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Gesundheitszähler: Medisana Vifit Connect im Test

09.04.2014 | 16:35 Uhr |

Es gibt viele Schrittzähler für das iPhone auf dem Markt. Medisana konzentriert sich bei seinem neuen Modell auf Gesundheitsbewusste.

Fitnesstracker sollen uns motivieren und analysieren. Wir setzen uns Ziele und der Schrittzähler überwacht, ob wir uns genug bewegen. Die Daten landen schließlich per Bluetooth und App auf dem iPhone und darüber in einer Cloud-Datenbank. Medisana knüpft mit dem Vifit Connect an diese grundlegenden Prinzipien an: Bluetooth, iPhone-App und Web-Oberfläche.

Der schwarz-orangene Tracker ist für die Hosentasche gedacht, hat aber zusätzlich noch ein weiches Gummiarmband im Lieferumfang. Vifit Connect hat auf den ersten Blick einige Funktionen auf Lager: Der Tracker zählt Schritte, errechnet daraus Strecke und verbrannte Kalorien, erfasst aktive Zeiten und kann den Schlaf überwachen . Dazu ist der Zähler über die Cloud an alle anderen Selbstüberwachungsgeräte des Herstellers angebunden. So könnten Medisana-Kunden dort neben der Aktivität unter anderem auch Gewicht, Blutdruck oder Körpertemperatur protokollieren.

Das ist schlecht

Die App zeigt unter anderem unsere Wochenübersicht.
Vergrößern Die App zeigt unter anderem unsere Wochenübersicht.

Wer keine anderen Geräte von Medisana nutzt, erhält mit dem Vifit Connect einen eher unterdurchschnittlichen Tracker. Obwohl er keine gravierenden Schwächen hat, kann die Konkurrenz fast alles besser. Die App ist angemessen, steht aber optisch und funktional weit hinter den Platzhirschen wie Fitbit, Nike und Jawbone. Anstatt automatisch den Bluetooth-Abgleich zu starten, wenn man die App öffnet, muss der Nutzer dies hier mit mehreren Fingertipsern manuell starten, unverständlich umständlich. Vifit Connect misst zwar "aktive Zeit" und bei Aktivitäten verbrannte Kalorien, hat ansonsten aber keine Möglichkeit, etwas anderes zu verwalten als Schritte. Joggen , Rad fahren oder anderen Sport ignorieren Tracker und Software, es lässt sich auch nicht manuell eintragen und anrechnen, dass man beispielsweise eine Stunde Fußball gespielt hat oder Schwimmen war. Das können andere Systeme besser. Ein Aktivitätstracker, der nur Spazieren gehen kennt, wird vielen Nutzern nicht ausreichen.

Was Fitnesstracker können

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In der aktuellen iPhoneWelt 3/14 haben wir ausführlich ausprobiert, wofür die so genannten Fitnesstracker nützlich sind und wo sie versagen. Außerdem haben wir insgesamt 55 nützliche Tipps für Sie gesammelt, coole Fotoapps ausprobiert, hochwertige Kopfhörer getestet und vieles mehr.

Das Einzige, was Vifit Connect neben Schritten messen kann, ist unser Schlaf. Dazu muss man das Gummiarmband anlegen, das zum Lieferumfang gehört. Um den Schlafmodus zu aktivieren, müssen wir die Taste des Vifit ein paar Sekunden gedrückt halten, beim Aufstehen erneut, um zu markieren, dass wir wach sind. Vergisst man dies, ist die Messung dahin, nachträglich lässt sich die Schlafphase nicht mehr markieren, anders als bei der Konkurrenz. Im Vergleich zur direkten Konkurrenz Fitbit One, der ähnliche Form, Funktionen und den gleichen UVP hat, sieht Medisanas Tracker vergleichsweise alt aus. Um Längen weniger Möglichkeiten in der App, weniger Funktionen im Gerät und dazu ist das Gehäuse des Vifit auch noch pummeliger.

Direkte Konkurrenz. Vifit ist pummeliger als andere Tracker und kann eher weniger.
Vergrößern Direkte Konkurrenz. Vifit ist pummeliger als andere Tracker und kann eher weniger.

Das ist gut

Gut gefällt uns dagegen, dass Medisana dem Vifit Connect einen herkömmlichen USB-Micro-Anschluss für die Stromversorgung des internen Akkus spendiert hat. Das spart einen nervigen Adapter, der bei der Konkurrenz zwingend nötig ist. Im freien Handel ist Vifit Connect zudem inzwischen für bereits rund 80 Euro zu haben. Damit ist Vifit schon einer der günstigeren Tracker und macht sich damit zum Schnäppchen. Wirklich empfehlenswert ist Vifit Connect aber für allem für Anwender, die bereits Geräte von Medisana im Einsatz haben und so alle Daten an einem Ort verwalten könnten.

Medisana Vifit Connect

Hersteller: Medisana

Preis: 99 Euro (Straßenpreis ab 80 Euro)

Note: 3,4 befriedigend

Vorzüge: Micro-USB, Display, lange Akkulaufzeit

Nachteile: Dicker als die direkte Konkurrenz, App und Funktionen nicht auf dem Niveau anderer Tracker

Alternative: Withings Pulse, Fitbit One

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