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Equilibrio - Kugeln geschickt beschleunigen

27.05.2009 | 17:10 Uhr |

Die Beschleunigungssensoren des iPhone erlauben Entwicklern abenteuerliche Umsetzungen von Spiele-Ideen. Das Geschicklichkeitsspiel Equilibrio überzeugt mit seiner Physik, weist aber andere Mängel auf.

Equilibrio: teils_unuebersichtlich
Vergrößern Equilibrio: teils_unuebersichtlich

Wenn da nicht einige störende Nachteile wären, die das Spielvergnügen ein wenig trüben, wäre Equilibrio eindeutig ein Kandidat, um die Spielsucht zu treiben.

Beginnen wir aber mit den Vorzügen: Equilibrio verfolgt die Spielidee mit Hilfe der Beschleunigungssensoren des iPhone fünf verschiedenartige Kugeln (Holz, Stahl, Stein, Papier und Gummi) durch eine Vielzahl von Labyrinthen gegen die allgegenwärtige Schwerkraft zu steuern. Die Physik-Engine des Spiels beeindruckt, je nachdem wie man die Landschaften kippt und die Kugel abprallen lässt, findet sie ihren Weg an tödlichen Hindernissen vorbei zum Ziel des Levels. Dabei hilft eine Art Beschleunigungskompass rechts oben in der Ecke, der anzeigt, ob man das iPhone zu weit gekippt hat, um die nächste Kurve zu kriegen.

Drei Modi und 23 Belohnungen

Unterwegs lassen sich Sterne aufsammeln, die das Punktekonto erhöhen. Im Spielmodus Conquest lernt man zunächst alle Level kennen, im Modus Challenge gilt es etwa, gegen die Zeit oder um Punkte und Leben zu spielen. Wer sich in Equilibrio schon eine Weile getummelt hat, wird für ein Spielchen zwischendurch den Zufalls-Modus schätzen. Die Levels sind abwechslungsreich und teils seht komplex gestaltet, die schematischen Übersichten links unten erleichtern die Orientierung kaum, besser spielt man einfach mal durch oder lässt die Vorschau ablaufen, in der man zudem wertvolle Hinweise für die Missionserfüllung entdeckt.

Die belgische Heimat der Entwickler von Fishing Cactus spiegelt sich in der reichen Sprachauswahl wider, wenngleich einige Übersetzungen ins Deutsche gar zu drollig klingen (siehe Screenshot-Galerie). Die Lokalisierung hat aber auf jeden Fall Pluspunkte verdient.

Kommen wir aber nun zu den Punktabzügen. Nicht die suboptimale Übersetzung macht die Anweisungen zu den Levels schwer leserlich, sondern deren schnelles Verschwinden. Kaum hat man erfahren, dass die Stahlkugel schwer und unzerstörbar ist, verpasst man die wichtige einschränkende Information. Macht nichts, das zerstörerische Säurebad findet sich praktisch von selbst.

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