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Günstige Digitalkameras im Vergleichstest

29.07.2008 | 14:04 Uhr |

Kaum eine Sparte der Unterhaltungselektronik bringt pro Jahr so viele neue Geräte hervor wie die der Digitalkameras. Unsere Kollegen der PC Welt haben Kompaktkameras in der Preisklasse bis 150 Euro miteinander verglichen

Gerade für Kompaktkameras gilt, dass Chips mit höherer Auflösung nicht unbedingt bessere Bilder machen. Im Gegenteil: Schon sieben bis acht Megapixel reichen völlig aus, um digitale Bilder auch auf größeren Formaten auszudrucken. Sind mehr als zehn Megapixel auf die kleinen CCDs kompakter Kameras gepackt, werden die Ergebnisse eher schlechter: Die einzelnen lichtempfindlichen Elemente liegen zu nahe beieinander. Wichtiger als die Anzahl der Megapixel sind also die persönlichen Vorlieben, was die Brennweite angeht und die Preisvorstellung. Doch selbst bei einem selbt gesetzten Limit von 150 Euro bleibt der Markt übersichtlich. Unsere Kollegen der PC Welt haben die fünf besten Kompaktkameras für diesen Sommer herausgesucht.

Auf das optische Zoom achten
Vergessen Sie bei der Wahl des Zooms nie den Unterschied zwischen optischem und digitalem Zoom: Denn anders als beim optischen Zoom, wo ein Linsensystem für die Vergrößerung sorgt, rechnet die Kamera beim Digitalzoom den Bildausschnitt auf die gezoomte Größe hoch. Das geht auf Kosten der Bildqualität, da es sich nicht um "echte" Bildinformationen handelt.
Ein zweiter Nachteil des Digitalzooms ist, dass Sie nie die volle Kameraauflösung nutzen können. Denn als Berechnungsgrundlage für die Vergrößerung dient die ausgewählte Auflösung einer Kamera. Arbeitet ein Gerät beispielsweise mit 1600 x 1200 Pixeln, liegt bei einem digitalen 2fach-Zoom die Ausgabeauflösung bei 800 x 600 Pixel. Die Formel lautet: eingestellte Auflösung/digitaler Zoomfaktor = Ausgabeauflösung. Je höher also der Digitalzoom ist, desto weniger Pixel haben Sie für das Bild.

Manuelle Einstellungen
Natürlich können Sie die Möglichkeiten einer 150-Euro-Kamera nicht mit denen einer teureren Kollegin vergleichen. Dennoch bieten auch einige günstigen Modelle heutzutage schon Halbautomatiken und andere manuelle Optionen. Auf jeden Fall sollte Ihre Kamera einen Vorblitz und einen unterdrückten Blitz besitzen. Alles andere ist zwar praktisch, aber nicht wirklich nötig. Wesentlich wichtiger ist dagegen der Weißabgleich. Hier sollte Ihre Kamera mindestens Einstellungen für Kunstlicht/Neonröhre, Glühlampe, Tageslicht und Wolken zulassen. Optionen wie "Sonnenuntergang" und ein manueller Weißabgleich sind in dieser Preisklasse eher Ausnahmen. Auch Motivprogramme sollten vorhanden sein. Die wichtigsten sind hier neben dem Makro-Modus die Optionen "Porträt", "Landschaft", "Sport/Action" und "Nachtaufnahme". Zu guter Letzt sollte Ihre Kamera einen manuell wählbaren Empfindlichkeitsbereich bieten - ISO 100, 200 und 400 sind optimal, wobei Sie beachten sollten, dass gerade Kameras aus dem unteren Preissegment bei höheren Empfindlichkeiten zu starkem Bildrauschen neigen.

Um Ihnen einen Eindruck zu geben, wie die Auflösung mit der Bildqualität zusammenhängt, haben wir Ihnen auf dieser Seite die fünf Kameras unter 150 Euro mit der besten Bildqualität zusammengestellt. Die fünf Kameras mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis finden Sie dagegen auf Seite 2 dieses Artikels. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die verlinkten Tests aus Zeitgründen nicht aktualisieren können.

Produktname

Auflösung (Megapixel)

Bildqualität (max. 100 Punkte)

1

Kodak C653

6,1

76

3,86

2

Kodak V803

8,0

71

4,00

3

Canon Powershot A470

7,1

69

3,99

4

Nikon Coolpix L12

7,1

69

2,49

5

Casio Exilim Hi-Zoom EX-V7

7,1

68

2,58

1) Je kleiner der Wert ist, desto besser

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