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Guitar Combos

30.07.2005 | 20:58 Uhr |

Einfach zu bedienende Verstärkersimulation mit guten Sound-Möglichkeiten

native instruments guitar combos packshot bundle
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Die Software Guitar Combos von Native Instruments emuliert die Gitarrenverstärker Vox AC-30 (AC Box Combo), Fender Twin Reverb (Twang Combo) und Marshall JMP 50 (Plexi-Combo) mit jeweils passender Lautsprecherbestückung. Die Verstärker-Modeller sind einzeln oder im Dreierpack erhältlich. Die Sounderzeugung basiert auf der von Guitar-Rig bekannten Technologie und setzt unter Mac-OS X Core Audio voraus. Die Klänge beeindrucken in ihrer Dynamik und Klarheit, zu den 32 respektive 39 (Plexi Combo) vorgegebenen Sounds gewährt die Software mit insgesamt 64 belegbaren Presets ausreichend Speicherplatz für neue Einstellungen. Das Dilemma bei der Soundeinstellung, mit zwei Händen die Musik zu spielen und derart keine dritte Hand zur Regelung einzelner Parameter und Effekte zur Verfügung zu haben, löst die Software elegant. Demo-Stücke lassen sich als Endlosschleife abspielen und so der Sound ohne Mühe optimieren. Den Demo-Loops in Stilrichtungen von Blues, Pop, Jazz und Rock fügt man ohne weiteres eigene MP3-Schnippsel zu, Aufnahmemöglichkeiten bieten die Guitar Combos jedoch nicht.

Allen drei Verstärkern ist ein Stimmgerät beigegeben, leicht verwirrend ist die Anordnung der Tonhöhe auf der Achse, nur der Twang Combo zeigt die LED bei zu hohen Stimmungen rechts von der Mitte, die beiden anderen sind umgekehrt angeordnet. Netter Effekt: Nach nur kurzer Inaktivität blendet die Software die Namen der Sounds vor dem Hintergrund der Combo-Oberfläche auf, die virtuellen Membranen deuten die Schwingungen des Ausgangssignals an.

Guitar Combos lässt sich über MIDI-Geräte steuern und als Plug-in in Musikproduktionssoftware von Garageband bis Cubase und Logic verwenden.

Fazit

Wie im richtigen Leben ist auch der virtuelle Comboverstärker für den Gitarristen ein Werkzeug, mit dem es sich sofort und unkompliziert loslegen lässt. Für mehr Sound- und Effektvariationen braucht es in der Realität ein ausgeklügeltes Rack - oder auf dem Rechner Modellingsoftware wie Guitar Rig. pm

Note: 1,4 sehr gut

Vorzüge unkomplizierte Bedienung, ansprechende Sounds, einfache Integration in Musikproduktionsumgebungen

Nachteile kein Metronom und kein Aufnahmegerät im Stand-alone-Betrieb, nur einzeln oder im Dreierpack erhältlich

Alternativen Guitar Rig, Logic Express, M-Audio Blackbox

Preis: Einzelversionen € (D) 70, € (A) 73, CHF 96; Dreierpaket € (D) 180, € (A) 187, CHF 247

Technische Angaben

Systemanforderungen: Power Mac G, ab 733 MHz, Soundeingang oder Audiointerface mit DI-Box, ab Mac-OS 10.2.6, ab 256 MB RAM

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