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G5: 1,6 GHz im Test

19.08.2003 | 18:13 Uhr |

Eine Reise in den Münchner Osten ist für einen Downtown-Redakteur nicht unbedingt das Highlight des Tages. Aber wenn Apple zum spontanen G5-Vorab-Benchmarking ruft, dann avanciert die Autotour zur ebenso spontanen Pilgerfahrt.

Inzwischen rollen die ersten G5-Lieferungen quer durch die Republik, allen voran das kleinste 64-Bit-Einsteiger-Modell mit 1,6 GHz Taktfrequenz. Genau so einen Power Mac konnten wir in der deutschen Apple-Zentrale in Feldkirchen vorab schon genauer unter die Lupe nehmen. Dazu bemühen wir einige praktische Benchmark-Tests, die wir speziell für die neuen G5-Rechner entwickelt haben und ab der kommenden Macwelt-Ausgabe 10/2003 (erscheint am 3. September) zum Tragen kommen.

Grundlegendes Konzept hinter den neuen Benchmarks: Alle Testergebnisse basieren auf Programmen aus der Praxis, die jeder Anwender einsetzt oder zumindest vom Namen her kennt. Zudem gibt es unsere neuen Benchmark-Tools sowohl für den Mac als auch für Windows-PCs, damit lassen sich beide Systeme in den entsprechenden Bereichen endlich direkt miteinander vergleichen. Alle Schritte unserer neuen Benchmark-Reihe konnten wir leider nicht mit dem "kleinen" G5 ausprobieren, aber die wichtigen Multimedia- und CPU-Tests konnten wir auf jeden Fall ungestört laufen lassen.

Mehr Speicher, bitte!

An den Start in einem ruhigen Büro des Apple-Headquarters gehen neben Photoshop 7.0.1 auch noch iTunes 4 (MP3-Kodierung), Cinebench 2003 (Version 8.1) sowie Unreal Tournament 2003, um die Open-GL-Leistung in realen Spielesituationen zu messen. Dazu kommen diverse große und kleine Testdateien aus unseren bisherigen Benchmarks, mit denen wir die Datenübertragung innerhalb des Finders ermitteln. Auf unserem Redaktions-PC (Athlon XP 2200+ mit 1,83 GHz, 768 MB DDR266-RAM und 80 GB Ultra-ATA-100-Harddisk) tauschen wir iTunes durch Steinbergs MyMP3 (3.0) aus, statt des Finders nehmen wir unter Windows XP Professional (Service Pack 1) natürlich den "Explorer".

Zunächst haben wir den G5 in der Standardkonfiguration des Apple Stores mit 256 MB DDR333-Arbeitsspeicher getestet. Hier sind die Ergebnisse vor allem in Photoshop und Cinebench erwartungsgemäß ernüchternd: Unser Photoshop-Script, das ein 10-MB-TIFF-Bild erzeugt und diverse Filter anwendet, schafft der G5 in 1 Minute und 27 Sekunden. Mit 512 MB RAM sieht die Sache schon etwas besser aus: Bei gleicher Aufgabenstellung beendet der Power Mac seine intensive Arbeit bereits nach rund 56 Sekunden. Unser Redaktions-PC absolviert den Parcours übrigens in genau einer Minute - leichter Vorteil also für den G5, obwohl es sich bei der verwendeten Photoshop-Version noch nicht einmal um eine G5-optimierte Variante handelt. Zudem ist der Apple-Computer mit rund 200 MHz weniger getaktet als der Windows-Freund.

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