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Fotojet: Ausgefeiltes Flash-Bildprogramm kostenlos

12.09.2016 | 15:12 Uhr |

Ob Bilder verbessern, Flyer entwerfen oder Collagen basteln – Fotojet von Entwickler Pearl Mountain bietet seine Browser-Bildbearbeitung kostenlos an.

In der Tat ist der angebotene Umfang von Fotojet 4.0 beeindruckend. Startet man die Website in seinem Browser , lassen sich Collagen aus eigenen Fotos erstellen, wir finden diverse Design-Vorlagen für Einladungen, Flyer und Ähnliches. Dazu lässt sich ein ausgewähltes Foto in umfangreicher Weise editieren, mit Filtern und Effekten versehen, speichern und teilen.

Hier geht es los.
Vergrößern Hier geht es los.

Wir probieren dies zunächst mit den Beispielfotos des Anbieters aus, später nutzen wir auch eigene. Diese lassen sich etwa nach Anmeldung von Facebook oder vom eigenen Mac laden und bearbeiten. Auch das Speichern klappt problemlos. Die Benutzerführung ist komplett auf Englisch, lässt sich aber leicht auch auf Deutsch umstellen (unten rechts im Browserbild findet sich ein kleines Drehrädchensymbol für Einstellungen). Hat man ein Verbesserungstool oder einen Effekt genutzt, sollte man vorher auf Apply/Anwenden klicken, damit die Veränderung auch umgesetzt wird. Die erste Einschränkung ist freilich, dass einige der interessanteren Tools mit einem kleinen Krönchen-Symbol versehen sind. Möchte man diese Werkzeuge nutzen, muss man sich bei Pearl Mountain vorher registrieren oder mit seinen Facebook-Account-Daten einloggen. Diese sind oft besonders interessant, bieten sie doch Entrauschen, Schärfen, Vignetten, selektive Filtermasken oder Effekte wie Tilt Shift an. Natürlich verspricht der Anbieter, dass alle Informationen bei ihm zu 100 Prozent sicher sind. Nicht jeder wird davon völlig überzeugt sein, zumal, wenn es über Facebook läuft.

Man erhält mit Jetfoto eine komplexe Bildbearbeitung.
Vergrößern Man erhält mit Jetfoto eine komplexe Bildbearbeitung.

Nach Registrierung fast vollwertiges Publishingtool

Wem das nichts ausmacht, erhält eine erstaunlich umfangreiche Sammlung von Bildbearbeitungsoptionen, Cliparts, Rahmen, Textoptionen und Vorlagen, was im Grunde ein komplettes Kaufprogramm zur festen Installation ersetzen kann. Zumindest für den privaten Gebrauch dürfte dies vielen Usern mehr als ausreichend sein.

Für manche Funktionen muss man sich mit eigenem Facebook-Account anmelden.
Vergrößern Für manche Funktionen muss man sich mit eigenem Facebook-Account anmelden.

Doch noch ein zweites Sicherheitsrisiko ist anzusprechen. Dies bemerkt man vor allem dann sofort, wenn man mit dem Chrome-Browser von Google arbeitet. Denn hier ist standardmäßig und eigens die Genehmigung zu erteilen, Flash zuzulassen. In einer Zeit, in der die Empfehlung häufig lautet, den Flash-Player und -Plugins komplett vom eigenen System zu entfernen , ist dies relativ mutig, eine Web-Applikation auf dieser Basis anzubieten. Aber offenbar liefert Flash hier immer noch die umfangreichsten Optionen für Online-Entwickler.

Ein bisschen knallig, aber bunt.
Vergrößern Ein bisschen knallig, aber bunt.

Für Geld auch ”richtige” Programme

Selbstverständlich hat Pearl Mountain mit seiner kostenlosen Offerte noch Anderes im Sinn. So bietet der Entwickler auf seiner eigentlichen Website diverse vergleichbare Foto- und Grafiktools für den Mac an, darunter den Picture Collage Maker, Publisher Plus oder VideoGIF for Mac, die allesamt einen interessanten Eindruck machen. Aber freilich dann auch ordentlich Geld kosten.

Die Vorlage für das Aufmacher-Foto sieht relativ gewöhnlich aus. Mit ein paar Effekten macht daraus Fotojet ein perfektes Facebook- oder Instagram-Motiv.
Vergrößern Die Vorlage für das Aufmacher-Foto sieht relativ gewöhnlich aus. Mit ein paar Effekten macht daraus Fotojet ein perfektes Facebook- oder Instagram-Motiv.

Abgesehen davon bietet das hier vorgestellte Fotojet die durchaus praktische Option, dafür nicht nur beliebige Browser auf dem Mac, sondern mit derselben Benutzeroberfläche auch etwa mit Edge, Firefox oder Chrome unter Windows zu nutzen. Hat man seine Fotos entsprechend online beispielsweise in der Dropbox abgelegt, kann man auf die bearbeiteten Bilder jederzeit zugreifen. Auf Systemen wie dem iPad und Unterstützung für Flash funktioniert das freilich nicht.

Empfehlung

Das Angebot ist wirklich fast überwältigend. Spielt die Internet-Verbindung mit und macht es einem nichts aus, sich beim Entwickler zu registrieren oder mit dem sehr umstrittenen Flash von Adobe zu arbeiten, spricht nichts dagegen, es einfach auszuprobieren – viele Tools sind wie erwähnt auch ohne Preisgabe der eigenen Daten frei verfügbar.

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