894186

Erster Blick: Mac-OS X-Beta von Ragtime

31.10.2002 | 12:06 Uhr |

Die erste unter Mac-OS X lauffähige Version des Publishing-Klassikers von Ragtime steht als Public Beta bereit.

München/Macwelt - Noch vor etwa zehn Jahren war die Software Ragtime für viele Anwender ein Grund, sich einen Mac zu kaufen. Das integrierte Programm bot mit seiner Tabellen-, Textverarbeitungs- und Grafikfunktionalität mehr als alle anderen Programme. Durch die Dominanz von Microsoft Office ist die Software aus Hilden in den letzten Jahren aber etwas ins Abseits geraten. Zuletzt hatte Ragtime mit großem Erfolg eine kostenlose Privat-Version seines Büropgramms bereitgestellt. Seit heute ist nun eine bis Ende des Jahres lauffähige Betaversion für Mac-OS X verfügbar. In drei Monaten soll dann die finale Version heraus kommen. Auf den ersten Blick bietet Ragtime 5.6 Xb1 wenig Neues. Die Oberfläche hat sich, abgesehen vom Aqua-Look, nicht geändert. Wie bereits bei der Privat-Version startet nach der Erstinstallation ein Einführungslehrgang, der in die wichtigsten Funktionen des Programms einführt. So bietet das Programm neben einer Tabellenkalkulation, einem funktionsreichen Zeichenmodul eine ausgefeilte Textverarbeitung. In der vorliegenden Betaversion ist auch eine Silbentrennung und eine Rechtschreibprüfung dabei, die in der Privat-Version fehlt. . Das multilinguale Programm ist auch auf die Sprachen Englisch, Französisch, Schweizerdeutsch und Niederländisch einstellbar.
Eine nützliche Neuerung ist die Hilfefunktion, die durch Drücken der Befehlstaste aktiviert wird und auf gelben Notizzetteln die Funktionen einzelner Menüpunkte erklärt. Besonders für Ragtime-Anfänger ist dies zu empfehlen, da einige der Programmfunktionen sich nicht selbst erklären. Um eine Fußnote zu erzeugen, drückt man etwa auf einen Button der die Symbole Fuß und Note aufweist.

Auf die Textglättung von Quartz verzichtet Ragtime in seiner Betaversion zwar, dafür ist im Gegensatz zu Word v. X auch der Umgang mit großen Textdateien kein Problem. Worddateien werden mit recht guten Ergebnissen importiert und können schneller bearbeitet werden als im Erzeugerprogramm.
Eine Neuerung ist der Import von Bilddateien aus einer Fotokamera. Über den Menüpunkt Ablage ---> Scanner und Kameras wird eine Kamera direkt angesprochen, die Bilder in der Kamera angezeigt. Beim ersten Versuch mit einer Digitalkamera von Sony konnte Ragtime allerdings nur drei der sechs Kamerabilder anzeigen.
Für Büroanwender interessant ist die Kompatibilität mit dem Adressbuch. Das in Mac-OS X integrierte Adressbuch kann aus Ragtime angesprochen werden, eine Vielzahl an programmierbaren Funktionen erlaubt ein automatisches Adressmanagement.
Der Download des vielversprechenden Programms hat eine Größe von 51 MB, die Server könnten aber wegen der zu erwartenden großen Nachfrage nur schlecht zu erreichen sein.
Stephan Wiesend

Info: Ragtime Telefon (D) 02 10 3/9 65 70 Internet http://www.ragtime.de/link.cgi?public_beta_x

0 Kommentare zu diesem Artikel
894186