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Gesprengte Ketten (2)

15.09.2005 | 16:03 Uhr |

Das Fazit unseres letztjährigen Router-Vergleichstest war die Hoffnung, dass die WLAN-Soft- und Hardware-Entwickler besser zusammenarbeiten. Und tatsächlich: Es hat sich viel getan in Sachen Kompatibilität. Lesen Sie die Fortsetzung von gestern.

Zyxel Prestige 660HW

Nur im Nahbereich und bei VPN-Funktionen kann der Zyxel Prestige 660HW überzeugen.
Vergrößern Nur im Nahbereich und bei VPN-Funktionen kann der Zyxel Prestige 660HW überzeugen.

Positiv bemerken wir, dass Zyxel den Prestige 660HW mit gedrucktem deutschen Handbuch und deutschem Webinterface liefert, geschmälert hat diesen Eindruck jedoch das völlige Ignorieren von Mac-OS im Handbuch. Die Installation per Assistent ist gut gemacht, bei der Provider-Auswahl fehlen jedoch einige wichtige Anbieter. Bei Auswahl von „andere ISP“ ist der User auf sich gestellt. Da der DSL-Anschluss selbstständig vorkonfiguriert ist, muss man nur Login und Passwort eintragen. Der Assistent bietet zwei nirgendwo erklärte Optionen: SUA unter dem Punkt NAT bedeutet, dass man nur eine IP-Adresse vom Provider bekommt, für Heimanwender sollte dies also aktiviert sein. PPPoE-Passthrough bedeutet, dass PPPoE-Pakete vom internen Netz an das Modem durchgereicht werden. So können sich Rechner parallel zum Router selbst unter einem ganz anderen DSL-Account einwählen, natürlich teilt sich die verfügbare Bandbreite entsprechend auf.

Eine im Testfeld seltene und deshalb erwähnenswerte Fähigkeit ist die Unterstützung von VPN-Tunneln. Bis zu fünf baut der Zyxel-Router selbst auf. Auch Funktionalität zum Traffic-Shaping ist integriert, einige populäre bidirektionale Dienste wie Voice-over-IP oder FTP sind schon vordefiniert.

Im Durchsatztest hinterlässt der Prestige gemischte Eindrücke. Während er im Nahbereich gute Durchsätze erzielt, ist es uns auch nach vielen Versuchen nicht möglich, in 20 Meter Entfernung eine stabile Verbindung für unseren Daten-Transfertest aufzubauen.

Yakumo Quick-WLAN

Der Yakumo Quick-WLAN verzichtet in der Konfigurationsoberfläche auf jede Hilfefunktion.
Vergrößern Der Yakumo Quick-WLAN verzichtet in der Konfigurationsoberfläche auf jede Hilfefunktion.

Dem Router liegt eine deutsche Kurzanleitung bei, die ein deutsches Interface zeigt. Leider ist das Interface des Testgeräts nur in Englisch gehalten, eine deutsche Version fanden wir nicht auf Yakumos Servern. Das Handbuch geht auf Mac-Benutzer ein, verzichtet jedoch auf Bilder. Das völlige Fehlen einer Hilfe im Webinterface fällt negativ auf, besonders da sich dort einige kryptische Punkte wie zum Beispiel „Special App“ finden. Das Interface funktioniert nur mit Internet Explorer, unter Firefox gehen einige Optionen nicht, Safari bringt der Yakumo sogar zum Absturz. Die Einrichtung ist sehr einfach, das Zusammensetzen des T-Online-Logins wird im Handbuch erklärt. Ein nettes Gimmick ist die im Router integrierte Ping- und Traceroute-Funktion. Beim Durchsatztest schlägt sich der Yakumo-Router gut im Nahbereich. In 20 Metern Entfernung fallen die Schreibwerte ab. Beim Lesen gehört er zu den besten Routern im Test.

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