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FIFA 10 auf dem iPhone

08.10.2009 | 15:06 Uhr |

EA Sports bringt die bekannte Fußballsimulation auf das iPhone. Mit über 500 echten Mannschaften und mehr als 12.000 Spielern soll FIFA 10 abwechslungsreiche Spiele bringen. Wir schnüren die Stollenschuhe.

Der Umfang von FIFA 10 auf dem iPhone ist eindrucksvoll. Eine fünfstellige Anzahl echter Spielernamen, echte Vereine und Stadien und mehrere Spielmodi. Viel Futter für Fußballfans also. Namen sind bei einem Sportspiel aber Schall und Rauch, hier kommt es auf den Spielspaß an. Die optische Präsentation von FIFA 10 ist gelungen. Menüs und Hintergründe sind schick gestaltet und im Hauptmenü liegt als Gag ein Fußball neben der Auswahlleiste, den man per Fingerzeig hüpfen lassen kann.

Ähnlich wie bei der Konsolen-Version von FIFA gibt es hier auf dem iPhone einen Managermodus, bei dem man Vereinsmanager, Trainer und Spieler in Personalunion ist. Hier kann man Transfers tätigen, Spiele entweder selbst übernehmen oder simulieren lassen. Die Simulation kann man als Liveticker mitverfolgen und auf Wunsch das Spiel manuell übernehmen, wenn man mit dem Spielverlauf nicht zufrieden ist. Für Erfolge gibt es Extras wie Stadionerweiterungen.

Komplizierte Steuerung

Die Steuerung im Spiel ähnelt den anderen Fußballspielen auf dem iPhone wie X2 Football oder Real Football 2009 . Mit dem linken Daumen bedient der Spieler ein virtuelles analoges Steuerkreuz, der rechte Daumen betätigt zwei Aktionstasten, mit denen man passt, schießt oder Gegenspieler attackiert. Leider hat EA hier auf eine vielseitige, aber auch komplexe Lösung zurückgegriffen. Nur wenige Aktionen wie ein flacher Pass oder einfacher Schuss funktionieren über einen simplen Tastendruck.

Die meisten wichtigen Manöver benötigen eine Tastenkombination. Zum Grätschen muss man beispielsweise von Knopf A auf Knopf B rutschen. Ähnliches gilt für hohe Pässe, Doppelpässe (zwei mal rutschen) oder andere wichtige Aktionen. Dies macht das Spiel auf dem Rasen wenig intuitiv und fordert einige Lernarbeit. Andere Spiele begnügen sich damit, dass man einen Aktionsknopf länger oder zwei mal drückt, um eine Spezialaktion auszuführen. Auch die Spielerwechsel zum gesteuerten Kicker funktionieren In der Praxis halbmanuell, sodass man beispielsweise erst dann den gewünschten Verteidiger nutzen kann, wenn man die B-Taste erwischt hat und der gegnerische Stürmer schon auf den Torwart zuläuft.

Für Spezialschüsse wie Lupfer oder präzise Schlenzer muss der Spieler die Schusstaste doppelt drücken. Dies klingt einfach, allerdings bestimmt die Länge des ersten Tastendrucks die Schussstärke. FIFA 10 verlangt dem Spieler also viel Konzentration auf die Steuerung ab und macht das Leben auf dem Platz deshalb unnötig schwer. Zu oft kann man einen geplanten Spielzug nicht umsetzen, weil man die Tastenkombination nicht wie vorgeschrieben ausführt oder nicht mehr sicher weiß, ob es A-B oder B-A oder A-B-A war, was dafür nötig ist. Alternativ gibt es statt des Steuerkreuzes die Bewegung per Neigung des Gerätes. Dies ist jedoch weniger präzise.

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