Scannen von bis zu vier ge-rahmten Dias oder Filmstreifen mit sechs Dias am Stück. Am Microtek-Scanner können diese in einer kleinen Leuchtfläche im Scannerdeckel betrachtet werden, so dient er gleichzeitig als Art Leuchttisch.

Der Film- und Diarahmenhalter des Perfection V200 Photo ist dafür der bessere, zudem hat der Epson-Scanner zwei Einrastpunkte für ein exakteres Positionieren. Die Durchsichtsvorlagen werden bei beiden Scannern mittig auf der Scanachse ausgerichtet – dort ist üblicherweise die höchste optische Auflösung zu erwarten.

Während der Epson-Scanner drei Funktionstasten (Mail, Drucker, PDF) plus funktionsbelegbarer Starttaste aufweist, kommt der Scanmaker s450 mit sieben Tasten – von denen allerdings zwei nur Dialogfenster beziehungsweise Programme aktivieren. Die E-Mail-Taste des Scanmaker s450 versteht sich zudem nicht mit Apples Mail-Programm.

Scannen mit Schwächen

Epson Perfection V200 Photo: Günstiger und schneller als sein Konkurrent.
Vergrößern Epson Perfection V200 Photo: Günstiger und schneller als sein Konkurrent.

Beide Scanprogramme, Epson Scan 3.1 und Microtek Scan Wizard 7.565, haben einen mehr als ausreichenden Funktionsumfang sowie einfache und fortgeschrittene Bedienermodi. Die Scanprogramme bieten für das Scannen älterer Vorlagen eine Farbauffrischung an, eine Staub- und Kratzerentfernung, und haben die Option einer automatischen Scanrahmenpositionierung. Bei Aufsicht funktioniert dies auch sehr zuverlässig, Vorschauscans von Dias werden von beiden Programmen zum Teil zu stark oder falsch beschnitten. Ein Manko von Scan Wizard: Das Programm ist immer noch nicht nativ auf Intel-Macs angepasst.

Der im Microtek-Scanner verbaute, etwas wacklige USB-Device-Controller von Prolific Technologies will sich sporadisch via USB-Hub nicht mit der Scansoftware auf unserem Test-iMac (Intel Core 2 Duo) verständigen, während wir beim Perfection V200 Photo keine Verständigungsprobleme haben. Auch in den Scanzeiten kann sich der Epson-Scanner deutlich vom Scanmaker s450 abheben: ein Stapelscan von vier Kleinbilddias bei 1200 ppi ist in 198 Sekunden im Kasten, während der Microtek-Abtaster damit behäbige 459 Sekunden beschäftigt ist.

Microtek Scanmaker s450: Viele Ausstattungsmerkmale wie eine Art Leuchttisch bietet der Scanner.
Vergrößern Microtek Scanmaker s450: Viele Ausstattungsmerkmale wie eine Art Leuchttisch bietet der Scanner.

Wenigstens kann der Scanmaker s450 nach unseren Messungen mit einer knapp besseren optischen Auflösung punkten. Diese ist zwar nach Ausrichtung inhomogener, liegt aber im Durchschnitt mit 1060 ppi höher als die erzielten 1040 ppi des Perfection V200 Photo. Kleinbild-dias lassen sich so ohne Qualitätsverlust auf etwa das Vierfache vergrößern. Im Aufsichtsbereich sind sich beide Scanner ebenbürtig, bei Diascans hat der Perfection V200 Photo mit einer besseren Maximaldichte die Nase vorne und schafft es, vernünftige Ergebnisse von Farbdianegativen zu erzielen.

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