Geschicklichkeitsspiel
Equilibrio - Kugeln geschickt beschleunigen
Die Beschleunigungssensoren des iPhone erlauben Entwicklern abenteuerliche Umsetzungen von Spiele-Ideen. Das Geschicklichkeitsspiel Equilibrio überzeugt mit seiner Physik, weist aber andere Mängel auf.
Wenn da nicht einige störende Nachteile wären, die das Spielvergnügen ein wenig trüben, wäre Equilibrio eindeutig ein Kandidat, um die Spielsucht zu treiben.
Beginnen wir aber mit den Vorzügen: Equilibrio verfolgt die Spielidee mit Hilfe der Beschleunigungssensoren des iPhone fünf verschiedenartige Kugeln (Holz, Stahl, Stein, Papier und Gummi) durch eine Vielzahl von Labyrinthen gegen die allgegenwärtige Schwerkraft zu steuern. Die Physik-Engine des Spiels beeindruckt, je nachdem wie man die Landschaften kippt und die Kugel abprallen lässt, findet sie ihren Weg an tödlichen Hindernissen vorbei zum Ziel des Levels. Dabei hilft eine Art Beschleunigungskompass rechts oben in der Ecke, der anzeigt, ob man das iPhone zu weit gekippt hat, um die nächste Kurve zu kriegen.
Equilibrio - Kugeln im Gleichgewicht
Das Spielkonzept von Equilibrio stammt von der Nintendo Wii
Die Software kommt aus Belgien, Sprachvielfalt fast natürlich.
Die Umsetzung ist leider nicht immer gelungen
Dass aber überhaupt eine deutsche Sprachführung angeboten wird, ist uns einen Pluspunkt wert.
Die Kugel durch Labyrinthe zu steuern, macht fast immer Spaß...
... außer die Erklärungen für das Level sind so schnell verschwunden, dass man vor einem Rätsel steht.
Einerseits ist also schnelles Hinschauen gefragt...
... andererseits gilt es, in den teils komplexen Labyrinthen mit ihren tödlichen Hindernissen den Überblick zu wahren.
Drei Modi kennt Equilibrio: Conquest, Challenge und Zufall.
Damit das Spiel nie langweilig wird, sammelt man unterwegs Belohungen
Wenngleich die Belohnungen manchmal für zweifelhafte Leistungen eingestrichen werden, etwa für 25 Säurebäder
Insgesamt stehen 23 Belohnungen an, das dauert eine Weile, bis man alle entblockt hat.
Übrigens: Das Spiel wurde vor dem 7. Mai 2009 entwickelt, Papierkugel ist kein Bremer Stürmerstar...
Drei Modi und 23 Belohnungen
Unterwegs lassen sich Sterne aufsammeln, die das Punktekonto erhöhen. Im Spielmodus Conquest lernt man zunächst alle Level kennen, im Modus Challenge gilt es etwa, gegen die Zeit oder um Punkte und Leben zu spielen. Wer sich in Equilibrio schon eine Weile getummelt hat, wird für ein Spielchen zwischendurch den Zufalls-Modus schätzen. Die Levels sind abwechslungsreich und teils seht komplex gestaltet, die schematischen Übersichten links unten erleichtern die Orientierung kaum, besser spielt man einfach mal durch oder lässt die Vorschau ablaufen, in der man zudem wertvolle Hinweise für die Missionserfüllung entdeckt.
Die belgische Heimat der Entwickler von Fishing Cactus spiegelt sich in der reichen Sprachauswahl wider, wenngleich einige Übersetzungen ins Deutsche gar zu drollig klingen (siehe Screenshot-Galerie). Die Lokalisierung hat aber auf jeden Fall Pluspunkte verdient.
Kommen wir aber nun zu den Punktabzügen. Nicht die suboptimale Übersetzung macht die Anweisungen zu den Levels schwer leserlich, sondern deren schnelles Verschwinden. Kaum hat man erfahren, dass die Stahlkugel schwer und unzerstörbar ist, verpasst man die wichtige einschränkende Information. Macht nichts, das zerstörerische Säurebad findet sich praktisch von selbst.
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