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Filemaker Bento

01.03.2008 | 17:15 Uhr |

Vom Wortursprung lässt sich nicht nachvollziehen, welche Aufgabe das Programm Bento hat. Denn das Bento ist eigentlich eine in Japan weit verbreitete Darreichungsform von Speisen, bei der in einem speziellen Karton mehrere Speisen durch Schieber voneinander getrennt sind. Den Karton zusammen mit den Speisen nennt man ebenfalls Bento.

Beziehungsfähig Bento erlaubt auf einfache Weise die Definition von Beziehungen zwischen zwei Datenquellen
Vergrößern Beziehungsfähig Bento erlaubt auf einfache Weise die Definition von Beziehungen zwischen zwei Datenquellen

An Stelle von Speisen ermöglicht die gleichnamige neue Datenbanksoftware aus dem Hause Filemaker das Zusammenfassen diverser Datenbestände unter einer einheitlichen Oberfläche. Wir haben die englische Version getestet, die Deutsche Ausgabe ist für Anfang März angekündigt.

Im Gegensatz zum großen Bruder Filemaker Pro zielt Bento auf den in Computerfragen weniger bewanderten Einzelanwender. Funktionen zum Datenaustausch über ein Netzwerk fehlen ihm ebenso wie eine Skriptsprache zum Automatisieren von Abläufen. Nach dem Programmstart sucht Bento erst einmal nach Updates. Bei nicht aktiver Internetverbindung dauert es aber etwa zweieinhalb Minuten bis man mit dem Arbeiten loslegen kann. Ein Hinweis hierauf würde gerade im Hinblick auf die angepeilte Nutzergruppe nicht schaden.

Schlaue Suche Intelligente Kollektionen gestatten die Definition von Suchkriterien
Vergrößern Schlaue Suche Intelligente Kollektionen gestatten die Definition von Suchkriterien

Oberfläche wie iTunes

Die dreigeteilte iTunes nachempfundene Oberfläche bietet in ihrem linken Teil eine Übersicht über die einzelnen Datenbanken, hier Bibliotheken genannt. Die Daten der aktuell ausgewählten Bibliothek sind in der Mitte untergebracht, rechts daneben eine Liste mit den Feldnamen. Unter den Datenquellen befinden sich auch das Adressbuch von Mac-OS X sowie die Aufgaben und Ereignisse von iCal. Bento greift direkt auf sie zu, Änderungen oder Ergänzungen erscheinen deshalb sofort in der jeweiligen Anwendung, das gleiche gilt für die Gegenrichtungen. Zum Anlegen eigener Bibliotheken stehen etwa zwei Dutzend Vorlagen mit vordefinierten Layouts und Feldern zur Auswahl. Zu den Einsatzgebieten zählen Inventarisierungen, Fotosammlungen, Ausgabenermittlung, Event – Planung und vieles andere mehr. Datensätze lassen sich, ähnlich den Wiedergabelisten von iTunes, zu verschiedenen Kollektionen zusammenfassen. In ihrer intelligenten Variante basiert ihr Umfang auf definierten Suchkriterien. Beziehungen zwischen Bibliotheken oder Kollektionen lassen sich auf einfache Art per Drag und Drop herstellen.

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