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Fotobücher selbst gemacht

21.11.2007 | 12:29 Uhr |

Von der Digitalkamera auf die Festplatte und dann nie wieder gesehen? Nein, denn Fotobücher werden immer beliebter und das Angebot wächst auch für Mac-Anwender stetig. Wir testen die Alternativen zum iPhoto-Fotobuch.

Der moderne Mac-Benutzer kann aber gleich ein individuelles Fotobuch gestalten und drucken sowie binden lassen. Auch wenn die Druckqualität nicht an einen Fotoabzug heranreicht, beeindruckend ist ein solch professionell wirkendes Fotobuch allemal. Bislang blickte man etwas neidisch zum Nachbarn mit Windows-System, denn hier ist das Angebot an Fotobuch-Dienstleistern viel größer. Doch das Angebot für Mac-Benutzer wächst stetig. Längst hat das iPhoto-Buch mächtig Konkurrenz. Dabei ist die Bandbreite glücklicherweise recht hoch – vom edlen und teuren Fotobuch, das sich beispielsweise für Hochzeiten gut eignet, bis zum günstigen Fotobuch mit einfach zu bedienender Gestaltungssoftware ist für jeden die passende Lösung dabei.

Wir beschränken uns im Test auf Fotobücher, die etwa das A4-Format und ein Hardcover-Umschlag bieten. Die meisten Anbieter haben noch weitere Fotobücher im Programm, näheres dazu erfahren Sie in der Übersichtstabelle auf Seite 54, 55.

Die Testkandidaten

Die Fotobuch-Option von iPhoto war die erste Möglichkeit für Mac-Benutzer, auf einfache und vergleichsweise günstige Art ein Fotobuch zu erstellen. Das Angebot ist mittlerweile stark gewachsen. Wir testen Fotobuch-Dienstleister im deutschsprachigen Raum, die eine eigene Mac-Software zum Erstellen eines Fotobuchs anbieten. Darunter sind kleinere Anbieter wie Fotobuch-XXL, Fotobuch Profi und Photographerbook aber auch größere wie Myphotobook, dessen Dienst auch andere Anbieter verwenden. Darunter zählen neben den Fotobuch-Diensten von Pro 7, Sat 1, Schlecker auch Telekom Austria (AON). Neu für den Mac ist die Branchengröße fotobuch.de, die noch rechtzeitig zu unserem Test eine Betaversion ihrer Mac-Bestellsoftware vorgestellt hat. Auch Fotokasten präsentiert erstmals ein Gestaltungsprogramm für den Mac, das aus der Schmiede von IP-Labs kommt. Diese Software benutzt unter anderem auch Fujicolor mit seinen Partnern wie Saturn oder Rossmann. Doch zum Zeitpunkt unseres Tests ist dieser Service noch nicht ausgereift und wird deshalb nicht berücksichtigt.

Gestaltung leicht gemacht

Bei der Gestaltung des Fotobuchs sollte man sich vorher überlegen, wie viele Fotos man unterbringen möchte. Beispielsweise ist es bei einem Fotobuch zu einer Urlaubsreise sinnvoll, sich zuvor auf einem Papier einzuteilen, wie viele Seiten man für die Ausflüge oder Strandbesuche veranschlagen möchte.

Ohne Frage lassen sich mit iPhoto, wie auch in Aperture, Fotobücher am komfortabelsten gestalten. Hier hat man die beste Integration mit dem Apple-System und kann im Programm auch Bildkorrekturen vornehmen. Zudem bietet iPhoto eine Sammlung an Themenvorlagen, beispielsweise für Geburt, Hochzeit oder Urlaub. Leider lassen sich bei iPhoto keine eigenen Vorlagen einbinden, auch die vorgegebenen Seitenlayouts kann man nicht verändern. Auch mit dem Profi-Bildverwalter Aperture lassen sich Fotobücher erstellen. Diese sind in Form und Preis identisch mit den Büchern von iPhoto. Zwar ist Aperture etwas spärlicher mit Vorlagen ausgestattet, dafür hat man wie mit allen anderen Gestaltungsprogrammen im Test mehr Freiheiten beim Platzieren der Fotos. Fotorahmen lassen sich beispielsweise beliebig zufügen und auf der Seite arrangieren.

Ebenfalls sehr einfach kann man mit dem Programm von Fotokasten ein Fotobuch erstellen, das darüber hinaus auch zum Bestellen von Fotogeschenken, Fotoabzügen und Kalender dient. Das Bildfutter holt sich das Programm entweder aus der iPhoto-Bibliothek oder über einen frei wählbaren Ordner. Sehr gut gefällt uns hier die Smart-Page-Funktion: Zieht man mehrere ausgewählte Fotos auf eine Seite, ordnet das Programm diese automatisch an. Fügt man später ein weiteres Foto dazu oder entfernt eines, wird das Layout ebenfalls automatisch angepasst. Das Layout lässt sich auch ändern, wenn man mit dem Mauszeiger auf der entsprechenden Seite ist und dann per rechter Maustaste über das Kontextmenü „Neue Bildanordnung“ anwählt.

Von oben lässt sich eine Menüleiste einblenden, über die man Hintergründe, Rahmenformen und Layout-Vorlagen wählen und der Seite neue Text- wie Bildrahmen zufügen kann. Bei manchen aufwendigen Rahmenformen für die Fotos sieht man beim fertig gedruckten Buch leider unerwünschte Ränder, wenn man farbige Hintergründe verwendet. Auch vermissen wir ein magnetisches Raster, mit dem man das korrekte Platzieren von Bilderrahmen erleichtert. Lediglich ein Dutzend Schriften lassen sich verwenden, etwas mehr Auswahl würden wir uns hier wünschen. Ein weiteres Manko ist die teils zähe Geschwindigkeit vor allem auf langsameren Rechnern.

Komfortabel lässt sich mit Myphotobook ein Fotobuch gestalten. Wir empfehlen, den Expertenmodus am oberen rechten Fensterrand aktiviert zu lassen, denn so hat man umfangreichere Gestaltungsmöglichkeiten. So lässt sich das Layout manuell anpassen, Fotos mit Rahmen versehen oder in Schwarz-Weiß umwandeln, zudem kann man die Transparenz der Fotos ändern. Die Schriften listet das Programm nach Alphabet geordnet auf. Gut gefällt die übersichtliche Vorschau der Bilder, die man aus iPhoto oder von einem Ordner übernimmt. Hier lassen sich die Größe der Vorschaubilder sowie die Breite des Vorschaufensters ändern.

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