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Erster Blick auf Adobes Mighty und Napoleon

08.05.2013 | 11:56 Uhr |

Adobe bringt Hardware für Gestalter: Den Eingabestift für Tablets Mighty und das Lineal Napoleon. Auf der Adobe Max konnten wir erste Blicke auf das Project Mighty erhaschen.

Im Rahmen einer Pressevorstellung auf Adobes Konferenz Max konnten wir die Prototypen der Eingabegeräte für Touchscreen-Geräte schon ausprobieren und kurz in die Hand nehmen. Beide erinnern optisch an Stift und Lineal. Der Mighty-Pen sieht aus wie ein eher dicker Touchscreen-Stift aus Aluminium, ähnlich vielleicht dem Just Mobile Alu Pen , Napoleon ist ein kurzes Lineal (Na... den Gag im Namen verstanden?), das an eine Apple Remote aus Aluminium erinnert.

Adobe zeigt auf der Keynote kurz das technische Prinzip des Stifts Mighty.
Vergrößern Adobe zeigt auf der Keynote kurz das technische Prinzip des Stifts Mighty.
© Stefan von Gagern

Bei beiden handelt es sich jedoch noch um Prototypen – Design und Form können sich also noch ändern. Bereits überzeugend wirkt das druckempfindliche Malverhalten des Stifts, das wir mit der App Adobe Ideas ausprobieren. Kurz zusammengefasst: Der Unterschied beim Zeichnen macht ganze Welten aus! Während bisher konventionelle Touchscreen-Stifte zwar ein besseres Malgefühl vermitteln als der Finger, reagieren sie immer gleich – außer die App wendet Tricks an, wie je nach Geschwindigkeit den Pinselstrich zu variieren.

Auf dem Tablet lassen sich auch Funktionen aus Creative Cloud, wie Farbthemen aus Kuler aufrufen, die beim Zeichnen mit den richtigen Farben helfen.
Vergrößern Auf dem Tablet lassen sich auch Funktionen aus Creative Cloud, wie Farbthemen aus Kuler aufrufen, die beim Zeichnen mit den richtigen Farben helfen.
© Stefan von Gagern

Mit Adobes neuem Stift „Mighty“ ergibt sich ein natürliches Verhalten, ähnlich wie mit einem Copy Marker. Schnell vergessen wir, dass wir auf einem Tablet zeichnen und konzentrieren uns auf die Idee und die Zeichnung. Das digitale Zeichnen hat natürlich Vorteile: Jeder Strich lässt sich mit den Fingern der anderen Hand radieren, rückgängig machen oder mit Hilfe eines leuchtenden Knopfs an der Oberseite ein Objekt kopieren und wieder einfügen. Die Drucksensitivität wird über einen Federmechanismus erreicht. Per Bluetooth wird der Druck ans Tablet übertragen – was bedeutet, dass Adobes Hardware eine Batterie enthält und damit eine Laufzeit haben wird. Der Stiftständer dient gleichzeitig als Ladestation. Creative Cloud ist derart angebunden, dass Zeichnungen im vom Stift ans Tablet und die Cloud übertragen werden. Einmal gezeichnet sind sie überall, in verschiedenen Adobe Programmen und Geräten wie iPad und iPhone sofort verfügbar.

Napoleon gleitet mit Filzunterseiten sanft über den Touchscreen. Ähnlich wie ein Lineal oder ein Winkel erzeugt es bestimmte Formen exakt auf die Zeichenfläche. Dabei lässt sich zwischen Linien, Kreisen, Dreiecken und mehr umschalten. So gelingen schnell präzise Linien oder Muster aus geometrischen Formen. Damit sind Funktionen wie automatische Hilfen bei Perspektiven denkbar. Wir sind von beiden Zeichengeräten schon nach wenigen Pinselstrichen durchweg begeistert. Sie füllen eine wichtige Lücke, für alle die nicht nur tolle Zeichenapps, sondern sensitivere und intelligentere Eingabegeräte auf dem iPad nutzen möchten. Hoffen wir, dass sie Adobe bald zur Marktreife bringt

 

 

 

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