Von Peter Müller - 08.05.2002, 17:55

Erster Test: Powerbook G4 800 MHz

Kurz nach Redaktionsschluiss der Macwelt 6|2002 brachte Apple neue Rechner heraus. Jetzt hatten wir weltweit als erste die Gelegenheit, das neue Topmodell der Mobilrechner aus Cupertino zu testen.
München/Macwelt - Wer nur auf das Äußere achtet, wird kaum eine Veränderung des neuen Powerbooks gegenüber seinen Vorgänger feststellen. Unter der Tastatur schaut es da schon ganz anders aus, denn Apple hat dem neuen Mobilrechner gehörig Dampf gemacht. Erste Tuning-Maßnahme des Mac-Herstellers: Er spendiert dem Powerbook G4 einen Level-3-Cache, der die Verarbeitungsgeschwindigkeit einiger Operationen deutlich erhöht. Bestes Beispiel hierzu ist iTunes. Für das Konvertieren eines Musikstücks in das MP3-Format braucht das neue Powerbook 71 Sekunden während sein Vorgänger erst nach 103 Sekunden diese Aufgabe erledigt hat. Zwar arbeitet der Prozessor des Vorgängers um 133 MHz langsamer als der 800 MHz schnelle Testkandidat, dieser Taktunterschied indes ist nicht alleine verantwortlich für diesen großen Geschwindigkeitsunterschied. Auch andere Aufgaben erledigt das neue Powerbook deutlich schneller, so braucht das Scharfzeichnen eines Fotos mit Graphic Converter mit dem 800-MHz-Powerbook 26 Sekunden. Der Vorgänger ist 5 Sekunden länger mit dieser Berechnung beschäftigt.

Aufrüsten und erweitern


Eben so leicht wie bei den bisherigen Modellen lässt sich der Arbeitsspeicher erweitern. Man löst zwei Scharniere an der Tastatur und kann diese dann entfernen. Direkt unter der Tastatur sind die beiden SO-DIMM-Steckplätze angebracht, die beim Spitzenmodell leider bereits von zwei 256 MB großen Speicherbausteinen belegt sind. Maximal verträgt das Powerbook 1024 MB Arbeitsspeicher.
Wie Apple einräumt, haben sich viele Anwender den analogen Toneingang zurück gewünscht. Diesen findet man nun auch wieder auf der Rückseite des Geräts. Dafür hat sich Apple von der IrDA-Schnittstelle verabschiedet. Das macht Sinn, denn nur wenige nutzen diese Schnittstelle, die man auch als USB-Adapter nachrüsten kann. Auch Bluetooth gehört nicht zur Standardausstattung, wohl weil sich Bluetooth nicht mit der von Airport verwendeten Technologie IEEE 802.11b verträgt (siehe Technik Bluetooth, Macwelt 6/02, Seite 66).
Wie beim bisherigen Spitzenmodell kommt auch unser Testgerät mit einer vorinstallierten Airport-Karte. Die Reichweite des bisherigen Powerbooks ist nur gering, Schuld ist das Metallgehäuse des mobilen Macs, das die Antennenleistung einschränkt. Die Antennen will Apple verbessert und ihnen eine höhere Reichweite verschafft haben. Genauere Ergebnisse hierzu bringen wir in der nächsten Macwelt.
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