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Test Boinx Foto Magico Pro: Diashow am MAc erstellen

04.10.2009 | 16:11 Uhr |

Elegant oder professionell seine Fotos in einer ansprechenden digitalen Diashow präsentieren - mit Foto Magico Pro 3 geht das in der Bedienung intuitiv und im Ergebnis überzeugend.

Wer präziseren Einfluss als mit iPhoto auf seine Foto-Präsentation haben will, um etwa verschiedene Musikstücke innerhalb einer Diashow zu integrieren oder die Übergänge zwischen den Bildern variabel und trickreicher anzulegen, der benötigt ein ausgeklügeltes Tool wie Foto Magico Pro 3. Damit erhält der Anwender die Kontrolle über fast jedes Detail seiner Vorführung, ohne dass die Bedienung dabei allzu kompliziert würde. Im Gegenteil, mit Version 3 bietet Foto Magico die Assistenten-Funktion "Instant Diashow ...". Damit generiert man mit wenigen Klicks eine meist schon taugliche Bilderpräsentation. Im Dialog legt man rasch Parameter wie das Verhältnis zur vorher gewählten Musikdauer fest und bestimmt, ob man alle Übergangseffekte übernehmen will und wie die Animation der einzelnen Fotos stattfinden soll. Damit Bilder immer vollständig erscheinen, lässt man das Programm über Panoramen schwenken und hochformatige Fotos innerhalb des Zoomens und Schwenkens auch komplett anzeigen. Fertig ist die Vorschau. Wenn gewünscht, kann man nun an jeder beliebigen Stelle Feinabstimmungen etwa zum Start- und Endpunkt, zu Rotation und Ähnlichem vornehmen. Wer öfter Diashows mit 100 Bildern oder mehr vorbereitet, wird diese Automatisierungs-Option sehr zu schätzen wissen.

Mehr Soundoptionen und Integration von Videos

Neu ist, dass Foto Magico 3 mehrere Audiospuren zur Verfügung stellt und diese zueinander per "Audio Ducking" in der Lautstärke einstellbar sind. Eigene Kommentare lassen sich passgenau zu den Bildern oder Bildfolgen über ein internes oder externes Mikrofon einspielen. Hierbei nimmt das Programm automatisch eine Absenkung vorhandener Tonspuren, etwa unterlegter Musik, vor. Da Digitalkameras immer bessere Videoeigenschaften zum Aufnehmen bis in den HD-Bereich hinein ermöglichen, ist es praktisch, dass Foto Magico Pro 3 dies unterstützt: Filme im Quicktime-kompatiblen Format (auch AVI) können genauso wie ein Foto auf die "Bühne" der sichtbaren Fotos gezogen und wie ein Standbild animiert werden.

Profifunktionen fürs Präsentieren

Für aufwändigere Präsentationen wiederum ist der Teleprompter gedacht. Dabei lässt man die eigentliche Show beispielsweise über einen Beamer ausgeben, während man am Mac-Bildschirm die vorher eingetragenen Textnotizen liest. Bereits beim Programmstart oder dem Beginn einer neuen Show lässt Foto Magico den Anwender gezielt angeben, welches Ausgabegerät (Monitor, Fernseher oder Projektor) er verwenden will. Jederzeit sind alle Bedienelemente und Parameter gut zugänglich. Auf Dateien wie Fotos in iPhoto oder beliebigen anderen Ordnern, auf Filme, Ton in iTunes oder Soundeffekte aus iLife greift man über die Seitenleiste zu, Vorschau und Suchhilfe inbegriffen. Auch beim Export zeigt sich Foto Magico Pro 3 flexibel. Hat man Musikstücke im Storyboard, sollte man darauf achten, dass diese nicht DRM-geschützt sind. Dann nämlich verweigert das Programm den Export. Möchte man seine Diashow Windows-Anwendern direkt zur Verfügung stellen, geht das nur über den Quicktime-Export (MOV oder MPEG4). Der Standalone-Player, der die Show ohne installiertes Foto Magico in höchster Qualität abspielt, ist nur für Mac-Rechner gedacht. Andere Möglichkeiten sind das Speichern als Youtube-Film mit direktem Upload, für iPods oder iPhones, auf DVD, für Apple TV und als Bildschirmschoner (zum Testende noch nicht für Mac-OS X 10.6 verfügbar) für den Mac. Über Bildbearbeitungsfunktionen verfügt die Applikation nicht, allerdings lassen sich Fotos kippen und für die Vorführung beschneiden. Beim Sichern speichert Foto Magico jeweils die Bilddateien mit.

Empfehlung

Ob einfach oder virtuos: Mit Foto Magico Pro 3 stellt man beeindruckende Foto-Präsentationen für den Privat- und Profibereich her. Wer auf fortgeschrittene Funktionen wie Kommentare oder den Teleprompter verzichten kann, ist auch mit der deutlich günstigeren Homeversion für 25 Euro gut bedient. tha

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