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F1 Championship Season 2000

09.12.2002 | 13:06 Uhr |

Endlich können Macianer zusammen mit Schumi, Mika und D.C. ihre Runden drehen. Die Formel-Eins-Simulation erweist sich als Knüller.

Zwei Jahre ist es jetzt her, dass Michael Schumacher erstmals auf Ferrari die Formel-Eins-Weltmeisterschaft gewinnen konnte. Mehr als zwei Jahre nach Erscheinen der PC-Version des offiziellen Formel-Eins-Spiels zur Weltmeisterschaft 2000 von EA Sports liegt nun endlich die Mac-Version vor. Portiert von Exitdata Software, lokalisiert und in Deutschland vertrieben von Application Systems Heidelberg (ASH), zeichnet der britische Softwareverlag Feral Entertainment als Publisher verantwortlich. ¹

Rennsport begeisterte Macianer werden das Spiel herbei gesehnt haben, schließlich hat es seit Sierras Indy Car Racing 2 aus dem Jahre 1995 keine vernünftige Simulation gegeben. Sicher, PodRacer oder CroMag Rallye sind ganz nett, und Aspyr hat ja auch schon den Mac-OS-X-Port von Nascar 2002 versprochen. Wer aber nächtens von Eau Rouge, Tamburello und Sachs-Kurve träumt, weiß, dass Rennfahrzeuge Benzin getrieben sind, Räder offen stehen müssen und links drehende Ovale auf die Dauer langweilen.

Husch, husch ins Kiesbett


Für unseren Test installieren wir Formula 1 CS 2000 auf einen iMac G4/800. Links liegen lassen wir zunächst die Features "Fahrschule" (selbst erklärend), "Schnelles Rennen" (beginnt am Start mit der realen Aufstellung der Saison 2000), "Großer Preis" (mit vorherigen Trainingssitzungen zur Ermittlung der Grid), "Meisterschaft" (längst sind wir nicht derjenige, der am meisten schafft) und "Multiplayer" (eine zweite Version für den LAN-Test liegt uns derzeit nicht vor) (Fußnote: In seiner FAQ weist Application Systems Heidelberg daraufhin, dass über das Internet Multiplayer-Sessions nur schwer zu realisieren sind. Die anfallende Datenmenge zur Synchronisation der Rennteilnehmer würde enorme Bandbreiten verschlucken). Stattdessen wählen wir "Testtag" und verdrängen einen der 22 Fahrer des 2000er-Feldes aus seinem Cockpit. Beim Erstellen unseres Fahrerprofils erleben wir eine kleine Enttäuschung, Umlaute akzeptiert die Software nicht. Egal, drehen wir eben als "P. Mueller" unsere Runden.
Die Entwickler haben F1 CS 2000 im Herbst noch an Mac-OS X 10.2 angepasst und die Verzögerung bei der Veröffentlichung damit entschuldigt. Dennoch setzen wir uns in keinen der grünen Jaguars, Heinz-Harald Frentzen lassen wir in seinem Postauto sitzen², bayerischen Patriotismus und das BMW-Williams-Cockpit verkneifen wir uns und wählen stattdessen das Apple der Formel 1: Auch Ferrari stellt Hardware (Motor) und Software (Chassis) beides selbst her.
Die nächste unschöne Überraschung folgt gleich auf dem Fuß: Nachdem wir diverse Fahrhilfen ausgeschaltet haben, lernen wir in Spa, Spielberg und Sepang erst einmal die Kiesbetten kennen.

Weiter...

¹Derart erklärt sich auch ein kleiner Fehler in der Pressemitteilung, die schon auf anderen Mac-Websites zu lesen war: Schumachers Hauptkonkurrent um den WM-Titel 2000 war der Finne Mika Häkinnen und nicht der Schotte David Coulthard. Ein Champion D.C. hätte Feral wohl so gepasst...

²Dennoch grüßen wir an dieser Stelle einen Ex-Kollegen herzlich...

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