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Test Epson Stylus Photo R3000

09.05.2011 | 10:26 Uhr |

Es ist still geworden auf dem Markt der hochwertigen A3+-Drucker für Fotografen. Nachdem HP den Markt aufgegeben hat, bleibt als einziger Mitbewerber Canon mit seinem Pixma Pro 9500 Mark II.

Epson Stylus Photo R3000
Vergrößern Epson Stylus Photo R3000
© Epson

Wie schon sein Vorgänger verfügt der Stylus Photo R3000 über Pigmenttinten für lang haltende Drucke - das ist für Fotografen wichtig. Man kann, ein geeignetes Medium vorausgesetzt, von einer Haltbarkeit ab 80 Jahren ausgehen. Das entspricht dem Anspruch von Galerien und Museen. Des weiteren bietet der Stylus Photo R3000 eine Papierzuführung über einen automatischen, einen manuellen und einen Rollen-Einzug. Gegenüber dem Vorgänger Stylus Photo R2880 ist die Papierzuführung deutlich besser geworden. So ist die Einzelblattzufuhr für schwere Fine Art-Medien leichter zu bedienen und funktioniert endlich problemlos, zudem funktioniert die Rollenzufuhr besser. Leider passt nur eine Rollenbreite von 329 Millimeter. Per Handzuführung gelingt uns im Test aber auch die Verwendung von 15 und 21 Zentimeter breiten Rollen. Die schweren Fine Art-Papiere auf Baumwollbasis wie das Velvet Fine Art oder Hahnemühle Photo Rag mit einer maximalen Stärke von 1,3 Millimeter werden nun von vorne zugeführt. Das erspart das Gefummel von früheren Tagen. Hierzu wird die manuelle Zuführung mit einem Druck geöffnet und das Papier eingelegt. Wie auch beim Rollenpapier erleichtert das Bedienfeld die Handhabung deutlich. Klare Anweisungen in Deutsch und große Tasten sorgen für eine sichere Anwendung. Dazu muss man nicht einmal das sehr verständliche PDF-Handbuch lesen. Für den Fotodruck unerlässlich ist der randlose Druck auf nahezu allen Medien, eine sehr informative Tabelle im Handbuch gibt darüber Auskunft.

Besseres Tintensystem

Die Verbesserung, die von vielen Anwendern am meisten ersehnt wurde, ist die parallele Installation von schwarzen Tinten für mattes und glänzendes Papier. Nun muss man diese Patronen je Druck nicht mehr von Hand tauschen, der Drucker schaltet ganz nach Bedarf automatisch um. Allerdings geht beim Umschalten systembedingt Tinte verloren und man sollte dementsprechend seine Druckaufträge planen. Die nei8en Tintenpatronen fassen 25,9 Milliliter, die des Vorgängers Stylus Photo R2880 nur 11,4 Milliliter. Damit lassen sich nun selbst 35 A3+ Drucke am Stück produzieren, ehe man die erste Patrone austauschen muss. Wenn man sich die Kosten pro Liter ausrechnet, kommt man auf 1080 Euro, im Vergleich dazu liegt man beim größeren Stylus Pro 3880 bei 703 Euro und beim Vorgänger bei 1140 Euro.

Bei einem Drucker, mit dem man in erster Linie ausgewählte Bilder auf einem auch nicht gerade günstigem Papier druckt, stehen die Kosten nicht an aller erster Stelle. Hier ist neben der Handhabung die Druckqualität maßgebend. Und hier schlägt sich der Stylus Photo R3000 tadellos. Mit unseren Testmotiven auf ganz unterschiedlichen Papieren wie dem Premium Luster, Glossy und Semigloss von Epson, zeigt er sich auch mit Fine Art-Papieren von Hahnemühle, Harman, Permajet und Tecco perfekt. Die Farben sind so wie sie sein sollen, ein passendes Profil natürlich vorausgesetzt, und die Durchzeichnung in den Lichtern und Schatten ist sehr fein. Im direkten Vergleich zum Vorgänger zeigen sich intensive Farben und Hauttöne im direkten Vergleich leicht verbessert, genauso wie die Schattendurchzeichnung. Die Auflösung in feinen Linien ist ebenso tadellos. Von der Geschwindigkeit hat der Stylus Photo R3000 ebenfalls zugelegt und druckt ein A3-Plus-Ausdruck in etwas mehr als vier Minuten, für ein A4-Ausdruck braucht er knapp die Hälfte. An das Stromsparen hat Epson auch gedacht, nach 13 Minuten geht der Drucker in einen Ruhemodus und nach vier Stunden schaltet er sich automatisch aus.

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