Von Thomas Bergbold - 22.11.2012, 09:00

Externe Festplatte

Test: Lacie Rugged USB 3.0 Thunderbolt

©Lacie

Die robuste Festplatte Rugged soll auch härtere Stöße schadlos wegstecken. Wir testen den Speicher für raue Bedingungen.
Neben einem USB-3.0-Anschluss bietet die Lacie Rugged einen weiteren für Thunderbolt . Lacie empfiehlt im mitgelieferten PDF-Handbuch, mit dem vorinstallierten Setup-Programm die Festplattensoftware zu installieren und die Einrichtung der Rugged zu beginnen. Das Setup-Programm sucht nach dem Start nach Updates auf dem Lacie-Server. In einem ersten Schritt wird per Schieberegler die Partitionierung in einen FAT32 - und einen HFS+-Bereich vorgenommen. Den FAT32-Bereich verwendet man für den Datenaustausch mit Linux- und Windows-Rechnern, daher nennt ihn Lacie auch gleich „Lacie Share“.

Erstinstallation

Als Extras liefert Lacie die Programme Intego Backup Assistant, Lacie Private Public sowie die Wuala-Software mit. Bevor die Programme installiert werden, kann man sich für einen schnellen Support und die Garantie-Aktivierung bei Lacie registrieren. Genau genommen ist es aber keine Installation, sondern es werden Ordner auf dem Schreibtisch angelegt, in denen die eigentlichen einzelnen Installationsprogramme enthalten sind. Einzige Ausnahme – und zunächst verwirrend – ist das Programm Private-Public zum Verschlüsseln des Speichers. Wer die einzelnen Programme vorher von Hand von der Rugged kopiert, kann zum Formatieren des Speichers auch das Festplatten-Dienstprogramm verwenden.

Backup und Sicherheit

Intego Backup Assistant ist ein einfaches Backup-Programm, das sich zeitlich steuern lässt und Ausnahmen erlaubt. Zusätzlich verfügt es noch über eine Synchronisationsfunktion, die wie auch die Backup-Funktion nur mit Lacie-Laufwerken arbeitet. Für 28 Euro erhält man die Pro-Version, mit dieser ist beispielsweise auch eine Sicherung auf Laufwerke anderer Hersteller und eine bootbare Kopie des Systemlaufwerks möglich.
Zur Verschlüsselung mit einem AES-256-Schlüssel dient das Programm Private Public. Eine kleine Hürde ist vor der Einrichtung der Verschlüsselung zu nehmen, denn es funktioniert nur mit installiertem OS X Fuse, einem virtuellen Festplattentreiber. Zwar wird beim ersten Start von Private Public eine Version aus dem Netz geladen, diese ist aber veraltet und funktioniert nicht unter Mac-OS X 10.8 (Mountain Lion). Daher sollte man sich gleich die aktuelle Version laden. Private Public verschlüsselt nur die Partition oder Teile davon, auf der das Programm selber liegt. Bei der Ersteinrichtung mit den beiden Partitionen FAT32 und HFS+ wird Private Public auf die FAT32-Partition installiert, man muss das Programm zum Verschlüsseln der HFS-+-Partition erst auf diese kopieren. Leider steht das nicht im Handbuch. Für den Zugriff auf die verschlüsselte Partition, die eigentlich eine Image-Datei ist, startet man wieder Private Public und gibt das Passwort ein. Hierzu muss OS X Fuse auf dem entsprechenden Rechner installiert sein. Eine Alternative ist die Mac-OS-X-eigene Verschlüsselung über das Festplatten-Dienstprogramm, wobei hier aber die Datenraten wesentlich niedriger sind. Vorsichtig sollte man auch beim unbeabsichtigten Abziehen des Laufwerks sein, denn das Programm Private Public stürzt dabei ab. Man muss es erst von Hand  „Sofort Beenden“, ehe man wieder auf die verschlüsselte Image-Datei zugreifen kann.

Cloud-Speicher

Wuala ist ein Programm für die Einbindung des Lacie-Cloud-Services. 10 GB sind für Lacie-Kunden ein Jahr lang kostenlos, generell sind 5 GB gratis. Über Wuala ist neben einer Back-up-Funktion das Synchronisieren und das Teilen von Daten möglich. Der Server steht in der Schweiz.

Geschwindigkeit

Wir testen die 128 GB fassende SSD-Variante, alternativ gibt es noch eine 256 GB große SSD und eine 1 TB große Festplatte. Zum Schutz vor Stößen verfügt die Rugged über einen großzügigen Gummimantel, der sich über dem Aluminiumgehäuse befindet. Zudem bietet die Rugged auch interne Gummipuffer. Diese Kombination soll ausreichend Schutz aus 1,2 Meter Fallhölle bieten. An Anschlüssen hat die Rugged einen USB-3.0- und einen Thunderbolt-Anschluss. Ein Druchschleifen des Signals ist somit nicht möglich. Die Datenrate kann sich unter USB 3.0 sehen lassen, sie ist mit 336,1/194,8 MB/s sogar schneller als unter Thunderbolt mit 314,1/192,5 MB/s (Lesen/Schreiben). Die Zugriffszeit liegt bei 0,22 ms.

Empfehlung Lacie Rugged USB 3.0 Thunderbolt

Der Gummischutz der Lacie Rugged USB 3.0 Thunderbolt macht einen beruhigenden Eindruck, und mit einer SSD ausgestattet bleibt die Rugged auch bei Dauereinsatz kühl. Die Datenrate überzeugt beim Lesen nur per USB 3.0, beim Schreiben fällt sie niedriger aus als erwartet. Wir bemängeln die Geschwindigkeit an der Thunderbolt-Schnittstelle, die eigentlich höher als bei USB 3.0 ausfallen sollte. Die Verschlüsselung des externen Speichers ist ebenfalls mühselig, allerdings auch sicher.

Rugged USB 3.0 Thunderbolt

Robuster Speicher für Unterwegs, mit guter USB-3- und schwacher Thunderbolt-Geschwindigkeit

Lacie
Preis: € 200, CHF 230
Note: 2,1 gut
Leistung (50%) 2,3
Ausstattung (20%) 1,8
Handhabung (20%) 2,2
Ergonomie (10%) 1,8
Vorzüge: Sehr gute Lesewerte, gummiertes Gehäuse, schnelle Datenrate auf verschlüsselte Partition, mit Thunderbolt-Kabel
Nachteile: Im Vergleich zu niedrige Schreibwerte, komplizierte Verschlüsselung, nur ein Thunderbolt-Anschluss
Alternativen: WD My Passport mit Nomad-Hülle, Freecom Tough Drive
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