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Test Drive Genius 3: Helfer für die Festplatte

12.07.2010 | 13:34 Uhr |

Wer häufig Festplatten einrichten, pflegen und überwachen muss, bekommt mit Drive Genius 3 ein Programm, das alle benötigten Funktionen bietet.

Alles, was sich mit einer Festplatte anstellen lässt, kann man mit Drive Genius erledigen. Das Programm initialisiert und partitioniert eine Festplatte, löscht sicher alle Daten, kopiert Volumes und Laufwerke auf andere Festplatten und führt diverse Prüf- und Reparaturmaßnahmen durch. Dazu gehören ein Geschwindigkeitstest, ein Test auf defekte Blöcke und ein Funktionstest ebenso wie eine Option, das Volume-Verzeichnis zu prüfen und zu reparieren. Außerdem kann Drive Genius Festplatten defragmentieren sowie die Datenmenge verringern, wozu unter anderem aus Universal-Binary-Anwendungen der jeweils nicht benötigte Code (PPC oder Intel) entfernt wird. Neu in Version 3 hinzugekommen ist unter anderem ein Hintergrundprogramm (Drive Pulse), das interne und externe Festplatten überwacht. Dazu wird bei internen Festplatten die SMART-Information des Laufwerks ausgewertet, außerdem überprüft Drive Pulse die Funktion sowie die Fragmentierung der internen und externen Festplatten. Über die Vorgaben von Drive Pulse lassen sich diese Optionen individuell ein- und ausschalten. Man findet sie wie auch die Informationen über den Festplattenstatus in einem Menü-Extra.

Der Praxistest

Die Funktionen zum Partitionieren sind umfassenden, ein Startlaufwerk lässt sich aber nicht bearbeiten.
Vergrößern Die Funktionen zum Partitionieren sind umfassenden, ein Startlaufwerk lässt sich aber nicht bearbeiten.

Drive Genius benötigt entweder einen Administrator-Account, oder man muss Name und Passwort eines Administrators eingeben, um das Programm zu starten. Das gilt auch für die Hintergrundüberwachung, für die diese Voraussetzung aber lästig ist, da bei jeder Anmeldung eines normalen Benutzers die Passworteingabe fällig ist. Die meisten Funktionen lassen sich nur auf Laufwerke anwenden, von denen der Mac nicht gestartet ist. Man kann dazu entweder mit Hilfe der mitgelieferten Image-Datei eine bootfähige DVD erstellen, sinnvoller (und schneller) ist aber ein externes Laufwerk oder ein USB-Stick mit startfähigem System, auf dem man zusätzlich Drive Genius installiert.

Das Programm hat eine übersichtliche Bedienoberfläche, die Animationen sind aber nicht jedermanns Sache. In den Vorgaben lässt sie sich bei Nichtgefallen aber auch ausschalten. Momentan ist das Programm noch in Englisch, im Juni soll die lokalisierte Version erscheinen. Bei keiner der Funktionen stoßen wir im Test auf Probleme. Auch das Entfernen von PPC-Code aus den Anwendungen und das Verschieben einer Partition führt zu keinem Datenverlust. Letztere Maßnahme dauert aber bei einer Partition mit 200 GB rund vier Stunden. Weniger zeitaufwändig ist das Verändern, Einrichten und Löschen zusätzlicher Partitionen, was anders als beim Festplatten-Dienstprogramm aber nicht für das Startlaufwerk möglich ist. Auch Duplizieren kann man ein Startvolume nicht, da Drive Genius dazu sowohl das Quell- als auch das Zielvolume deaktivieren muss. Denn das Programm kopiert laut Handbuch nicht einfach die Daten, sondern die einzelnen Blöcke des Laufwerks. Deshalb muss das Ziellaufwerk auch mindestens so groß sein wie das Quellvolume, selbst wenn dieses nur teilweise Daten enthält. Das Kopieren einer internen Festplatte mit 320 GB auf ein externes USB-Laufwerk mit 320 GB dauert aber mit knapp drei Stunden sehr lange.

Empfehlung

Drive Genius 3 bietet vielfältige Funktionen für jeden, der häufig Festplatten einrichtet, löschet und kopieret sowie diese auf Funktionsfähigkeit überprüfen will. Um nur gelegentlich eine Festplatte einzurichten oder zu löschen genügt aber das mit dem Mac-OS mitgelieferte Festplatten-Dienstprogramm.

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