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Firewire-Festplatten von Sarotech

01.08.2001 | 00:00 Uhr |

Der koreanische Hersteller Sarotech liefert zwei Firewire-Gehäuse mit dem Brückenchip Oxford OXFW-911 in den Formaten 2,5 und 3,5 Zoll aus, Team Arrow bestückt sie mit Laufwerken.

Sarotech Flex-HDD 3,5 Zoll

Vorzüge:

hohe Geschwindigkeit

Nachteile:

nicht bootbar, Betrieb am USB-Port nur mit Treibersoftware

Preis

DM 1100, € 563, S 8100, sfr 960

Wertung

gut

75 GB Firewire-Festplatte

Sarotech Flex-HDD 2,5 Zoll

Vorzüge:

Stromversorgung über Firewire oder USB, Tragetasche im Lieferumfang

Nachteile:

nicht bootbar, Betrieb am USB-Port nur mit Treibersoftware

Preis

DM 690, € 353, S 5100, sfr 605

Wertung

befriedigend

20 GB Firewire-Festplatte

Es tut sich etwas auf dem Markt der Firewire-Festplatten. Unser Test der LMP Rayo hat eine Welle von externen Firewire-Gehäusen los getreten, bei denen der neue Brückenchip Oxford OXFW-911 zum Einsatz kommt. Er ist der derzeit schnellste Chip am Markt, weil er die IDE-Festplatten im flotten Ultra-DMA/66-Modus ansteuert und so Datenraten von maximal 66 MB/s erreicht.
In der Praxis schafft man diesen Wert jedoch noch nicht. Hier setzen die Platten selbst das Limit, das bei derzeit etwa 34 MB/s liegt.
Die neueste Entwicklung sind externe Gehäuse, die sowohl einen Firewire, als auch einen USB-Port bieten. Damit lässt sich die Festplatte an nahezu allen Macs und PCs verwenden, sofern diese mindestens über einen freien USB-Port verfügen.

Ich bin zwei Öltanks: Firewire und USB an Bord

Die koreanische Firma Sarotech hat zwei solcher Combo-Gehäuse entwickelt. Der deutsche Distributor Team Arrow bestückt sie mit Laufwerken und liefert sie an Endkunden aus.
Zum Test stehen uns ein 2,5-Zoll-Laufwerk mit 20 GB Kapazität und ein 3,5-Zoll-Gerät mit 75 GB Kapazität zur Verfügung.
Team Arrow legt den Platten die Software Storage Master von Radialogic bei. Hierbei handelt es sich offensichtlich um ältere Lagerbestände, denn offiziell hat Radialogic die Entwicklung der Mac-Software eingestellt.
Das führt zu Problemen, denn leider gibt es noch keine Treiber für Mac-OS X und die wird es vermutlich auch nicht mehr geben. Zum Glück funktionieren unsere Probanden mit dem generischen Firewire-Massenspeichertreiber von Mac-OS X, so dass man sie zumindest mit einem Firewire-fähigen Mac unter Mac-OS X nutzen kann. Über den USB-Port jedoch klappt das leider nicht. Auch unter Mac-OS 9.1 benötigt man den Radialogic-Treiber, damit die Laufwerke per USB gemountet werden. Das schränkt die Flexibilität besonders bei dem 2,5-Zoll-Modell stark ein, denn man sollte immer die CD mit der Treibersoftware dabei haben, wenn man die Platte unterwegs an unterschiedlichen Macs benutzen möchte.

High-Speed im Testcenter

Unsere Messungen bestätigen: in dem 3,5-Zoll-Gehäuse arbeitet der neue, schnelle Oxford-Chip. Die gemessenen Datenraten übertreffen sogar die der LMP Rayo, wenn auch nicht signifikant. Im Praxistest liegt das 3,5-Zoll-Gerät von Team Arrow knapp hinter der LMP Rayo. Negativ fällt uns auf, dass man von dem Gerät nicht booten kann. Hier ist offensichtlich die Firmware schuld, denn die LMP Rayo hat diese Hürde ohne Schwierigkeiten genommen.

Klein und leicht für Unterwegs

Das 2,5-Zoll-Modell besticht durch seine kompakten Abmessungen und das geringe Gewicht. Die intern verbaute IBM-Festplatte vom Typ DJSA arbeitet im Allgemeinen sehr leise, lediglich bei häufigen Zugriffen fällt ein knarrendes Geräusch auf. Positiv fällt uns auf, dass man keine externe Stromversorgung für das Gerät benötigt. Es bezieht seine Speisespannung entweder aus dem Firewire- oder aus dem USB-Port. Im Test stellt sich jedoch heraus, das die Platte am USB-Port des alten iBooks nicht hochfahren will. Hier reicht die Speisespannung offensichtlich nicht aus. Ein zusätzliches Netzteil sollte man in diesem Fall also gleich mit einplanen.
Praktisch ist die kleine Tragetasche aus stabilem Kunststoffgewebe. Sie bietet Schutz vor Kratzern und genügend Platz um Firewire- und USB-Kabel unterzubringen.
Den USB-Port sollte man übrigens wirklich nur dann benutzen, wenn man keinen Firewire-Port zur Hand hat. USB ist technisch bedingt wesentlich langsamer. Die Datenraten liegen hier allesamt um 800 KB/s. Firewire liefert hier Raten, die um den Faktor 42 (!) höher liegen.

Fazit

Wer hohe Geschwindigkeit benötigt, sollte sich das 3,5-Zoll-gehäuse näher ansehen. Es arbeitet zuverlässig und bietet die derzeit höchsten Datenraten über den Firewire-Port. Der zusätzliche USB-Anschluss ist ganz praktisch wird aber bei einem stationären Gerät wohl kaum häufig genutzt. Besser sieht es da mit dem 2.5-Zoll-Laufwerk aus. Es eignet sich gut für den Transport von hohen Datenmengen

:Testergebnisse im Detail...

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