Fußball auf dem iPhone
FIFA 10 auf dem iPhone
EA Sports bringt die bekannte Fußballsimulation auf das iPhone. Mit über 500 echten Mannschaften und mehr als 12.000 Spielern soll FIFA 10 abwechslungsreiche Spiele bringen. Wir schnüren die Stollenschuhe.
Der Umfang von FIFA 10 auf dem iPhone ist eindrucksvoll. Eine fünfstellige Anzahl echter Spielernamen, echte Vereine und Stadien und mehrere Spielmodi. Viel Futter für Fußballfans also. Namen sind bei einem Sportspiel aber Schall und Rauch, hier kommt es auf den Spielspaß an. Die optische Präsentation von FIFA 10 ist gelungen. Menüs und Hintergründe sind schick gestaltet und im Hauptmenü liegt als Gag ein Fußball neben der Auswahlleiste, den man per Fingerzeig hüpfen lassen kann.
Ähnlich wie bei der Konsolen-Version von FIFA gibt es hier auf dem iPhone einen Managermodus, bei dem man Vereinsmanager, Trainer und Spieler in Personalunion ist. Hier kann man Transfers tätigen, Spiele entweder selbst übernehmen oder simulieren lassen. Die Simulation kann man als Liveticker mitverfolgen und auf Wunsch das Spiel manuell übernehmen, wenn man mit dem Spielverlauf nicht zufrieden ist. Für Erfolge gibt es Extras wie Stadionerweiterungen.
Komplizierte Steuerung
Die Steuerung im Spiel ähnelt den anderen Fußballspielen auf dem iPhone wie X2 Football oder Real Football 2009. Mit dem linken Daumen bedient der Spieler ein virtuelles analoges Steuerkreuz, der rechte Daumen betätigt zwei Aktionstasten, mit denen man passt, schießt oder Gegenspieler attackiert. Leider hat EA hier auf eine vielseitige, aber auch komplexe Lösung zurückgegriffen. Nur wenige Aktionen wie ein flacher Pass oder einfacher Schuss funktionieren über einen simplen Tastendruck.
FIFA 10 im Test
Die Steuerung funktioniert genretypisch: Ein virtuelles Steuerkreuz und zwei Aktionstasten.
Standardmäßig ist die Sprache von FIFA 10 auf englisch eingestellt. Dies kann man aber leicht…
…in den Einstellungen ändern.
Taktikfüchse können die Aufstellung und Formation vor und während des Spiels ändern.
Grafik und Athmosphäre sind gut gelungen.
Zwischenszenen und Animationen sind ansprechend.
Sehr schön: Nach dem Spiel kann man sich die Toschüsse genau anzeigen lassen.
Im Be-A-Pro-Modus entscheidet man sich für einen Spieler in schlüpft in dessen Rolle
Jetzt muss man sich auf dieser Position beweisen, Zweikämpfe gewinnen, Pässe spielen und immer die Position halten. Die Richtungspfeile am Boden weisen auf die ideale Position.
Ärgerlicher Fehler: Der Torwart lässt diesen simplen Rückpass einfach durchrolllen…
FIFA 10 bietet abwechslungsreiche Spielmodi.
… ein peinliches Eigentor.
…nervt aber mit einer unnötig komplizierten Steuerung.
Im Managermodus leitet man nicht nur die Spiele, sondern auch Transfers und Spielerentwicklung.
Für gewonnene Spiele gibt es Prestigepunkte
Man kann Spielern anderer Vereine Angebote machen…
…und eigene Kicker zum Tausch anbieten.
Wenn das Angebot stimmt, kann man ohne Mühe internationale Stars verpflichten.
Im Managermodus kann man gewonnene Punkte dafür einsetzen, um Spieler zu verbessern.
Auf Wunsch kann man Spiele im Managermodus auch simulieren und nur bei Bedarf eingreifen.
Je schneller man zieht, desto härter schießt der Schütze.
Standards schießt man, indem man den symbolischen Ball in Richtung Tor zieht.
Wiederholungen erlauben es, Tore noch einmal im Detail zu betrachten.
Dynamische, spektakuläre Spielzüge kommen nur selten zustande
Nach dem Spiel zeigt FIFA die Ballbesitzverteilung an.
Wer will, kann nach Abpfiff die Highlights sehen oder bei Freundschaftsspielen eine Revanche starten.
Die meisten wichtigen Manöver benötigen eine Tastenkombination. Zum Grätschen muss man beispielsweise von Knopf A auf Knopf B rutschen. Ähnliches gilt für hohe Pässe, Doppelpässe (zwei mal rutschen) oder andere wichtige Aktionen. Dies macht das Spiel auf dem Rasen wenig intuitiv und fordert einige Lernarbeit. Andere Spiele begnügen sich damit, dass man einen Aktionsknopf länger oder zwei mal drückt, um eine Spezialaktion auszuführen. Auch die Spielerwechsel zum gesteuerten Kicker funktionieren In der Praxis halbmanuell, sodass man beispielsweise erst dann den gewünschten Verteidiger nutzen kann, wenn man die B-Taste erwischt hat und der gegnerische Stürmer schon auf den Torwart zuläuft.
Für Spezialschüsse wie Lupfer oder präzise Schlenzer muss der Spieler die Schusstaste doppelt drücken. Dies klingt einfach, allerdings bestimmt die Länge des ersten Tastendrucks die Schussstärke. FIFA 10 verlangt dem Spieler also viel Konzentration auf die Steuerung ab und macht das Leben auf dem Platz deshalb unnötig schwer. Zu oft kann man einen geplanten Spielzug nicht umsetzen, weil man die Tastenkombination nicht wie vorgeschrieben ausführt oder nicht mehr sicher weiß, ob es A-B oder B-A oder A-B-A war, was dafür nötig ist. Alternativ gibt es statt des Steuerkreuzes die Bewegung per Neigung des Gerätes. Dies ist jedoch weniger präzise.
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