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Erster Blick auf Keynote

13.01.2003 | 13:41 Uhr |

Keynote ist nach Claris Impact eines der ersten Profi-Präsentationsprogramme von Apple. Mit einem ersten Blick finden wir große Vorzüge - aber auch einige Nachteile.

Nach der Auswahl eines Themas dauert es einige Sekunden und ein erstes editierbares Bild, also ein sp?teres Dia, erscheint im Arbeitsbereich. Auf den ersten Blick pr?sentiert Keynote eine einfache und ?bersichtliche Oberfl?che, die aber eine Vielzahl an zus?tzlichen Funktionen offeriert. Im Gegensatz zu anderen Pr?sentationsprogrammen sind auf Voreinstellung nur die wichtigsten Funktionen sofort zu sehen, eine Vielzahl weiterer Funktionen sind in den Men?s oder als schwebende Palette zug?nglich.

Text wird per Default in einem freien Textfeld positioniert, wie man es etwa aus Photoshop kennt. Der Textrahmen ist frei positionierbar, ?nderungen erfolgen wie in Cocoa-Programmen ?blich ?ber das Fontmen?.Eine Reihe g?ngiger Bildformate importiert Apples Pr?sentationstool, die Gr??e der Objekte kann nach dem Import angepasst oder auch, wie in Grafikprogrammen ?blich, gespiegelt und gedreht werden. Die schwebende Palette Inspector, die f?r alle Dateiarten zus?tzliche Funktionen bietet, hat alles, um Bilder gut an die speziellen Bed?rfnisse anzupassen.Auch ein Tabellenwerkzeug ist integriert, f?r komplexe Exceldateien empfiehlt Apple jedoch, Tabellen als PDF zu importieren. Der Dateneditor erzeugt Tabellen direkt in Keynote, dieser eignet sich jedoch vor allem f?r kleinere Datenmengen. Zumindest Excel X kann seine Tabellen problemlos als eine PDF-Bilddatei exportieren, was in Keynote eine schnelle Skalierung und Anpassung der Tabelle erlaubt.

Die Oberfl?che des Programms ist sehr ?bersichtlich und intuitiv, bei etwas Vertrautheit mit Grafikprogrammen kommt man auch ohne Handbuch gut mit dem Programm zurecht. Die Funktionen von Keynote sind zu weitgehend um sie hier ausf?hrlich darzustellen, essentiell sind f?r viele B?roarbeiter neben grafischen Funktionen auch Autstauschformate:

Wir exportieren eine kleine Pr?sentation in das Format Powerpoint um die Kompatibilit?t mit Power Point X zu testen. Auffallend ist die relativ lange Exportzeit. Im Gegensatz zum Speichervorgang im nativen Keynote-Format, dauert es fast eine Minute, bis das Powerpoint-Dokument fertig ist. Auf den ersten Blick ?berrascht auch, dass das Keynote-Dokument mit der Dateiendung .key mit 10,6 MB mehr als doppelt so gro? wie das Powerpoint- Dokument ist. Offensichtlich verwendet Keynote unkomprimierte Bilddateien, w?hrend im Powerpoint-Dokument stark komprimierte JPEGs eingesetzt werden. F?r die sp?tere Weiterverarbeitung sind deshalb Keynote-Dokumente besser geeignet.Eine Keynote-Datei liegt als Datei-Paket vor, das alle Original-Bilddateien enth?lt, gesteuert wird ihre Darstellung durch eine XML-Datei.Beim ?ffnen stellen wir ein kleines Exportproblem fest: beim Erstellen der Pr?sentation hatten wir mit einigen Bilddateien im Format PICT Importprobleme. Diese wurden zwar nach einem Import in Keynote nicht dargestellt, in Powerpoint tauchen sie dagegen als ?bereinandergelegte Bilder auf. Mit Tiff oder JPEG-Bildern gibt es dagegen keine Probleme.Auch die Titelzeile hat sich im Powerpoint-Dokument leicht verschoben. Vorteil dieses Exportformats ist jedoch, da? die einzelnen Dateien gut weiterverarbeitet werden k?nnen.F?r die Weitergabe gibt es aber auch die Formate PDF und Quicktime. Als Quicktimefilm erzielt unsere Pr?sentation eine sehr kleine Datenmenge von 556 KB, als PDF-Pr?sentation sind es dagegen ganze 9,4 MB.

Zuletzt sehen wir uns den Import von Powerpoint-Dateien an. Eine erste aus dem Internet geladene Powerpoint-Datei zum Thema Bauphysik kann nicht ge?ffnet werden, was jedoch Powerpoint X auch nicht schafft. Offenbar ist die Datei defekt. Eine zweite per Zufallprinzip ausgesuchte Datei ?ber Qualit?tsmanagement ?ffnet Keynote problemlos. Allerdings gibt es offenbar auch hier noch gelegentlich Probleme. Bei Importversuchen auf dem Rechner eines eines Kollegen st?rzt Keynote regelm??ig ab.

Nach unserem ersten Eindruck kann Keynote als Pr?sentationsprogramm ?berzeugen, der Export und Import von Powerpoint-Dateien sind offenbar jedoch verbesserungsw?rdig.Einen ausf?hrlichen Test lesen Sie in der n?chsten Macwelt.Stephan Wiesend

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