Festplattengehäuse

Test: Icy Dock Blizzard

04.12.2012 | 11:25 Uhr | Thomas Armbrüster

Das Festplattengehäuse Icy Dock Blizzard arbeitet nach dem Prinzip eines Windkanals und soll so für eine besonders kühle Arbeitsumgebung für die Festplatte sorgen

Am vorderen Ende des Gehäuses sitzt ein großer Lüfter mit 80 Millimeter Durchmesser, der die Luft ansaugt, an der Festplatte vorbeiführt und dann am hinteren Ende wieder in die Umgebung entlässt. Der Lüfter lässt sich in einer schnellen und in einer langsamen Gangart betreiben, was man über einen Schalter festlegt. Zudem bietet das Icy Dock Blizzard einen Automatikmodus, der die Geschwindigkeit an die herrschende Temperatur anpassen soll. Im Test funktioniert dies aber nicht, der Lüfter dreht konstant schnell und ist so deutlich hörbar – selbst wenn sich die Festplatte im Ruhemodus befindet oder am System abgemeldet ist. Das führt  auch zu einem zu hohen Stromverbrauch.

Das Gehäuse nimmt 3,5-Zoll-Festplatten mit einem maximalen Fassungsvermögen von drei Terabyte auf. Im Test funktioniert dies anstandslos. Um die Festplatte einzubauen, nimmt man nur den vorderen Gehäuseteil mit dem Lüfter ab, wozu man zwei Tasten drückt, um die Verriegelung zu lösen. Die Festplatte schiebt man dann einfach ein und steckt den Lüfter wieder auf das Gehäuse. Das Gehäuse verfügt auch über eine blaue Innenbeleuchtung, die sich dankenswerter Weise über ein Drehrad dimmen lässt. Ist die Temperatur zu hoch, wechselt die Farbe laut Hersteller zu Rot, was in unserem Test aber wegen der niedrigeren Temperaturen nicht eingetreten ist. Bei Nichtgebrauch lässt sich das Laufwerk über einen Netzschalter ausschalten. In der von uns getesteten Version verfügt das Icy Dock Blizzard über zwei Anschlüsse für Firewire 800, einen für USB 2.0 sowie einen für eSATA. Ein Schwestermodell gibt es mit USB 3.0 und eSATA, das mit 60 Euro deutlich preisgünstiger ist als die von uns getestete Variante mit Firewire.

Empfehlung Icy Dock Blizzard

Sofern der Hersteller die automatische Regelung des Lüfters in den Griff bekommt, ist das Gehäuse Icy Dock Blizzard für Anwender interessant, die häufig die Festplatten tauschen. Dies gelingt mit wenigen Handgriffen und ist ein Vorteil gegenüber anderen Festplattengehäusen.

Icy Dock Blizzard

Festplattengehäuse nach dem Windkanalprinzip mit Firewire-Anschlüssen

Icy Dock

Preis: € 90, CHF 121

Note: 3,5 ausreichend

Leistung (40 %)                             3,0    

Qualität/Ausstattung (10 %)          2,0    

Handhabung (20 %)                      1,5             

Ergonomie (30 %)                          6,0

Vorzüge: Einfacher Festplattentausch

Nachteile: Automatische Lüfterregelung funktioniert im Test nicht, lauter Lüfter

Anschlüsse: 2x Firewire 800, 1x USB 2.0, 1x eSATA; Größe (B x H x L) 126 x 146 x 238 mm; Gewicht 646 g; Maximale Größe der Festplatte 3 TB

Stromverbrauch Festplattenbetrieb (mit 2 TB Platte) 10,4 W, Leerlauf 9,4 W, Ruhemodus 3,5 W

Alternative: Diverse Festplattenleergehäuse

www.icydock.de

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