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G5 1,8 GHz - Die neue Mitte

15.09.2003 | 13:56 Uhr |

Nach dem leicht ernüchterndem Debüt des kleinsten G5 mit 1,6 GHz steht nun das Mittelklassemodell mit 1,8 GHz im Macwelt-Testcenter. Und er ist schneller, als wir dachten.

Prinzipiell bewegen sich einige unserer Messwerte in einem Rahmen, den wir uns von einem 200 MHz schnelleren System erwarten. An der Softwaresituation hat sich seit dem 1,6-GHz-Test allerdings nichts geändert: Bis auf den speziellen G5-Photoshop-Patch ist keines unserer Benchmark-Programme bisher in einer für den G5 optimierten Version erhältlich. Lediglich Maxons Cinebench befindet sich derzeit kurz davor, die maximale Leistung aus IBMs Power PC 970 zu kitzeln, aber auch hier ist die neue Version des Tools noch nicht offiziell erhältlich. Trotz dieser Umstände setzt sich der G5 1,8 GHz souverän an die Spitze unserer Charts: Besonders in Photoshop und beim VST-Plugin-Belastungstest mit Peak lässt die neue Mac-Mitte den 64-Bit-Einsteiger deutlich hinter sich.

Sparsam: Mac-OS X 10.2.7 der G5-Macs taktet den Prozessor automatisch herunter, wenn es nichts zu tun gibt.
Vergrößern Sparsam: Mac-OS X 10.2.7 der G5-Macs taktet den Prozessor automatisch herunter, wenn es nichts zu tun gibt.
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Doch der Reihe nach: Hardwaretechnisch hat der 1,8-GHz-G5 gegenüber dem kleinen Modell drei eindeutige Vorteile. Zum einen ist der Prozessor mit 900 MHz (450 MHz im Double-Data-Rate-Modus) an den Speicher-Controller "U3" angeschlossen, zum anderen schluckt der Rechner auch Erweiterungskarten in PCI/X-Bauform. Darüber hinaus gibt es statt vier gleich acht Bänke für Speicherbausteine nach DDR440-Bauart (PC3200). Ansonsten gibt es keine Unterschiede zur Architektur des kleinen 1,6-GHz-Bruders: AGP-Pro-Bus (8x), USB 2.0, Firewire 800 (IEEE 1394b), Serial ATA, digitale Audio-Ein-/Ausgänge (S/PDIF), Gigabit-Ethernet und das gute alte V.92-Modem sind wieder mit von der Partie.

Apple liefert das Modell standardmässig mit 512 MB RAM (DDR400) aus, was für eine ordentliche Leistung unter Mac-OS X für den Anfang auch genügt. Für unsere Tests haben wir die Maschine zusätzlich mit zwei 256-MB-Riegeln von Crucial Technologies auf 1 GB Arbeitsspeicher aufgerüstet, was auf die einzelnen Ergebnisse allerdings keine direkten Auswirkungen hatte. Immer noch recht schmalbrüstig ist hingegen die Standard-Grafikkarte mit Nvidias Chipsatz "Geforce FX 5200 Ultra" und 64 MB Video-RAM. Für normales Arbeiten und ältere Spiele wie Warcraft 3 reicht die Leistung der Karte zwar aus, wer allerdings aktuelle 3D-Highlights vom Schlage "Splinter Cell" geniessen will, sollte definitiv in eine ATI Radeon 9600 beziehungsweise 9800 investieren.

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