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Adobe Photoshop Lightroom 4

19.03.2012 | 14:44 Uhr |

Lightroom ist seit langem ein etabliertes Werkzeug zum organisieren, sichten und bearbeiten von Fotos. Nun hat Adobe es kräftig modernisiert.

Adobe Lightroom 4 hat nun die beiden Bereiche Karte und Buch dazu bekommen.
Vergrößern Adobe Lightroom 4 hat nun die beiden Bereiche Karte und Buch dazu bekommen.

Mit Photoshop Lightroom 4 hat Adobe ein rundum gelungenes und umfangreiches Update hingelegt und die Anwendung drastisch im Preis gesenkt. Nun ist sie auch preislich Konkurrenzfähig mit Apple Aperture, Corel Aftershot (vormals Bibble) oder DxO Optics Pro. In der vierten Version von Lightroom führt Adobe nun ein Landkarten- und Buch-Modul ein, zudem ist das Korrektur-Werkzeug und Camera RAW verbessert.

Detailverbesserungen

Sehr viele Detailverbesserungen hat Adobe eingebaut, die erst auf den zweiten Blick sichtbar werden, einem aber die Arbeit mit Lightroom teils deutlich erleichtern. Beispielsweise lassen sich in der Bibliothek nun mehrere Ordner gleichzeitig verschieben, bislang war das nur mit einzelnen Ordnern möglich. Thematisch zusammengefasst sind nun die Entwicklungs-Vorgaben, bislang musste man sich hier durch eine lange Liste hangeln. Auch die Menüsprache lässt sich nun ändern. Dies sind nur einige Verbesserungen, die Adobe nach eigenem Bekunden aufgrund von Wünschen der Anwender nun umgesetzt hat.

Entwickeln

Völlig neu geschrieben ist die Prozess-Version von Lightroom 4 und das ist eines der bemerkenswertesten Neuerungen. Hier hat sich vor allem das Demosaicing sowie die Renderqualität bei Änderungen von Lichter und Tiefen deutlich verbessert. Ältere Prozess-Versionen kann man auf die aktuelle umstellen, das empfehlen wir wegen der besseren Ausgabequalität. Doch auch weiterhin kann man die älteren Prozess-Versionen verwenden, dies lässt sich unter "Einstellungen > Prozess" umstellen.

Die Grundeinstellungen im Entwickeln-Bereich wurden neu gestaltet. Lichter und Tiefen lassen sich nun deutlich besser als zuvor korrigieren.
Vergrößern Die Grundeinstellungen im Entwickeln-Bereich wurden neu gestaltet. Lichter und Tiefen lassen sich nun deutlich besser als zuvor korrigieren.

Völlig überarbeitet ist nun der Bereich Grundeinstellungen im Entwickeln-Modul. Hier kann man nun Lichter und Tiefen separat ändern sowie mit den Reglern Schwarz und Weiß die äußersten Ränder des Histogramms ändern. Auch bei schwierigen Aufnahmen mit starken Schatten und ausgefressenen Lichtern lässt sich hier deutlich mehr an Zeichnung in dunklen und hellen Bildbereichen rausholen als bei Lightroom 3. Zudem erhält der Pinsel für lokale Korrekturen neue Funktionen: Nun lässt sich außer Farbe, Kontrast und auch eine Rauschunterdrückung per Pinselstrich anwenden, zudem eine Morié-Unterdrückung wie ein Weißabgleich.

Objektivkorrektur

Auch wenn sich bei der Objektivkorrektur nichts gegenüber Ligtroom 3 geändert hat, möchten wir es nicht unerwähnt lassen. Denn sofern sich ein verwendetes Objektiv in der Datenbank befindet, arbeitet die Objektivkorrektur sehr effektiv und unkompliziert. Außer Verzeichnung und Randabdunklung werden so auch chromatische Aberrationen, die sich durch Farbkanten an kontrastreichen Bildmotiven besonders am Bildrand bemerkbar machen, wirkungsvoll entfernt. Die Stärke der Korrektur lässt sich jeweils über einen Regler einstellen. Mittlerweile befinden sich Objektive von 15 Herstellern in der Datenbank. Alte Objektive, beispielsweise von Minolta, fehlen indes.

Befindet sich das Objektiv nicht in der Datenbank, kann man eine Korrektur wie zuvor auch manuell durchführen. Hier lässt sich auch eine vertikale oder horizontale Verzerrung korrigieren, das ist besonders für Architekturaufnahmen interessant, wenn man stürzende Linien korrigieren möchte. Falls man oft mit einem Objektiv fotografiert, das sich nicht in der Datenbank befindet, kann man ein eigenes Korrekturprofil erstellen oder auf Profile zurück greifen, die andere Anwender erstellt haben. Dazu bietet Adobe auf der Adobe-Labs-Website das Programm Lens Profile Creator an.

Karte

Neu hinzugekommen ist das Karten-Modul. Bereits getaggte Fotos ordnet Lightroom automatisch auf einer Google Map an und kann aufgrund der GPS-Daten die Ortsnamen den Metadaten des Fotos zufügen. Die Ortsinformationen lassen sich bei einem Export auf Wunsch auch ausblenden.

Per Hand kann man ganz ähnlich wie in iPhoto einen Ort oder durch vergrößern des Radius eine ganze Region wählen. Beliebig vielen Fotos lässt sich nun dieser Ort zufügen, indem man sie einfach per Drag-and-drop auf den erstellten Kreis des Ortes zieht.

Gut gefällt die Karten-Ansicht. Lightroom 4 verwendet dazu Google Maps. Anhand der GPS-Infos kann Lightroom den Meta-Informationen auch die Ortsnamen zufügen.
Vergrößern Gut gefällt die Karten-Ansicht. Lightroom 4 verwendet dazu Google Maps. Anhand der GPS-Infos kann Lightroom den Meta-Informationen auch die Ortsnamen zufügen.
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