1841996

Flottes RAID-Laufwerk für Profis

17.10.2013 | 17:42 Uhr |

Vier leicht zugängige 3,5-Zoll-Einschübe für Festplatten biete das RAID-Gehäuse. Das RID ist flexibel und schnell, aber etwas stört und dann doch.

Das RAID-Gehäuse Onnto Datatale RS-4MT bietet einen einfachen Festplattenzugang von der Oberseite. An bis zu vier 3,5-Zoll-Festplatten wird ein mitgelieferter Henkel geschraubt, dieser dient zum Einschieben und dem Entnehmen der Festplatten. Die Schrauben besitzen einen Kopf, der als Gleiter dient. Diese einfache Konstruktion funktioniert gut. Der Einbau der Festplatten wird in einer deutschen Kurzanleitung gut beschrieben. Ein leicht abnehmbarer Deckel sorgt für einen einfachen Zugang und zwei große Lüfter im Boden für kühle Festplatten. Das RAID bietet zwei Thunderbolt -Anschlüsse.

Die Einschübe sind einfach und funktionieren gut. Mit dabei ist auch ein Adapter für SSD-Speicher
Vergrößern Die Einschübe sind einfach und funktionieren gut. Mit dabei ist auch ein Adapter für SSD-Speicher
© Data Watch

Laut im Betrieb

Die Lüfter sind unüberhörbar, aber das ist bei nahezu jedem RAID für vier 3,5-Zoll-Festplatten so, der Profi möchte keinen Festplattenausfall im Dauerbetrieb. Nur im Ruhezustand des Rechners sind sie aus. Mitgeliefert ist ein ein Meter langes Thunderbolt-Kabel, so kann man das RAID gut außerhalb der Hörweite aufstellen. Zwei LEDs für jede Festplatte zeigen deren Betriebszustand und zwei weitere Strom und Fehler an.

Unausgereifte Software

Vor der ersten Inbetriebnahme muss man das Programm RaidMaster von der Internetseite des Herstellers laden. Raid Master dient zur Konfiguration der RAID-Modi JBOD, RAID 0, RAID 1, RAID 10 oder Hyperduo. Störend ist, das es sich nicht um ein Programm im eigentlichen Sinne handelt, sondern um eine browserbasierte Bedienoberfläche. So werden Erweiterungen in Systemordnern verteilt und der Aufruf erfolgt über einen Webbrowser. Das macht auch eine Deinstallation schwierig. Leider ist das nicht das einzige Ärgernis, denn der RAID Master Service findet manchmal das Laufwerk nicht. Abhilfe ist ein Neustart des Rechners. Zum Glück muss man das RAID nur einmal konfigurieren. Davon abgesehen gefällt die Bedienung der Software mit klaren Menüpunkten.

Die Konfigurations-Software wird über den Browser bedient.
Vergrößern Die Konfigurations-Software wird über den Browser bedient.

Schneller Hyperduo-Modus

Klasse ist der Hyperduo-Modus für die Kombination von bis zu drei SSD mit einer Festplatte. Damit hat man eine flexiblere Alternative zu Apples Fusion Drive , die sogar als Boot-Laufwerk funktioniert. Es stehen zwei Varianten des Hyperduo Modus zur Auswahl: Safe Mode und Capacity Mode. Der Safe Mode spiegelt die Daten der SSD mit der Festplatten und der Capacity Mode nutzt die volle Geschwindigkeit der SSD und die Speicherkapazität der Festplatten - vergleichbar mit dem Fusion Drive von Apple. Das macht sich deutlich bemerkbar, während unsere Testfestplatte im Solomodus mit rund 90 MB/s gut ausgereizt wird, merkt man zusammen mit einer Kingston HyperX SSD einen deutlichen Leistungsschub auf über 300 MB/s im Capacity Mode. Wer mehr möchte, packt noch eine zweite SSD hinein und kommt auf fantastische 500 MB/s für das Schreiben. Aber auch nur mit Festplatten sind beispielsweise Werte von knapp 180 MB/s im RAID 10 ein guter Wert. Für den Einsatz einer SSD ist ein entsprechender Träger im Lieferumfang. Für mehr als eine SSD sind weitere Träger erhältlich.

Empfehlung Onto Datatale RS-M4T Thunderbolt

Abgesehen von der verbesserungswürdigen Konfigurations-Software und dem Plastikgehäuse hinterlässt der Onto Datatale RS-M4T Thunderbolt einen guten Eindruck. Der Speichereinbau gelingt leicht, das RAID ist flexibel und schnell. Zudem sind zwei Thunderbolt-Schnittstellen vorhanden, somit lässt sich das RAID auch für professionelle Zwecke gut einsetzen.

Datatale RS-M4T Thunderbolt

Data Watch

Preis: € 620, CHF 765

Note: 1,7 gut

Leistung (50%) 1,5

Ausstattung (20%) 2,0

Handhabung (20%) 2,0

Ergonomie (10%) 2,1

Vorzüge: Hyperduo Modus für SSD/Festplatten-Kombination, Thunderbolt-Kabel im Lieferumfang, automatischer Standby zusammen mit Rechner

Nachteile: Im Betrieb lauter Lüfter, Konfiguration nicht über DIP-Schalter am Gehäuse, Konfigurations-Software verbebesserungswürdig

Alternativen: Lacie 5big Thunderbolt , Promise PegasusRAID-System R4

Stromverbrauch ohne Laufwerk: Aus 0,47W, Standby 1,65W, Ein 8,6W

www.onnto.com.tw und www.higoto.de

0 Kommentare zu diesem Artikel
1841996