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Test Prosoft Drive Genius 2.1.1

25.06.2009 | 14:24 Uhr |

Für alles, was man mit einer Festplatte anstellen kann, bietet Drive Genius eine Funktion. Es prüft, optimiert und repariert Daten auf einer Festplatte, zudem kann es sie einrichten und partitionieren. Doch nicht jeder Anwender benötigt einen so umfassenden Werkzeugkasten.

Drive Genius ist auf das Einrichten, Pflegen und Testen von Laufwerken spezialisiert. Man kann mit dem Programm Festplatten initialisieren, Partitionen anlegen, vergrößern, verkleinern und verschieben, Volumes duplizieren sowie Dateiverzeichnisse reparieren und die Zugriffsrechte prüfen. Darüber hinaus gibt es Funktionstests, die Schreib- und Lesezugriffe ausführen und nach defekten Blöcken suchen, einen Benchmark-Test sowie die Möglichkeit, eine Festplatte zu defragmentieren. Die Option "Drive Slim" sucht unter anderem nach Duplikaten von Dateien, länger nicht mehr verwendeten Cache-Dateien und nach Programmen, die sowohl PPC als auch Intel-Code enthalten. Nicht benötigte Daten lassen sich dann löschen. Auch das sichere Löschen eines Laufwerks übernimmt das Programm, und für mutige Anwender gibt es einen Editor, um Sektoren einer Festlatte zu bearbeiten.

Praxistest

Drive Genius wird mit einer startfähigen DVD geliefert, die jedoch wie alle vergleichbaren Lösungen den Nachteil hat, dass sich mit ihr keine Macs starten lassen, die ein neueres System benötigen als dasjenige auf dem Medium. Man kann sich zwar gegen Gebühr eine aktuelle DVD zusenden lassen oder ein Disk Image aus dem Internet laden, eine externe Festplatte mit einem startfähigen System ist aber flexibler.

Nach der Programminstallation lädt die Software das aktuelle Update aus dem Internet, dass jedoch nicht mehr deutsch lokalisiert ist. Mit Ausnahme des Sektor-Editors testen wir alle Programmfunktionen mit zwei externen Festplatten (Firewire und USB) sowie einer internen Partition auf der Festplatte eines Mac Minis. Zu einem Datenverlust kommt es dabei weder beim Vergrößern, Verkleinern und Verschieben einer Partition noch beim Defragmentieren und beim Löschen von PPC-Programmcode. Da bei diesen Aktionen wie auch bei Funktionsprüfungen, die Daten auf eine Festplatte schreiben, immer ein Risiko des Datenverlustes besteht, warnt Drive Genius jeweils und empfiehlt, zuvor eine Sicherungskopie zu erstellen, was man auch beherzigen sollte. Das sichere Löschen mit drei Durchgängen und Zufallswerten ist ebenfalls erfolgreich, das Datenrettungsprogramm File Salvage findet keine wiederherstellbaren Daten.

Probleme

Kleinere Probleme treten im Test aber auf. So weigert sich das Programm, die einzige auf dem Testlaufwerk vorhandene Partition auf 100 GB zu verkleinern, trotzdem nur knapp 7 GB Daten vorhanden sind. Drive Genius kann manchmal auch ein Volume nicht deaktivieren, um eine Funktion auszuführen. Beenden wir das Programm, lässt sich dies im Finder einwandfrei durchführen, anschließend kommt auch Drive Genius wieder zurecht. Es gelingt Drive Genius, eine defekte externe Festplatte, die das Festplatten-Dienstprogramm nicht mehr erkennt, neu zu initialisieren. Der anschließende Oberflächen-Scan bleibt aber hängen und wir müssen das Programm beenden. Hier wäre ein Hinweis auf einen Hardwaredefekt angebracht ebenso wie die Möglichkeit, den Vorgang abzubrechen.

Empfehlung

Drive Genius ist kein Programm, das standardmäßig auf jedem Rechner vorhanden sein muss. Denn grundlegende Funktionen wie das Initialisieren, das Prüfen von Volumes, das Partitionieren und das Duplizieren beherrscht auch das Festplatten-Dienstprogramm. Wer aber viele Festplatten und Rechner zu betreuen hat und daher weitergehende Optionen benötigt, bekommt mit dem Programm eine umfassende, aber nicht ganz perfekte Werkzeugsammmlung an die Hand. th

Prosoft Drive Genius 2.1.1
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