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Erster Test: Power Mac G4 2x867 MHz

22.08.2002 | 17:04 Uhr |

Gegen eine 2,5-GHz-Wintelmaschine hat der neue Profi-Mac Probleme sich zu behaupten. Doch schon das Einsteigermodell ist schneller als das Flaggschiff der alten Serie.

München/Macwelt - In einem ersten Test tritt der kleinste Power Mac G4 gegen einen starken Konkurrenten an: An keinem Geringeren als an einem Windows-Rechner mit einem 2,53 GHz schnellen Pentium-4-Prozessor muss sich Apples Profi-Mac messen. Außerdem kommt der Windows-Rechner mit einer Grafikkarte, die mit dem Chip Nvidia Geforce4 Titanium ausgestattet ist und auf 128 MB Videospeicher zugreift. Der Systembus des Rechners arbeitet mit 533 MHz, mit dem Rambus-Arbeitsspeicher, der die DDR-Technologie nutzt, erreicht die Intel-Maschine effektive 1066 MHz. Der Mac dagegen tauscht die Daten mit dem Arbeitsspeicher mit einem Viertel des Tempos aus. Ferner haben wir auf den Windows-Rechner das Betriebssystem Windows XP Professional installiert.

Wer schneller ist


Hätte der Windows-Rechner wie der G4-Mac zwei Prozessoren zur Verfügung, so wäre er dem Mac haushoch überlegen. Selbst mit nur einem Prozessor ist der Windows-Rechner nur in unserem Photoshop-Test langsamer. Besonders bei unserem Test mit Cinebench 2000 macht sich das bemerkbar: 2,5-mal schneller rendert der Windows-Rechner die Beispielszene, solange der G4-Mac nur mit einem Prozessor arbeitet. Aber auch mit Hilfe seiner zweiten 867-MHz-CPU hat der Power Mac G4 gegenüber dem Windows-Rechner das Nachsehen. 25 Sekunden lang arbeitet der Mac mit doppelter Kraft am Renderjob, das sind acht Sekunden länger als der Windows-Rechner für diese Aufgabe braucht.
Erfreulicher dagegen ist die Verarbeitungsgeschwindigkeit in Photoshop. Hier hat der Mac die Nase leicht vorne, obwohl es sich bei unserem Probanden um das Einstiegsmodell der G4-Macs handelt. Auch bei unseren Tests mit Microsoft Word gibt der G4-Mac eine gute Figur ab: Zwar ist der Windows-Rechner mit Berechnungen wie Suchen und Ersetzen oder Wörter zählen schneller fertig als der Mac mit Microsoft Word unter Mac-OS X, die 2D-Grafikbeschleunigung unter Windows XP Professional stellt sich aber als eine weit größere Bremse heraus als die des Mac-OS X. Etwa doppelt so lange wie der Mac braucht der Windows-Rechner trotz kraftsprotzender Grafikkarte für das Scrollen eines Texts in Microsoft Word.

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