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Für Sie gelesen: iBook über das erste iPhone

20.12.2016 | 10:53 Uhr |

Für einen knappen Euro gibt es ein kleines digitales Buch über das allererste iPhone mit interaktivem ”Betriebssystem”.

Von Christoph Kabisch stammt das schlicht " iPhone" genannte iBook, das auf 54 Seiten alle Details in Wort und Bild zum iPhone von 2007 präsentiert. Höhepunkt ist dabei die Möglichkeit, auf einem virtuellen iPhone Apps so aufzurufen, wie sie sich damals dem Nutzer zeigten. Das gilt freilich nur ganz rudimentär, wirklich bedienen lässt sich nicht viel. Weder lassen sich die Videos real starten, noch die Tracks hören oder durch die Karte scrollen. Trotzdem macht es Spaß, sich in Erinnerung zu rufen, dass auch schon das originale iPhone-OS ein gutes und gelungenes mobiles Betriebssystem war, das damals seinesgleichen suchte. Aufgrund dieser Interaktivität und der vielen Bildern Illustrationen wiegt das an sich schmale iBook immerhin 101 MB beim Download.

Einfache Bedienung – schlichte Fotos

Der Autor verweist auf die vielen Vorteile, wie vor allem die wunderbar einfache Bedienung des Touch Screen mit den Fingern. Er präsentiert die zugleich schicke wie solide Verarbeitung in einer Mischung aus Aluminium und Glas. Die Möglichkeit, auf leichte Weise E-Mails zu verschicken, sich auf der Karte den Standort anzeigen zu lassen – wenn auch noch ohne Navigation – oder wenigstens schlichte Fotos mit der zwei Megapixel-Kamera auf der Rückseite des Geräts schießen zu können. Deren Qualität wird sogar so vorgestellt, dass man sich ein gutes Bild von der noch niedrigen Auflösung damals machen konnte. Jedes Detail inklusive der verschiedenen Tasten oder Eingänge wird vorbildlich besprochen oder präsentiert. Auch die technischen Werte und die Preise, oder wie Steve Jobs das iPhone auf der Macworld 2007 erstmals stolz der Öffentlichkeit vorführte . Das war im Januar 2007 – selbst in USA musste man noch ein halbes Jahr warten, bis Ur-iPhone endlich in den Händen der dafür vor den Apple- und AT&T-Stores schlangenbildenden Nutzer landete.

Noch ohne App Store

Interessant auch die Erinnerung, dass es damals nur 16 Apps bei Auslieferung gab und zusätzlich das Konzept von sogenannten Web-Apps, die innerhalb des Browsers Safari liefen. Der App Store erschien erst etwas später. Flash unterstützte das iPhone schon damals nicht, weswegen Youtube so schnell wie möglich seine Videos in das modernere H. 264-Format verwandelte, die dann auch auf der Youtube-App auf dem iPhone liefen. Das Icon hatte damals noch die hübsche Retro-Anmutung eines altmodischen Fernsehers.

Kabisch spricht auch von der Marktentwicklung des ursprünglichen iPhone, die erst nach einer deutlichen Preissenkung so richtig Fahrt aufnahm. Und auch kritische Aspekte verschweigt er nicht. Obwohl das Time-Magazin 2007 das iPhone zur "Erfindung des Jahres" kürte, verfügte es damals weder über Zugang zum deutlich schnelleren 3G-Netz, hatte die erwähnte schwache Kamera, bot noch viel zu wenige Apps und konnte zwar SMS, aber keine MMS verschicken. Vom hohen Preis mal ganz abgesehen. Auch die exklusive Zusammenarbeit in den USA mit AT&T (damals noch Cingular Wireless) und in Deutschland mit der Telekom kam nicht überall gut an. Letztlich aber hat sich das Konzept auf breiter Ebene durchgesetzt, sodass das iPhone bis heute noch praktisch als Synonym für Smartphones überhaupt gilt.

Fazit und Empfehlung

Nicht nur für Nostalgiker, sondern auch für alle technisch und an Design interessierten Leser ist das Büchlein eine klare Empfehlung. Und wem das noch nicht reicht: In gleicher Aufmachung gibt es von Kabisch dann auf schon 92 Seiten auch das Buch über iPhone 4 & 4S , ebenfalls für einen Euro mit analog interaktivem Zugang zum Betriebssystem iOS 4.2.

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