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G-Drive USB-C: 1-TB-Festplatte für das Macbook 12"

23.05.2016 | 08:17 Uhr |

Speziell für den USB-C-Anschluss ist die externe Festplatte von G-Technology gebaut. Wir testen die G-Drive mobile USB-C an einem 12 Zoll MacBook.

Das Macbook mit seinem 12 Zoll großen Retina-Display ist der erste Rechner von Apple, der einen USB-C-Anschluss verwendet. Sicherlich werden auch künftige Rechner aus dem Hause Apple auf diesen neuen USB-Anschluss setzen. Denn USB-C ist so variabel wie Thunderbolt. Zudem lässt sich das Macbook über die USB-C-Schnittstelle mit Strom versorgen.

Die G-Drive mobile USB-C im Überblick

Speziell für den USB 3.1 Anschluss (USB-C) ist die externe Festplatte von G-Technology gebaut. Und mit den Farben Spacegray und Gold passt die 130 Euro teure Festplatte auch optisch gut zum Macbook.

Ein Terabyte Daten fasst die G-Drive mobile USB-C. Im Gehäuse arbeitet die HGST-Festplatte Travelstar 7K1000 mit der Modellnummer HTS721010A9E630 / 0J22423 (1TB). Mitgeliefert ist neben einem USB-C-Kabel ein Kabel für den herkömmlichen USB-Anschluss. Beide Kabel messen jeweils 60 cm. Für den mobilen Gebrauch reicht diese Länge aus.

Die rund 170 g schwere Festplatte ist 1 cm dick und misst etwa 13 mal 8 Zentimeter.  Die Ober- und Unterseite ist aus Metall gefertigt, der Rand aus Plastik. Nützlich wäre eine Gummierung auf der Unterseite der Festplatte, die G-Drive mobile USB-C muss aber ohne auskommen.

Festplatte (Hard Disk Drive) versus Flash-Speicher

Da dieser externe Speicher eine klassische Festplatte anstatt eines SSD-Speichers verwendet, ist sie für das kostengünstige Speichern von großen Datenmengen ausgelegt. Der Nachteil: Da die Festplatte im Gegensatz zu einem Flash-Speicher rotierende, mechanische Teile besitzt, ist sie anfälliger gegen Erschütterungen. Das gilt besonders dann, wenn die Festplatte in Betrieb ist. Für den häufigen mobilen Einsatz ist daher ein SSD-Speicher geeigneter, auch wenn er deutlich teurer ist.

Das leistet die USB-C-Schnittstelle

Die unterschiedlichsten Peripheriegeräte kann man über USB-C verbinden. Das können entweder Massenspeicher wie die hier getestete Festplatte von G-Technology sein, aber auch externe Displays. Für viele Anwender wohl genialste Eigenschaft des USB-C Anschlusses ist, dass man den Stecker nicht mehr verkehrt herum einstecken kann. Vielmehr ist es, ähnlich wie bei den Lightning Anschluss das iPhone, egal wie rum man ihn einsteckt.

Die Geschwindigkeit der G-Drive mobile USB-C im Praxistest

Für den Test an einer USB-C-Schnittstelle verwenden wir einen Macbook Baujahr 2015 mit 12 Zoll Retina Display, an einem iMac Baujahr Ende 2012 messen wir die Geschwindigkeit an einer USB-3.0-Schnittstelle. Und an einem Macbook Pro Baujahr 2011 ermitteln wir, wie schnell die Festplatte an einer USB-2.0-Schnittstelle ist. Wir verwenden dabei das kostenlose Programm Blackmagic Disk Speed Test, das man im Mac App Store findet.

Zudem messen wir die Übertragungsgeschwindigkeit der Festplatte mit dem Macwelt-eigenen Programm Howfast Storage. Diese Software verwenden wir nur für interne Tests, da es den Dateninhalt des Test-Laufwerks für den ausführlichen Test löscht.

Gleich schnell an USB-C und USB 3.0

Verbindet man die Festplatte mit dem Macbook, muss man auf einen Stromanschluss verzichten. Außer man verwendet ein USB-C-Hub wie das Satechi Type-C USB 3.0 3 in 1 Combo Hub .

Die Übertragungsgeschwindigkeiten der G-Drive mobile USB-C sind deutlich langsamer als die eines SSD-Speichers, auch wenn die G-Drive mobile USB-C eine schnelle Festplatte mit 7200 Umdrehungen pro Minute statt weit verbreiteten 5400 Umdrehungen pro Minute verwendet. Zudem wird die Festplatte systembedingt umso langsamer, je mehr Daten auf ihr gespeichert sind. Bei einem SSD-Speicher ist die Geschwindigkeit unabhängig vom Füllgrad gleich schnell.

Die G-Drive mobile USB-C kann die maximal mögliche Übertragungsrate eines USB-C-Anschlusses und eines USB-3.0-Anschlusses bei weitem nicht ausnutzen, da die eingesetzte Festplatte zu langsam ist. Uns so messen wir an beiden Schnittstellen die gleiche Übertragungsgeschwindigkeit von rund 106 MB/s beim Lesen und 112 MB/s beim Schreiben. Das ist für eine Festplatte ein ordentlicher Wert. An einer USB-2.0-Schnittstelle ist die G-Drive mobile USB-C systembedingt sehr langsam: Gerade einmal 27 MB/ s beim Lesen und 20,6 MB/s beim Schreiben messen wir hier. Im Vergleich erreicht der externe SSD-Speicher Samsung Portable SSD T1 an USB 3.0 eine Übertragungsrate von 360 MB/s. Allerdings ist die 1-TB-Version mit 360 Euro auch deutlich teurer.

Empfehlung G-Technology G-Drive mobile USB-C 1 TB

Für eine externe Festplatte erreicht die G-Technology G-Drive mobile USB-C 1 TB durchaus gute Werte, ist aber dreimal langsamer als ein externer SSD-Speicher. Und so eignet sich die G-Drive mobile USB-C 1 TB vor allem zum archivieren von Daten oder für Backups mit Time Machine. Allerdings ist die G-Drive mobile USB-C 1 TB preislich in seiner Gattung am oberen Bereich angesiedelt. Eine Alternative sind nahezu gleichschnelle externe Festplatten für die USB-3.0-Schnittstelle, die man per Adapter am Macbook betreibt.

G-Drive Mobile USB-C

Hersteller:

G-Technology

Preis

€ 130

Note:

2,6 befriedigend

Leistung (60 %)

3,0

Qualität/Ausstattung (20 %)

2,5

Handhabung (10 %)

1,5

Ergonomie (10 %)

1,5

Vorzüge:

Verhältnismäßig günstiger Speicher für große Daten, mit Kabel für USB 3.0 und USB-C

Nachteile:

Im Vergleich zu SSD langsam, für gebotene Leistung etwas teuer

Größe (B x H x T)

8 x 1 x 13 cm

Gewicht

170 g

Alternativen:

Diverse USB-3.0-Festplatten mit USB-C-Adapter

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