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Guest PC Nachschlag

28.02.2005 | 10:50 Uhr |

In Macwelt 4/05 schneidet der neue PC-Emulator nur mit "ausreichend" ab. Mit dem ersten Update hat sich das Programm deutlich verbessert und schafft in der Note einen Sprung nach oben.

Kurz nach Redaktionsschluss der Ausgabe 4/2005 erreicht uns eine neue Version von "Guest PC" (siehe Test in Macwelt 4/2005, Seite 30). Hier die Anderungen:

Preislich ungefähr zwischen der kleinen Shareware iEmulator für 25 US-Dollar sowie dem "großen" Microsoft-Emulator Virtual PC für 160 Euro (ohne Windows) positioniert, präsentiert sich der neue Emulator für sämtliche Windows-Betriebssysteme schon mit der ersten Version als interessante Alternative zu Virtual PC - für 70 US-Dollar. Die Vorzüge und Nachteile der ersten Ausgabe sind im Magazin auf Seite? beschrieben. Kurz nach Redaktionsschluss traf das erste Update auf 1.0.1 ein. Dessen wichtigster Fortschritt: Endlich akzeptiert der Emulator Dateien, die größer als 10 MB sind. Bis dahin stürzte er regelmäßig ab, sobald man entsprechend große Dateien aus dem Internet laden oder von CD respektive über das SMB-Protokoll in die Windows-Umgebung kopieren wollte. Dieses Problem ist nun behoben, so dass sich jetzt die wichtigen Windows-Updates und beliebige kompatible Programme aufspielen lassen. Außerdem ist der Emulator deutlich stabiler geworden, selbst mehrere geöffnete Dateien und Programme sowie Download-Prozesse verlangsamen ihn zwar, bringen ihn aber in unserem Test nicht zum Absturz. Eine weitere Neuerung ist die Unterstützung für Disk Images. Damit lässt sich jetzt ein Image von der Windows-Installations-CD auf der Mac-Festplatte vorrätig halten, falls Nachinstallationen gewünscht sind. Unter Windows XP ist das in der Regel nicht notwendig, da dieses selbst alle Setupdaten auf Festplatte speichert, aber Verwendungszwecke gibt es auch hier zu genüge.

Weitere Verbesserungen dringend erwünscht

Leider unterstützt Guest PC nach wie vor - außer Maus und Tastatur - weder USB noch Firewire und DVDs. Wir konnten ferner nicht feststellen, dass der Internet-Zugang über DHCP/Airport-Karte auf Mac-Seite nun leichter zu konfigurieren wäre, wie es in der Readme-Datei heißt - wie zuvor müssen wir zu Fuß sämtliche Werte für IP-Adressen einschließlich DNS und Gateway eingeben, womit mancher Mac-Anwender seine liebe Mühe haben dürfte, sofern er sich nicht in den Menü- und Fenstertiefen von Windows gut auskennt. Auch der Datenaustausch zwischen Mac und PC-Emulation gelingt nach wie vor nur über das SMB -Protokoll oder über eine gebrannte CD - eine Alternative ist, das Festplatten-Image der Windows-Emulation (im User-Dokumeneordner angelegt) zu mounten und dort einfach Dateien hinein zu verschieben.

Insgesamt aber ist für die Fortschritte und Vorzüge gegenüber dem mit 3,0 bewerteten iEmulator eine deutliche Aufwertung fällig: 2,8 "befriedigend" lautet die neue Macwelt-Bewertung, eine glatte Note besser als im Heft.

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