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Test Hydra 3

30.04.2012 | 19:02 Uhr |

Aus mehreren unterschiedlich belichteten Fotos kann Hydra ein HDR-Foto erstellen. Das soll auch mit Freihand-Aufnahmen möglich sein.

Das Programm Hydra soll die Erstellung von HDR-Bildern aus Belichtungsreihen stark vereinfachen und für jeden Nutzer möglich machen. Dazu bietet der französische Hersteller Creaceed zwei Versionen an: Express und Pro. Der Hauptunterschied ist, dass die Pro-Version bis zu sieben Bilder statt nur drei Bildern verrechnen kann und eine Stapelverarbeitung bietet. Ein Plug-In zu Aperture und Lightroom ist für Beide zu haben.

Als Grundlage akzeptiert Hydra Belichtungsreihen nicht nur vom Stativ, sondern auch aus freier Hand. Wenn das Programm diese feststellt, werden die Bilder automatisch ausgerichtet. Beim manuellen Aufruf werden die Kontrastkanten in einer Vorschau hervorgehoben, dadurch lässt sich die Deckung gut beurteilen. Die Automatik ist sehr gut, eine Handjustierung ist auch möglich. Im "Basis"-Dialog kann man neben der Farbtemperatur auch den gewünschten Belichtungsumfang ändern und eine sehr effektive Schlierenentfernung aktivieren. Danach geht es weiter mit den Detaileinstellungen. Hier bietet Hydra 16 bei unseren Motiven meist ungeeignete Vorlagen. Sehr viel besser ist man bei den Tone-Mapping-Feineinstellungen unter der Rubrik "Anpassen" aufgehoben. Hier kann man zum Beispiel nicht nur global die Belichtung, die Tiefen und die Lichter einstellen, sondern auch Bereiche wie Blautöne oder helle Farbtöne getrennt in Helligkeit, Kontrast und Farbe justieren. Richtig klasse an der Pro-Version ist, dass man selektive Bereiche auch mit der Maus setzen kann, ähnlich wie die Nik Upoints. Nur bringt diese Funktion unseren Mac Mini mit seinem i7-Prozessor an seine Grenzen und ist dadurch unbrauchbar.

Besonders gut ist die Integration in Apple Aperture gelöst, es fühlt sich fast wie ein Aperture-Bestandteil an. Etwas verwirrend ist beim Speichern in der Lightroom-Variante die Dateiformatwahl. Bei JPEG erzeugt Hydra ein JPEG komprimiertes TIFF. Die Ergebnisse überzeugen durch extrem niedriges Rauschen und sehr natürliche Ergebnisse. Was Hydra nicht mag, sind extreme Gegenlichtsituationen mit direkten Sonnenstrahlen. Außerdem werden auf einem 13" Macbook Pro die untersten Menüpunkte angeschnitten.

Empfehlung

Hydra 3 Express und Pro ist ein ein komfortables Programm mit guten Ergebnissen um HDR-Fotos zu erstellen, deren Einzelaufnahmen dabei durchaus aus der Hand statt vom Stativ geschossen sein können. Der größte Schwachpunkt aber ist die Gier nach CPU-Power. Daher reicht auch schon die Express-Version, denn die Pro-Funktionen sind kaum einsetzbar. tb

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