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Epson V700

21.06.2006 | 14:27 Uhr |

Wer Papierabzüge und Dias in guter Qualität scannen will, musste bislang auf zwei verschiedene Scanner zurückgreifen. Der Epson V700 kann beides.

Als Allzweckscanner mit Stärken bei der Digitalisierung von Durchsichtvorlagen präsentiert sich das neue High-End-Modell von Epson. Zielgruppe sind Fotografen, Grafiker und betuchte Amateure, die auch im Digitalkamera-Zeitalter auf Film fotografieren oder ihr Archiv digitalisieren wollen. Für diese Anwender hat sich Epson bei der Konstruktion des Scanners an das Konzept zweier Optiken gehalten, die für unterschiedliche maximale Abtast-raten sorgen. Der CCD-Sensor besteht aus zwei trilinearen Scanzeilen, die zueinander um ein halbes Element versetzt sind und die maximale Abtastrate nur in Kombination zueinander erreichen. Für Aufsichtvorlagen und einen erweiterten Durchlichtbereich sind maximal 4800 ppi möglich, Dias in Filmhaltern scannt der Perfection V700 Photo mit einer zweiten Optik und der Höchstrate von 6400 ppi. Dabei steht ein weniger breiter Scanbereich zur Verfügung, die Durchsicht-Scanfläche erlaubt es dennoch, viele Vorlagen gleichzeitig zu platzieren, so etwa 12 ge-rahmte Dias oder vier Filmstreifen à sechs Bilder. Auch Mittelformate sowie 4 mal 5 Zoll Großformate lassen sich mittels spezieller Filmhalter platzieren.

Der Hochauflösungsbereich ist nur mit den Filmhaltern sinnvoll nutzbar, da die zweite Optik einen Abstand der Film-ebene zum Vorlagenglas von 3 mm benötigt, damit die Filmebene im Fokus ist. Der Fokusbereich ist sehr schmal, schon bei einem halben Millimeter Abweichung sind Diascans unscharf. Das Konzept hat aber einen deutlichen Vorteil: Da die Dias nicht mit dem Vorlagenglas in Berührung kommen, droht keine Gefahr von Newtonringen. Der Nachteil: Für Vorlagen, die sich nicht in den Filmhaltern platzieren lassen, kann man den Hochabtastungsmodus gar nicht nutzen. Die Filmhalter decken jedoch die Masse der Filmformate ab und sind gut zu handhaben. So fällt uns positiv auf, dass sich Hoch- und Querformatdias zusammen so platzieren lassen, dass eine Software-Rotation überflüssig wird.

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