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Test Seagate Go Flex Satellite

12.10.2011 | 09:20 Uhr |

Auch wenn es bis zu 64 GB sind, so ist der Speicher des iPad begrenzt. Das Go Flex Satellite ist da eine clevere Erweiterung.

Im Aussehen ist es nicht von einer kleinen 2,5"-Festplatte zu unterscheiden. Das schwarze Hochglanz-Gehäuse sieht mit seinem silbernen Rand schick aus und Gummifüße schützen den Tisch beziehungsweise das Gerät vor dem Wegrutschen. Intern wirkt eine 500 GB große Festplatte für Medien wie Musik, Bilder, Videos und Dokumente. Anschluss findet das Laufwerk über die Schnittstellen-Adapter der Go Flex-Reihe. Mitgeliefert wird USB 3.0 und wer einen Firewire 800-Adapter besitzt, kann diesen auch verwenden. Damit dauert das Übertragen von 13,1 GB Musikdateien nur noch 4:12 Minuten statt 6:15 Minuten. Bevor man die Daten auf diesem Weg überträgt, muss man den NTFS-Treiber von Seagate installieren. Da das OS X Festplatten im NTFS-Format nur lesen kann, findet man den passenden Treiber auf der Go Flex Satellite. Seagate liefert den Treiber von Paragon zusammen mit Tutorialvideos auf dem Laufwerk. Die Verbindung zum iPad erfolgt über WLAN. Dazu baut das Go Flex Satellite sein eigenes WLAN-Netzwerk auf um, bis zu drei Geräte zu versorgen. Einen Zugriffsschutz stellt man über das iOS-App ein. Die geringe Reichweite von maximal zehn Metern alleine sorgt allerdings auch für einen gewissen Schutz.

Der Zugriff auf die Daten erfolgt über eine kostenlose App , die für das iPad und das iPhone erhältlich ist. Mit anderen Geräten kann man auch über den Web-Browser auf die Medien zugreifen. Es ist egal, mit welcher Ordnung man die Daten auf die Go Flex Satellite kopiert, die Browser App zeigt die Daten nach Rubriken sortiert. Der Zugriff auf Dokumente und Videos geschieht wie gewohnt und ist gut gelöst. Das lässt sich leider nicht für den Zugriff auf Bilder und Musik sagen. Für eine Diashow muss man Bilder zuerst markieren - das ist für sich kein Problem, nur werden alle Bilder in einer Liste angezeigt. Eine Sortierung nach Ordnern ist nicht vorgesehen. Ebenso bei der Musik; Alle Stücke befinden sich in einer Liste und man sieht nur die Dateinamen. Eine Sortierung nach Interpret und Album fehlt.

Der integrierte Akku hält im Test rund 4,5 Stunden. Achten sollte man auf die mit 25 Stunden angegebene Standbyzeit. Damit nicht unnötig Energie verloren geht, geht das Go Flex Satellite nach 50 Minuten in den Ruhezustand. Zum Aufladen legt Seagate ein Ladegerät mit Steckern für USA und Europa, sowie einen Zigarettenanzünder bei - das ist besonders beim mobilen Einsatz im Auto oder Zug praktisch. Dank des mitgelieferten USB-Ladekabels funktioniert es auch mit jedem USB-Anschluss.

Empfehlung und Bewertung

Die Idee ist klasse und auch die Hardware inklusive ihrem Lieferumfang begeistert. Ebenso kann das Go Flex Satellite als Server für Videos und Dokumente überzeugen. Wo es noch hapert, ist seine Verwendung als Bilder- und Musik-Server. Für Bilder sollte eine Sortierung nach Ordnern möglich sein und bei Musik eine Sortierung nach den ID3-Tags, wie man es von einem Musikplayer gewohnt ist. Wenn das noch in einem Softwareupdate Einzug findet, gibt es nichts mehr zu kritisieren. Die Bewertung bezieht sich auf die iPad App V 1.1.0.82.

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